Hallo liebe Leute!
Ich weiß nicht ob ich in dieser Foren-Rubrik richtig bin...
Ich bin 21 Jahre und habe vor einem Jahr eine meine Berufsausbildung
hinter mich gebracht (Informatiker). Nun habe ich es Leid, weiterhin
daheim zu wohnen, so bin ich zur Zeit auf Wohnungssuche.
Meine Freundin studiert seit diesem Semester an einer Uni in der
gleichen Stadt, in der sie bereits wohnt. Nun möchten wir beide
zusammenziehen, das Problem ist aber das fehlende Geld seitens meiner
Freundin um die Miete mit mir zu berappen.
Wie sieht es mit (Meister-)Bafög für meine Freundin aus, wenn sie
studiert und ich arbeite (bin Angestellter)?
Vielen Dank!
Millbert schrieb:
> Ja ok, aber heißt das, dass wenn ein Student einer WG angehört,> automatisch Bafög kriegt ?
Nein.
Eltern sind soweit ich weiß verpflichtet, ihr Kind mit einer gewissen
Summe pro Monat zu unterstützen, bis der erste berufsqualifizierende
Abschluss erreicht ist. Können sie dies nicht, weil sie einfach zu wenig
verdienen, gibt es sicherlich BAföG. Wie es sich allerdings auswirkt,
wenn man am Wohnort der Eltern studiert und somit nicht unbedingt von
zuhause ausziehen müsste, weiß ich nicht.
Hi,
für Bafög ist das Zusammenziehen unschädlich!
FAlls deine Freundin bereits eine Eigene Wohnung hat und ggf. ergänzend
Wohngeld bekommt würde da aber das gesamteinkommen von allen
Wohnungsbewohnern berücksichtigt. (Bei einer WG kann man das umgehen,
dann gelten aber nur 50% der Mietzahlungen)
Gefährlich wird es nur wenn einer von euch in die Situation kommt auf AG
Leistungen angewiesen zu sein. Da sind die dann ganz schnell. Und falls
dann noch ergänzend wohngeld bezogen wird, dann fällt auf einen Schlag
für beide weg! (z.B. auch wenn du z.B. Alos wirst, dann fallen 100% des
Wohngeldes weg, aber vom Amt bekommst ihr nur zulagfen zu 50% der Kosten
da deine Freundin ja studiert.)
Auch haben die eine andere definition einer "Fürsorge und
Einstehensgemeinschaft" als die andern Ämter! Da gilt im Zweifel JA, bei
den anderen halt im Zweifel -NEIN
(Fürsorgegemeinschaft ist schlecht, das bedeutet der eine muss für den
anderen (finanziell) sorgen!)
Sollte die GEfahr für dich nicht bestehen, dann schaut doch einfach mal
nach den Kosten die entstehen würden und erkundigt euch bei
entsprechenden Ämtern (Bafög, Wohngeldstelle usw) was das ausmachen
würde...
DAnn trefft eure Entscheidung auf grundlage der REchtsverbindlichen
Auskünfte die ihr dann bekommen habt!
Gruß
Carsten
1.Falls ihre Eltern genug Geld verdienen, wird sie kein Bafög bekommen,
auch wenn Ihr die zahlreichen Anträge schön ausfüllt. Das wird wohl eher
eine Verhandlungssache mit den Eltern werden ? An ihrer Uni gibt es
genug Leute, die Bafög beantragt haben. Die kann man auch fragen.
2.Jedenfalls WENN sie ihr Geld für das Studium alles selbst erarbeiten
soll mit Tüten einräumen im Supermarkt, dann wird sie wohl "ein paar
Tage" länger zum Studieren brauchen. Da wäre ungünstig.
3.Eine Wohnung einrichten kostet Geld. Macht schon mal eine Aufstellung
und einen Haushaltsplan zur Übersicht.
4.Bei An&Verkauf gibt es auch günstige Möbel für den Start.
Ich würde gar nicht erst mit ihr zusammen ziehen, sobald sie nämlich die
ertsen Typen auf der UNI kennen gelernt hat bist du als kleiner
Facharbeiter sowieso abgeschrieben ...
@Toni Holiday: Nee das glaube ich nicht, denn es beeindruckt sie
ungemein, dass ich Technikerschule auf Teilzeit mache und nebenher noch
ein Fernstudium ;-)
Danke erstmal für die zahlreichen Antworten. Ich werde mich dann eben
bei den oben genannten Ämtern und ggf. direkt bei der "BaFög-Stelle"
beraten lassen. Das mit dem Verdienst der Eltern wird wohl ein
ziemliches Problem werden. ER Ingenieur bei Siemens, SIE
Halbtags-Lehrkraft im Gymnasium.
Jedoch hat meine Freundin noch einen Bruder, kA ob das auch in
irgendeiner Rolle wichtig und entscheidend ist.
Gruß
Millbert schrieb:
> Jedoch hat meine Freundin noch einen Bruder, kA ob das auch in> irgendeiner Rolle wichtig und entscheidend ist.
Wenn er noch einen Unterhaltsanspruch gegenueber den Eltern hat, ist das
fuer Bafoeg natuerlich sehr entscheidend. Du wirst hier keine
abschliessende Antwort bekommen, bei den spaerlichen Informationen, die
du gibst, ganz sicher nicht. Beim Bafoeg-Antrag wird deine Freundin
schon etwas konkreter werden muessen, sonst gibt es sicher nichts.
Zuallererst muestet ihr aber die Frage des Unterhaltsanspruchs klaeren.
Hi,
> Danke erstmal für die zahlreichen Antworten. Ich werde mich dann eben> bei den oben genannten Ämtern und ggf. direkt bei der "BaFög-Stelle"> beraten lassen. Das mit dem Verdienst der Eltern wird wohl ein> ziemliches Problem werden. ER Ingenieur bei Siemens, SIE> Halbtags-Lehrkraft im Gymnasium.> Jedoch hat meine Freundin noch einen Bruder, kA ob das auch in> irgendeiner Rolle wichtig und entscheidend ist.>> Gruß
ALso mit der Beratung bei der Bafög-Stelle ist natürlich auf jeden Fall
sinnvoll! Allerdings mit den oben genannten Vorraussetzung bzgl. der
Eltern würde ich mir da KEINE zu großen Hoffnungen machen...
Da ich mal annehme das beide entsprechend den gängigen Tarifen (oder
besser?) bezhalt werden. Da fällt auch der Unterhaltsanspruch des
Bruders nicht mehr groß ins Gewicht und soviele Möglichkeiten des
"geschickten Rechnens" wie bei Selbstständigen, Freiberuflern usw. hat
man als Angestellter einfach nicht! Aber erkundigt euch mal...
Auch würde ich mal schauen was die Wohngeldstelle sagt: Wenn deine
Freundin kein Einkommen hat und deines nicht so exorbitant hoch ist,
kann es durchaus sein das da zumindes ein paar hundert Euro
herausspringen.
Das hängt alleine vom TATSÄCHLICHEN Einkommen von euch beiden ab.
Wie alt ist deine Freundin denn? Dein Alter?
Oder ist sie wesentlich älter (ü30 bzw, 5Jahre Beruf...) dann käme auch
Elternunabhängiges Bafög in Frage. Vermute aber das ist ja nicht der
Fall.
Allerdings hat deine Freundin auch selbst einen Unterhaltsanspruch
gegenüber Ihren Eltern. D.h. wenn sie Ausziehen will, dann müssen Ihre
Eltern Ihr einen bestimmten Betrag x zahlen (ein paar hundert Euro).
Aber das will man ja auch nicht alles auf der rein rechtlichen Schiene
laufen lassen. Zumal das GEld ja bei vielen tatsächlich nicht einfach so
"frei" ist sondern in irgendwelchen Finanzierungen eingeplant...
(Mit den Ergbniss das bei Unterhaltszahlungen die Eltern "am Anschlag"
leben müssten)
Ausserdem unterschätze die Kosten für eine Wohnung nicht. Zumindest wenn
du KEINE kleine Studentenbude mit wild zusammengewürfelten Möbeln haben
möchtest. Schon eine normale drei Zimmer Wohnung (und ein Arbeitszimmer
braucht Ihr, wenn ich das so lese) kostet bei "günstiger" ordentlicher
Erstmöbelierung schon mal einige tausend Euro. DA würde ich es mir gut
überlegen ob ich OHNE NOT wärend des Studium ausziehne würde...
Wenn man dan zusätzlich zu den laufenden Kosten auch noch die
ersteinrichtung abzahlen muss...
Daher: Rechnet es durch. Wie dem auch sei, davon das Ihr die Kosten zu
50% aufteilt kann aber sicherlich keine Rede sein. Der Löwenanteil würde
an dir so oder so hängen bleiben -oder die Studienzeit deiner Freundin
würde sich deutlich verlängern und ein Privatleben gäbe es kaum noch!-
Aber immerhin willst DU ja auch ausziehen...
Gruß
Carsten
Wenn dann alle Papiere für Bafög gründlich ausgefüllt und abgegeben
sind, kommt evtl. als Anwort:
"Leider gehören Sie nicht zu den Bedürftigen. Wir helfen Ihne aber gern,
Ihre Ansprüche in Höhe von ... GERICHTLICH gegen Ihre Eltern
durchzusetzen" ?
http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/ueberhaupt.php
Es reicht nicht, wenn nur sie sich auszieht, sondern DU mußt Dich auch
ausziehen ! Ich weiß, die ersten Male fühlt man sich unwohl dabei, aber
Du wirst Dich dran gewöhnen. Als Starthilfe könnnt Ihr zu Anfang das
Licht ausmachen und Euch im Dunkeln ausziehen, jeder für sich, und Euch
dann langsam vortasten.
Matthias schrieb:
> Es reicht nicht, wenn nur sie sich auszieht, sondern DU mußt Dich auch> ausziehen ! Ich weiß, die ersten Male fühlt man sich unwohl dabei, aber> Du wirst Dich dran gewöhnen. Als Starthilfe könnnt Ihr zu Anfang das> Licht ausmachen und Euch im Dunkeln ausziehen, jeder für sich, und Euch> dann langsam vortasten.
Rofl...