krumme Bohrdurchmesser (u.a. bei Eagle)

Gast #1494405
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Hallo,
ich route gerade ein Board in Eagle und benutze zum Teil die Libraries 
von Eagle aber auch selbst definierte Packages. Die Platine soll später 
mal in größerer Stückzahl produziert werden.

Da viele Bohdurchmesser (Drills) in Eagle krumme mm Werte ergeben (z.B. 
0.8128mm oder 1.1176mm) stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoller ist, 
diese krummen Werte beizubehalten oder sie doch besser auf 0.8mm und 1mm 
abzuändern. Ist es sinnvoll möglichst wenige unterschiedliche 
Bohrdurchmesser zu haben, oder ändert sich der Preis, wenn z.B. 1mm und 
1.1176mm Bohrlöcher benutzt werden?

Ich hoffe jemand mit entsprechenden Erfahrungen kann mir helfen.
Dank im voraus,
Eagler
#1494412
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Eagler schrieb:
> Da viele Bohdurchmesser (Drills) in Eagle krumme mm Werte ergeben (z.B.
> 0.8128mm oder 1.1176mm) stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoller ist,

Die 0.8128mm sind kein krummer Wert, das sind ziemlich genau 32mil :-)

Ich hab bei meinem bisherigen Platinen noch nie mehr bezahlen müssen, 
weil ich verschieden Bohrdurchmesser verwendet habe.
Gast #1494414
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> Ist es sinnvoll möglichst wenige unterschiedliche
> Bohrdurchmesser zu haben, oder ändert sich der Preis, wenn z.B. 1mm und
> *1.1176mm* Bohrlöcher benutzt werden?

Ich bezweifle das es Dienstleister gibt, die solche Bohrer im Einsatz 
haben und wenn dann für >500€/dm² ;)

- gerd
Gast #1494887
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>  Ist es sinnvoll möglichst wenige unterschiedliche Bohrdurchmesser zu haben

das ist den Leiterplattenherstellern mittlerweile völlig egal wie viel 
verschiedene Bohrdurchmesser du in deinem Layout hast.

> ändert sich der Preis, wenn z.B. 1mm und 1.1176mm Bohrlöcher benutzt werden?

der Preis nicht, aber der Hersteller wird die Bohrdurchmesser auf seine 
Designvorgaben (in der Regel Bohrdurchmesser-Abstufungen von 0,1mm) 
anpassen, d.h. du bekommst letztendlich Bohrdurchmesser 1mm und 1,1mm.
Gast #1495117
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... schrieb:
>> du bekommst letztendlich Bohrdurchmesser 1mm und 1,1mm.
>
> oder 1mm und 1,2mm. Damit da keine Irrtümer entstehen, sollten du deine
> Bohrdurchmesser an die Designvorgaben deines Herstellers anpassen.

Hallo,

es gibt HM-Bohrer in 0.05 mm Abstufung. Das hat hauptsächlich den Grund, 
bei einer Angabe von 1.1 mm mit 1.15 zu bohren, so dass nach Verkupfern 
mit 20 - 30 µ rechnerisch wieder 1.1 mm rauskommen. Damit werden dann 
auch Korinthenkacker befriedigt, i.a. darf man aber nicht mit Toleranzen 
besser als 0.1 mm rechnen.

Es gab aber bei uns schon Kunden, die haben für die Löcher in der LP 
H-Passung verlangt und im Messlabor eine 100%-Prüfung der Bohrlöcher auf 
+- 1 µ Toleranz durchgeführt. Wir konnten dazu nur feststellen, dass man 
solche LP schlicht nicht herstellen kann. Das liegt schon an der 
Temperaturerhöhung beim Bohren und der Tatsache, dass LP-Material 
zurückfedert.

Gruss Reinhard
Gast #1495427
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Vielen Dank für die Antworten.
Habe beschlossen, die Drills weitgehend zu vereinheitlichen und auf 
wenige metrische Werde zu beschränken.
Rein interessenshalber:
Kann man davon ausgeghen, dass der bei drill angegebene Wert bei der 
fertigen, durchkontaktierten Platine wirklich zur Verfügung steht?
Anders gefragt: Rechnet der Hersteller normalerweise den für die 
Durchkontaktierung benötigten Platz selber ein?
Gast #1495576
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> dass der bei drill angegebene Wert bei der fertigen, durchkontaktierten
> Platine wirklich zur Verfügung steht?

Die von dir angegebenen Durchmesser sind Enddurchmesser nach 
durchkontaktierung. Der Hersteller rechnet für sich dann den benötigten 
Rohdurchmesser selbst aus.

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