Versuch 220VAC Strommessung

OP #1504067
Lesenswert?

Hallo,

Mein Kopf oder die Physik scheint hier verbogen zu sein. Wobei ich 
Ersterem den Vorzug gebe und Euch um Aufklaerung bitte.

Es handelt sich um einen Versuch (der dann spaeter in die Praxis 
umgesetzt werden soll).

Ich habe um eine Ader einer Zuleitung einer Heissluftpistole 
(220V/1500W) eine Ringkern gelegt auf dem 10 Windungen Kupferdraht 
gleichmaessig gewickelt sind.

Die Wicklung mit einem 100Ohm Widerstand kurzgeschlossen und ein 
Multimeter (HP 3468A) Messbereich VAC angeschlossen.

Ergebnisse:

Pistole aus : 0.000364VAC
Pistole an und langsam von kleinster auf hoechste Temperatur gedreht :

Strom durch die Zuleitung
1.3A       - 5.2A

Spannung an der Wicklung
0.00079VAC - 0.001740VAC

schoen proportional.

Nur die Werte machen mich stutzig.
Sollte da nicht etwas mehr rauskommen?

Oder muss man das anders messen?


Gruss Ju
Gast #1504104
Lesenswert?

Abgesehen von Deinem Rinkern wäre die Frage, ob der Effektivwert (Abk: 
RMS englisch: root mean square) wirklich RICHTIG gemessen werden kann, 
falls da noch durch Phasenschnitt verkrüppelte Sinuswellen ins Spiel 
kommen.
Dein Experiment würde ich lieber mit 10 Glühlampen a 100W nochmals 
wiederholen.
Gast #1504178
Lesenswert?

Für ein Übersetzungsverhältnis von 1:10 ist der Bürdenwiderstand mit 
100Ohm viel zu hoch.
Die (max.) 5,2A würden in 0,52A transformiert, mal 100Ohm = 52V.
Das ergibt rund 27W - eine viel zu hohe Leistung für den Ringkern.

Ich vermute außerdem, dass es sich um einen Kern aus Ferrit handelt, der 
ist für Netzfrequenz ungeeignet. Hier braucht man einen aus 
Trafoblech-Bandmaterial gewickelten Kern.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren