Hallo zusammen,
ich habe folgendes, für Euch wahrscheinlich triviales Problem.
Und zwar habe ich einen Hex Wert den ich über eine serielle
Schnittstelle an einer Konsolo ausgebe. Der Wert wird mir da natürlich
als ASCII Zeichen interpretiert und auch als solches ausgegeben.
Wie ist es möglich dass ich mir den Hex-Wert ausgeben lassen kann?
Gruß
Es fängt schon mal damit an, daß Du gar keinen Hex-Wert hast, sondern
einfach nur eine Zahl.
Ob Hex, ob Dezimal oder Oktal, das ist alles nur eine Darstellungssache,
die Zahl selbst interessiert sich nicht dafür.
Und diese Zahl willst Du in Klartext umwandeln, und zwar so, daß sie in
hexadezimaler Darstellung vorliegt.
Da Du praktischerweise kein Wort über die von Dir verwendete
Programmiersprache verloren hast, gehe ich jetzt einfach mal von C aus.
Und da gibt es das mächtige printf, das mit dem Formatspezifizierer %x
bzw. %X daherkommt. Bei gewünschter Ausgabe von führenden Nullen ist
noch eine Null und die Feldbreite anzugeben, also z.B. %04x für
vierstellige Zahlen.
Ja, stimmt, habe mich etwas undeutlich ausgedrückt:-)
Ich benutze C++.
Printf steht mir nicht zur Verfügung. Auch die stdlib.h kann ich nicht
verwenden (also kein itoa), sodass ich eine andere Möglichkeit
benötige....
>sodass ich eine andere Möglichkeit benötige....
Selber basteln?
Man nehme einen String, ein paar Schleifen und Abfragen, und schon ist
ITOA selber gebastelt.
Ungefähr so, allerdings ist das jetzt aus dem Kopf und vielleicht ist da
ein Bug drin. Aber vom Prinzip her sollte es klappen:
1
unsignedcharnibble_zu_hex(unsignedcharnib){
2
if(nib<0x0A)nib=nib+'0';
3
elsenib=(nib-0x0A)+'A'
4
returnnib;
5
}
6
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nibble_zu_hex(zahl>>4);
8
//liefert Dir den vorderen Buchstaben
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nibble_zu_hex(zahl&0x0F);
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//liefert Dir den hinteren Buchstaben
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//Annahme: UART_send ist Deine Funktion, um ein char zu senden
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UART_send("0");
15
UART_send("x");
16
UART_send(nibble_zu_hex(zahl>>4));
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UART_send((zahl&0x0F));
18
}
Ich hoffe, Du verstehst die Grundidee dahinter, dann kannst Du das auch
auf Integer, long long Longs usw. anwenden :)
Im Prinzip musst Du nur den Zahlenwert der Ziffer kennen (4 Bit
entsprechen einer Hex-Ziffer), und dann das entsprechende ASCII-Zeichen
stattdessen nutzen. Ich addiere einfach die entsprechenden Werte (einmal
für 0-9, einmal für A-F).
Vielen Dank Euch allen für die sehr hilfreichen Antworten.
Habe mir jetzt auf eine nicht besonders schöne aber durchaus brauchbare
"Abfragenbatterie" :-) eine itoa programmiert.
VG
> wobei das auch mit weniger Code geht:> return "01234567890ABCDEF"[nib];
^
Das gehört da aber nicht hin.
Daraus würde ich zur Sicherheit das machen:
1
return"0123456789ABCDEF"[nib&0xf];
Letztendlich ist auch das da:
> else nib = (nib - 0x0A) + 'A'
eigentlich nicht so ganz portabel, da nicht garantiert ist, daß die
Zeichen 'A' bis 'F' hintereinander stehen. Da aber die meisten
C-Compiler ASCII als Basis für ihre Zeichensätze benutzen, geht's
normalerweise.
Rolf Magnus schrieb:
>> wobei das auch mit weniger Code geht:>> return "01234567890ABCDEF"[nib];> ^> Das gehört da aber nicht hin.
klar, mein Fehler.
>> Daraus würde ich zur Sicherheit das machen:>>
1
>return"0123456789ABCDEF"[nib&0xf];
2
>
So wie er es verwendet, maskiert er vorher so, daß nur 4 Bit
vorhanden sein können.
Insofern hätte ich hier keine Bedenken.
Als allgemeingültige Funktion gebe ich dir Recht. Ob man in
diesem Fall die hier unnötigen Tests machen will, muß jeder
selbst sehen.
>> Letztendlich ist auch das da:>>> else nib = (nib - 0x0A) + 'A'>> eigentlich nicht so ganz portabel, da nicht garantiert ist, daß die> Zeichen 'A' bis 'F' hintereinander stehen. Da aber die meisten> C-Compiler ASCII als Basis für ihre Zeichensätze benutzen, geht's> normalerweise.
Wieso "auch"? Meine Version ist portabel.
> Da aber die meisten C-Compiler ASCII als Basis für ihre> Zeichensätze benutzen, geht's normalerweise.
Hat schon mal jemand von einem auch nur gehört, der das nicht tut?
Ich gehe mal davon aus, daß man auf IBM-Mainframes nicht
ASCII findet, sondern EBCDIC.
Da sind dann nicht alle Buchstaben A bis Z aufeinanderfolgend,
aber immerhin A bis F und auch die Ziffern.
Der obige Code würde also auch dort funktionieren.
Mal ernsthaft: Glaubst Du ernsthaft, daß es diese 60er-Jahre-Technik
immer noch gibt?
(Ansonsten hast Du natürlich recht, der Ansatz ist der "portabelste").
@Rufus: meines Wissens sind bei Banken immer noch solche Kisten
im Betrieb.
Zumindest war das vor wenigen Jahren so und ich habe nichts
gegenteiliges gehört.