Guten Tag,
ich bin derzeit bei der Bundeswehr als Techniker eingesetzt. Ich habe
zivil eine Ausbildung zum EGS gemacht und arbeite nun eben im
technischen Bereich weiter (Glück gehabt :))
Nun habe ich ziemlich viel Geld vom Berufsförderungsdienst übrig,
welches ich noch die nächsten 5 Jahre innerhalb der Dienstzeit zur
Verfügung habe. Nach DZE strebe ich den Meister oder staatlich geprüften
Techniker Elektrotechnik an, wohl eber den Techniker.
Welche Fortbildungsmöglichkeiten kennt ihr vorallem im privaten
Schulbereich - die Bw bietet intern leider nicht viel im Bereich Elektro
an.
Ziel ist es, einfach mit ein paar Zusatzqualifikationen rauszukommen,
jedoch dürfen diese Sachen vllt 3-4 maximal im Jahr Zeit finden, da ich
in meiner Einheit doch etwas mehr anwesend sein muss als abwesend, den
Urlaub muss ich dann sowieso dafür verwenden, die letzten 2 Jahre
bekommt man Sonderurlaub.
Ich habe da gedacht an:
-AdA (sogar bei Bw möglich, haben viele in meiner Einheit gemacht)
-SPS (würde soetwas zeitlich gehen, habe mal gelesen dass Module 6
Monate dauern)
-Richtung Solar
- ??
Wie ihr seht, fällt mir nicht viel ein, daher bitte ich euch um
Unterstützung. Also ich bin vollausgebildeter Elektroniker für Geräte
und Systeme.
Vielen Dank,
SaZ
Sorry, wenn es jetzt trollhaft aussieht, aber mir würden wirklich paar
Tipps helfen. Ich habe in meiner Verwendung ein wenig Glück, dass ich
bisschen was im technischen Bereich mache, Messungen, Wartung, etc.
damit ich nicht ganz raus bin.
Aber wie gesagt, im Internet bei ILS, SGD etc. sind das alles
fernlerngänge über 6-12 Monate.
Gibt es Institutionen die solche Sachen auch in 2-3 Wochen anbieten, wo
ich mir dann Urlaub für nehmen kann und nachher ein paar
Zusatzqualifikationen habe.
Danke.
Du könntest theoretisch einen Lötkurz entsprechen IPC 3 abstauben.
Geht in einer TsLW1 der Luftwaffe, ob es sowas beim Heer gibt kann ich
dir nicht sagen.
MFG Johannes
Naja, das Problem ist man kann nur in 2 Richtungen nachher gehen, die
für den BfD genehm sind, da habe ich mich für den technischen Bereich
und öffentlich Dienst (entschieden), heißt ich mache solche
Auswahlverfahren für Polizei mit, Trainings etc, im technischen Bereich
kann ich Ada machen, und eben kleinere Fortbildungen, so Fernstudium
Sachen SPS über ein Jahr könnte sich als schwierig erweisen, da ich ab
und an nochmal auf einen Verwendungslehrgang muss und nicht 365Tage/Jahr
in meiner Stammeinheit bin.
Leider finde ich im privaten Bereich keine Schulen oder ähnliches die
solche Sachen anbieten, 4 Wochen SPS, Photovoltaik, EIB etc.
Genau .. das ist der eine Fall.
Der andere Fall ist der Stuffz, der nach seiner Dienstzeit mit Mitte 30
auf die Wirtschaft losgelassen wird. Natürlich mit Null Berufserfahrung
und ein paar von diesen Resozialisierungsmaßnahmen. Der hat nach einem
Semester dann wieder aufgehört und ist wieder ausgezogen (ja, der war
bei uns in der WG!)
Wir waren damals auch viele Offiziersanwärter. Die meisten waren aber so
schlau 'Mit Wiederruf' anzukreuzen (Bitte merken ;) )
Als dann allen ein Lichtlein dämmerte, das man 12Jahre lang
Verlustmeldungen unterschreiben muss und der Sinn vom Tag eigentlich das
9:00 Uhr Brötchen ist haben Sie es sich anders überlegt.
>> Und genau da liegt der Knackpunkt <<
Die ganzen tollen Resozialisierungskurse werden nicht im Entferntesten
ernst genommen. Was soll es bitte bringen, einen SPS Kurs zu machen ohne
auch nur die geringste Ahnung zu haben, wie man Maschinen baut.
Leute die was taugen kann man nicht mit sowas locken. Die sind sich im
klaren, dass das nichts bringen kann. Man lernt nicht Bäcker um Autos zu
reparieren. Ebenso kann man nich 'Soldat' lernen und dann meinen, man
wäre irgendwas anderes. Nur weil man einen Kurs belegt hat !!
Wenn man was lernt, dann sollte man auch dabei bleiben (können, das war
auch nicht sooo sicher) oder zumindest etwas ähnliches machen können.
Sagen wir mal so: Hätten die Randbedingungen vor 10 Jahren bei mir
gepasst, wäre ich auch da geblieben. Nur mit der Aussicht, auf ewig in
der Halle rumzusitzen und hin und wieder mal eine KFOR Ausbildung zu
machen fand ich damals nicht so erfüllend.
Den Techniker machst man schon vor DZE. Damit bekommst du eine
Fachhochschulreife und anschließend gehst du dann nach DZE zur
Hochschule und schreibst dich ein. Wenn Du dich bemühst, bleibt am Ende
nur ein Semester das du selbst finanzieren musst. Dazu musst du dein
Ausscheidergeld nur ordentlich anlegen. Am Ende hast du Techniker und
Ingenieur. Kosten hast du komplett auf den BFD abgewälzt und ein recht
komfortabeles Leben gemessen an deinen Kommilitonen.
Das dich allerdings mit langjähriger Verpflichtungszeit nur eine
bestimmte Sorte Firmen gerne einstellt ist ein anderes Thema. Da du aber
schon Zeitsoldat bist, kommst du um diese Problematik ohnehin nicht
umhin.