Gast
#2208602
Hi zusammen Ich wollte jetzt auch mal in die Lötwelt einsteigen und habe mir nach einiger Beratung die ERSA Analog 60 bestellt. Die erste Herausforderung war, einen 6,3mm-Klinkenstecker eines defekten Gitarrenkabels neu anzulöten. Das waren immerhin schon 2 Adern, die angelötet werden mussten!^^ Also die neue ERSA Lötstation angeschlossen, Schwamm in Wasser getränkt, Gerät auf 350 Grad eingestellt, eingeschaltet und 7-8 Minuten gewartet. Zunächst galt es, eine alte Litze und den verbliebenen Rest der anderen abgerissenen abzulöten. Auf dem Klinkenstecker waren an den Stellen naturgemäß das damals genutzte Lötzinn in einer Größe von ca. 2 Streichholzköpfen. Das Ablöten habe ich nach der Wartezeit von 7-8 Minuten begonnen, indem ich die Spitze des Lötkolbens direkt auf das alte Lötzinn gedrückt habe. Es hat ungefähr 3-4 Minuten (!) dranpressen gedauert, bis das alte Lötzinn flüssig wurde. Da mir dies verdammt lang vorkam, ich aber keinerlei Erfahrungswerte im Löten habe, schaute ich ins Manual rein, ob da eine Fehlfunktion vorlag. Dort wurde empfohlen, mit einem Multimeter eine Durchgangsprüfung des Heizkörpers zu machen. Hier sollten 6 Ohm beim kalten Lötkolben anliegen; bei meinem waren es nach einer Wartezeit nach Abschaltung von 1 Stunde nur 3,3-3,4 Ohm. Grundsätzlich entwickelt die Lötstation schon Temperatur, da ich mit aufgeheizter Lötspitze zumindest nagelneues Lötzinn (1mm Durchmesser, 60%Sn, Pb40) innerhalb 3-5 Sekunden zum Schmelzen bringen kann (geht das normal nicht in 1-2 Sekunden?). Da ich keine Erfahrung im Lötbereich habe, wollte ich Euch mal fragen, ob es denn sein kann, daß dies so lange dauert? Was macht Ihr eigentlich mit dem alten Lötzinn, wenn es denn dann mal flüssig ist? Benutzt ihr das wieder mit (also einfach Ader dran und gut) oder ist das ein NoGo und wird erst mit einer Pumpe abgezogen? Danke Euch schon mal im voraus