3D-Drucker: wie geht das?

OP #2218747
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Hallo,

hier gibt es einen sehr interessanten 3D-Drucker:
http://hackaday.com/2011/04/01/3d-printer-gets-a-big-resolution-improvement/

Er funktioniert, indem er mittels eines DLP-Beamers einfach ein 
nah-UV-Bild auf den Boden eines Gefäßes mit lichthärtendem Harz 
projiziert.
Weiß jemand, wie das Ding es schafft, dass die Form nur an der Oberseite 
klebt, und nicht an der Unterseite auch? Wie wird Glas und Polymer 
getrennt gehalten?
Persönliche Seite #2218802
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Irgendwie erinnert der mich an den anderen 3D-Drucker mit Flüssigharz, 
der "der kleinste der Welt" sein soll.

Funktionieren tut es mit dem Fokus.
Da heißt, dass er das Licht erst dort so stark konzentriert, wo es dann 
auch wirklich hell sein soll.

Glas und Harz braucht er nicht trennen, da es egal ist, ob im unteren 
Gefäß Harz auf dem Glas ist, denn flüssig ist es ja transparent.

Kleben tut es nur oben, da er es nur dort aushärtet.

Mit freundlichen Grüßen,
Valentin Buck
Gast #2218810
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> Weiß jemand, wie das Ding es schafft, dass die Form nur an der Oberseite
> klebt, und nicht an der Unterseite auch? Wie wird Glas und Polymer
> getrennt gehalten?

Eigentlich, bei den richtigen Geräten, wo ein Laserstrahl das Harz per 
UV-Licht härtet, in dem der Laserstrahl davor defocussiert ist und nur 
an der zu härtenden Stelle fokussiert, ausserdem in dem 2 Strahlen sich 
an eben egnau einem Punkt überlagern und damit die Intensität noch mal 
verdoppeln.

Hier: Wohl in dem noch flüssigen Harz nachströmt. D.h auch das Harz am 
Boden wird zwar beleuchtet/durchleuchtet, weil es aber in Bewegung ist 
bekommt es nur wenig UV-Licht ab. An der Oberfläche des in das Harz 
hängenden Gegenstandes ist die Spülbewegung des Harzes aber geringer, 
dort verbleibt es auf Grund der nahen festen Oberfläche an seiner 
Position und damit lange genug um auszuhärten.
OP #2218819
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Aber das würde früher oder später doch das ganze Harz aushärten. Die 
Viskosität würde immer weiter steigen. Auf solche Entfernungen kann man 
nicht sinnvoll defokkusieren, viel zu viel Platz zwischen Projekor und 
Bad.
Könnte es sein, dass die Bodenplatte gekühlt wird und damit die Härtung 
direkt an ihr verhindert? Oder dass sie sauerstoffdurchlässig ist und 
der Sauerstoff die Härtung verhindert? Oder an 
Flüssigkeitsgrenzschichten?
Ein sehr interessantes Detail der Videos ist, dass er 
Fluoreszenzfarbstoffe zusetzt! Die begrenzen die Ausbreitung des blauen 
Lichts und erhöhen die Auflösung. Aber dann kann die Aushärtung 
eigentlich nur direkt an der Grenzfläche erfolgen...
#2218858
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http://blog.makezine.com/archive/2010/10/homemade-high-resolution-dlp-3d-pri.html
make magazine lesen ;D

das is nen modifizierter DLP beamer, damit der auch auf kurzer distanz 
scharfstellen kann

"The resin has to be opaque to prevent “shadowing” from light 
transmitted through the printing layer."

undurchsichtige flüssigkeit, damit immer nur die unterste schicht 
aushärtet, dann fährt das n stück weiter und macht den nächsten layer

is ganz cool.. schafft auch sehr hohe auflösungen ist jedoch nicht uv 
stabil.. nach einiger zeit fängt der kunststoff an sich zu zersetzen.
es ist gut um "schnell" teile mit vorrübergehend guten 
materialeigenschaften her zu stellen um z.b. formen damit zu erstellen 
oder einfach prototypen. sollte jedoch auf seiner uv-empfindlichkeit 
nicht als funktionsteil verwendet werden.
(Firma: Q3) #2221140
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Ich glaube, ich weiss, wie es geht:

1. fülle dünne Schicht Kunstharz in Becken (z.B. 1mm)
2. Belichte VON UNTEN durch die Glasscheibe, es entsteht 1 gehärtete 
Ebene
3. hebe gehärtete Ebene an (z.B. 1mm)
4. fülle Kunstharz nach, bis Oberfläche gehärtete Ebene berührt
Auf diese Weise kann man die 3D-Objekte aus der dünnen Schicht förmlich 
"herausziehen" ...
#2221426
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Also, verstehe ich das richtig?

Das Harz soll in dem 1/10 mm Spalt, zwischen Glasplatte und
fertigem Objekt aushärten?

Da bleiben aber doch zwei Fragen offen.

A, wieso klebt es nicht am Glas fest?

B, selbst wenn es nicht festklebt, könnte der Hubmotor das
   kaum lösen.( Adhäsion)
   ( Eine Lösung könnte sein, daß das fertige Objekt nach
    einigen Punkten jeweils schon 1/100 mm angehoben wird, dann
    entsteht keine Fläche, die sich festsaugt.)

Bleibt aber noch Problem "A"
#2221764
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Hmm, ich bin immer davon ausgegangen das die Eindringtiefe des UV-Lichts 
im Harz 'gering' ist. Es wind ja Absorbiert. Und das man von oben die 
Oberflaeche aushaertet. Die Lage der Oberflaeche muss dass per Pegel auf 
die aktuell notwendige Hoehe eingestellt werden. Am Ende einfach das 
fluessige Harz ablassen...

Belichten von unten hab ich garnich verstanden. Dann belichte ich doch 
immer nur die unterste Schicht und muss das Objekt an Draehten anheben 
oderso??

bye uwe

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