Hallo,
wie genau hast Du denn das Oszi angeschlossen? Kannst Du mal zeichnen,
wie Du es angeschlossen hast? Benutzt Du einen Tastkopf? Das Oszi ist
normalerweise geerdet. Was erscheint sekundärseitig, wenn Du den Trafo
an einen Rechteckgenerator mit variabler Frequenz anschließt??? Der
Generatorausgang soll induktive LAst verkraften können. Was siehst Du
über dem 27 Ohm/82 Ohm Widersatnd gemessen auf dem Oszi?
Falls Du wirklich den 4,7µF-Konmdensator aus deinem Schaltbild
verwendest, kann es sein, daß dieser keinerlei Wirkung mehr bei der
verwendeten Frequenz hat. Er muß unbedingt ein Folientyp sein.
Der Autor hat die Ansteuerung mit Transistoren aufgebaut. Denen macht
der Rückschlagimpuls der Induktivität nichts aus. In dem anderen
Schaltbild, auf das er verweist, dem multipurpose-inverter hat er an die
Ausgänge der IC-Treiber noch Schutzdioden geschaltet, die den Rückschlag
der Induktivität ableiten.
siehe Text des Autors:
"The design of the full bridge and TL494 outputs is such that during
deadtime both primary leads of the GDT will be held low. This is
equivalent to shorting the core, which resets it and allows for flawless
duty cycle generation through a transformer. Toroidal ferrite cores with
high Al value and decent cross-sectional area (50-100mm^2) are excellent
for GDT creation. "
Laut Foto wurde der Gate-Ansteuer-Trafo auf einem runden Ferritkern
aufgewickelt. FETS per Lüsterklemmen angebaut.
Die verlinkte Seite hast Du bestimmt gelesen:
http://thedatastream.4hv.org/gdt_index.htm
Wegen dem alten Oszi brauchst Du dir keine Sorgen machen, das reicht
dafür aus.
Leider gibt der Autor des Schaltbildes keinerlei Angaben zu seinem 1:1:1
Trafo an. Es hatte anscheinend einfach den richtigen auf dem Tisch
liegen.
Der Kern des von dir verwendeten Ferrittrafos muß für den verwendeten
Frequenzbereich passen.
Die 33µH-Spule ist auch nochmal ein neuralgischer Punkt. Sie muß die
ganze Energie speichern können und noch für 16 A ausgelegt sein. Und Du
weißt ja: Die beiden FETs müssen unebdingt mit Totzeit angesteuert sein,
sonst gibts schneller einen Kurzschluß als Du abschalten kannst.
Geschickt wäre die Verwendung eines Stelltrafos beim ersten Einschalten
und/oder einer Strombegrenzung mittels 230V-Glühbirne. Bei platzenden
FETs unbedingt Schutzrille und Gehörschutz tragen! Der 400µF-Kondensator
liefert dir mit Wonne Strom satt in deine FETs, falls etwas schief geht.
Ebenso spielt die Auswahl der 3,3µF-Kondensatoren noch eine wichtige
Rolle. Sie müssen die Leistung abkönnen, die über sie fließt. In den
Leuchtstofflampen sind doch solche MP-Kondensatoren mit entsprechend
großer Bauform drin.
Nur ist so ein Bauvorhaben kein Anfängerprojekt. Bin aber gespannt auf
die Ergebnisse, denn nützlich wäre so ein Teil für mich auch.
Gruß