>Ok, mit der Belichtungszeit, dass werde ich noch rausbekommen. Hast
>Du/Ihr noch einen Tipp wie man rausbekommt wie klein/dünn ich
>Leiterbahnen und Co ätzen kann?
Eigentlich ist das nur von der Auflösung deines Druckers (Ich verwende
einen Tintenpisser mit (teuren) Spezialfolien (20 Stück DIN A4 für
19,95€) und (wichtig) angepassten Druckereinstellungen (Option "T-Shirt
Transferfolie" als Auswahl) abhängig. Hinzu kommt noch die
Abbildungsschärfe die du erreichst (ich lege immer eine fein gesäuberte
UV-durchlässige Glasscheibe über die zu belichteten Platinen (ganz
wichtig!). So komme ich auch ganz kleine Strukturen sauber hin. Aber da
solltest du dich einfach rantasten. Erfahrungen die mir noch so
einfallen:
-Um so kleiner die Platine, desto schneller und einfacher lässt sie sich
-ätzen.
-Je höher die Dosis vom Ätzzeug, desto besser werden die Konturen
(allerdings geben die Hersteller meiner Meinung nach viel zu hohe
Konzentrationen an, ich nehme meisten die Hälfte bis Zweidrittel der
angegeben Menge - hat bisher immer super Ergebnisse gebracht und spart
Geld.
-Entwickler (Natriumhydroxid) ist spot billig und man braucht extrem
wenig -> eine große Dose hält bei guter Lagerung (dunkel und trocken)
ewig.
-Das Volumen des Ätzgerätes sollte möglichst klein, meine selbstgebauten
sind alle nur ca. 6mm dick - das spart wieder bares Geld, da man weniger
Ätzflüssigkeit ansetzen / einsetzen muss.
>Sollte man bestimmte Fälle, also 45°
>Kurven etc., machen?
Ja, ist doch klar - sonst würdest du es ja nicht kennen oder schon mal
gesehen haben? ;) Da ich aber kein Elektriker bin, kann ich dir nur grob
sagen warum man das macht: Man möchte sogenanntes Übersprechen der
Signale verhindern, man möchte verhindern dass sich auß dem
Platinenaufbau heraus Antennen bilden. Oder es sind Signallaufzeiten bei
schnellen Signalen einzuhalten, dann sollten halt alle Leitungen zum
z.B. RAM-Chip gleich lang sein. Aber da gibt es noch jede Menge anderer
Designregeln - viele brauch man bei einfachen Schaltungen nicht
unbedingt beachten, da hilft es halt die Application Notes der
Hersteller zu lesen, da stehen immer gute Tips und Tricks sowie die
Anforderungen an die Platine drinn.
Gruß Jonas