Bei hohen Frequenzen hast Du Verluste durch Skineffekt und im
Dielektikum, die mit zunehmender Frequenz ansteigen. Der Effekt auf eine
Signalaenderung iat, dass die Signalflanken gedaempft qwerden, d.h. die
Anstiegs-/Abfallzeit am Ausgang der Leitung nimmt zu, je hoeher die
Frequenz (und je laenger die Leitung ist). Das kann man dadurch
kompensieren, indem man dem Eingangssignal kuenstlich ein Ueberschwingen
aufpraegt, dass diese Verluste ausgleicht, und/oder dass man dasselbe
auf der Empfaengerseite macht. Dies kann analog erfolgen ("Peaking"),
oder auch digital (d.h. der Spannungshub wird abhaengig gemacht von den
vorausgehenden Bits); letzteres wird als Pre-Emphasis (oder De-Emphasis)
bezeichnet wenn auf der Senderseite, oder Post-Emphasis wenn auf der
Empfaengerseite.
Noch einfacher ist das ganze im Frequenzbereich zu verstehen: Nachdem
die Leitung hoehere Frequenzen staerker daempft, verstaerkt man die
hoeheren Frequenzanteile des Eingangssignals mehr als die niedrigen -
idealerweise ist dann das Produkt von Verstaerkung unf Daempung konstant
= 1 ueber den gesamten Frequenzbereich (in der Praxis natuerlich bloss
bis zu einer bestimmten Maximalfrequenz), oder in anderen Worten, das
Signal wird unverzerrt (im Vergleich zum Originalsignal) uebertragen.
Wolfgang