Hallo, zusammen. Hoffe, Ihr könnt mir helfen.
Bin dabei, ein LED-Display für blaue LEDs zu machen. Habe mir aus
Einzel-LEDs 4 Digits zusammengesetzt.
Alle Ansteuer-Leitungen sind als Open-Drain definiert.
Nach dem einschalten leuchten alle Segmente. Das ist natürlich nicht
schön, weil zuviel Strom fliesst. Es gelingt mir aber nicht, die LEDs
abzuschalten.
Egal, ob ich die Pins auf High oder Low lege, die LEDs leuchten immer.
Wenn ich die Pins, die die Basis ansteuern, auf "1" lege, leuchten die
LEDs etwas schwächer.
Darum wäre meine Frage, ob prinzipiell meine Schaltung so richtig ist
und auch die Definition der Ausgangs-Pins als Open-Drain.
Vielen Dank!
Stephan.
> Alle Ansteuer-Leitungen sind als Open-Drain definiert.
Vom wem ? Von dir ? Ich kenne keinen uC mit echten open drain Ausgängen,
alle haben Schutzdioden, bei allen wären deine LEDs stets an.
> Darum wäre meine Frage, ob prinzipiell meine Schaltung so richtig ist
Wenn es open drain wäre, könnte es gehen, aber die Schutzdioden eines
echten uC-Ausgangs werden dir einen Strich durch die Rechnung machen.
Ausserdem ist fraglich, was du mit 4x75 Ohm meinst. 300 Ohm oder 4
Leitungen ?
5V-3.6V(blaue LED)-0.4V(BC807 in Sättigung) bleiben 1V, durch 75 Ohm
währen 13mA, das schafft meist ein uC-Ausgang, aber wozu 4 x und wozu
dann die Transistoren ?
Wenn du 4-faches Multiplexing machen willst, kommst du mit 13mA nicht
weit, die LED leuchtet dann nur so hell als ob sie mit 3mA versorgt
werden würde. Und aus den 75 Ohm einfach 18 Ohm zu machen klappt auch
nicht weil die 54mA den uC-ausgang überfordern.
Wenn es nicht um Multiplex geht, sind die 1.8mA durch den
Transistorbasisanschluss ausreichend um die 13mA zu schalten.
Wie gesagt, ich zweifle daran, daß es wirklich open drain Ausgänge sind.
Danke, MaWin, für den Tip mit den Schutzdioden.
Da dieser Punkt nicht explizit aus dem Datenblatt des Controllers
hervorgeht (Da steht nur des weiteren, dass sie 5V-tolerant sind), habe
ich einen Call aufgemacht direkt beim Hersteller. Mal schauen, was der
spricht.
Ich melde mich dann wieder.
Stephan.
PS: Die Widerstände sind 4fach-Widerstände mit jeweils 75 Ohm. Das
gesamte Display besteht aus 4 Digits mit jeweils 13 LEDs. Darum braucht
es das muliplexen. Da die blauen LEDs bei den nominalen 20mA sehr stark
leuchten, brauche ich eher sowas um die 5mA pro LED, dann passt die
Helligkeit für meine Anwendung.
Stephan.
> (Da steht nur des weiteren, dass sie 5V-tolerant sind),
Dann haben sie eine 7V Z-Diode (umgedrehte BE-Strecke eines parasitär
mitintegrierten Bipolartransistors) nach Masse, leiten also irgendwo
oberhalb 5.5V und unterhalb 9V auch (denn so genau sind die Ube-Strecken
nicht).
> PS: Die Widerstände sind 4fach-Widerstände mit jeweils 75 Ohm. Das> gesamte Display besteht aus 4 Digits mit jeweils 13 LEDs. Darum braucht> es das muliplexen. Da die blauen LEDs bei den nominalen 20mA sehr stark> leuchten, brauche ich eher sowas um die 5mA pro LED, dann passt die> Helligkeit für meine Anwendung.
Da hat aber jemand gepennt.
Selbst wenn es 5mA pro LED sind und akzeptable 20mA pro uC-Ausgang,
bleiben 260mA von jedem Transistor zu schalten, - und die schaltet man
nicht mit 1.8mA Basisstrom. Aus 2200k müssten 150 Ohm (oder 220 Ohm)
werden und über 20mA vom uC nach Masse geschaltet werden können.
Jedesmal dasselbe, absolute Mathegrundlagen werden nicht beherrscht, bei
Multiplex glaubt jeder daran daß perpettum mobile schon lange erfunden
sind.
Hallo, Hans.
Der Controller ist ein Z8F1602AR020SC von Zilog. Danke für Deinen
Hinweis.
Die Werte bei den Widerständen sind noch nicht fix. So viel Strom darf
da nicht fliessen. Im Moment beschäftige ich mich auch nicht mit den
absoluten Werten der Widerstände, sondern damit, dass die LEDs sich
nicht abschalten lassen.
Stephan.
> Im Moment beschäftige ich mich auch nicht mit den> absoluten Werten der Widerstände, sondern damit,> dass die LEDs sich nicht abschalten lasse
Vielleicht solltest du dich mit einer Gesamtlösung
beschäftigen, statt mit Einzelbaustellen,
die sich nachher nicht zu einer funktionfähiger
Gesamtlösung zusammenfassen lassen.