Gast
#2327111
Hallo, ich habe ein kleines Verständnisproblem: und zwar bin ich gerade dabei ein OFDM Übertragungssystem in Matlab zu realisieren. Meine Frage bezieht sich auf den Empfänger, genauer auf die Kanalschätzung: Prinzipiell läuft es ja wie folgt: mein OFDM Symbol OFDM_Sym_tx wird über einen Multipath-Fading Kanal geschickt sowie mit AWGN Rauschen beaufschlagt, am Empfänger erhalte ich dann OFDM_Sym_rx. Daraus extrahiere ich dann an bestimmten Stellen (auf bestimmten Subcarriern) meine Pilotsymbole pilot_rx. Dasselbe mache ich (bzw habe ich am transmitter gemacht) für die gesendeten pilotsymbole pilot_tx. für meine kanalschätzung erhalte ich nun : H=pilot_rx/pilot_tx dann wird interpoliert für die subcarrier die zwischen den pilotsymbolen liegen und ich habe meine kanalschätzung für das ganze ofdm symbol. nun ist das berechnete 'H' ja nicht die eigentliche Kanalübertragungsfunktion, sondern die verrauschte 'H_schlange'. Jetzt hab ich gelesen es gibt den ansatz z.b. mithilfe eines wiener filters vor der interpolation von H_schlange erst noch das Rauschen herrauszurechnen um eine bessere schätzung der tatsächlichen übertragungsfunktion H zu erhalten. die frage ist nun wieso man das macht? wenn ich doch auch nur die verrauschte Übertragungsfuktion interpoliere hab ich doch gerade dann meinen kanal invertiert und kann eine schätzung der gesendeten daten aus den empfangenen vornehmen. d.h. mit pilot_rx/H_schlange=pilot_tx hab ich doch die verzerrungen durch den kanal komplett rückgängig gemacht oder? und daran angeschlossen noch eine 2te frage: hab ich es richtig verstanden das man bei ofdm keinen equalizer braucht da ja keine inter-symbol-interferenz auftritt(bei ausreichender Cyclic Prefix länge)? thx, das wiener_wuerstchen