Temperaturproblem LM317

Gast #176780
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Also es ist egal welchen Regler (Längsregler) Du nimmst.
Es wird immer die gleiche Leistung in Wärme umgesetzt.

Wieviel Wärme ein Kühlkörper wegbringt hängt von dessen thermischem
Widerstand und den Umgebungsbedingungen ab.

Was etwas bringt ist ein Schaltregler, da dieser die nicht
benötigte -Spannung- nicht in Wärme umsetzt.

Kurt
Gast #176781
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Danke erstmal!

Wo bringt der Schaltregler die dann hin?

Problem ist, dass jetz schon 100 Platinen gemacht sind - sau blöd (-->
ich) gelaufen!

Naja 7V runter bei ca 1A macht beim derzeit verwendeten 38W/K
Kühlkörper im besten Fall +266 Grad - und das ist definitiv zu warm.

Weiß jetz auch nicht mehr weiter.
Gast #176782
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Mit diesem Kühlkörper liegt die maximal zulässige Differenz zwischen In
und Out bei ~2V, also grad an der Droprout-Grenze des Reglers. Wenn Du
also die Platine nicht im Ölbad betreibst, wirst Du nicht umhin kommen,
entweder den Regler dort raus- oder die Platinen wegzuwerfen.
Gast #176783
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Also was Pinkompatible kann ich wohl vergessen. und mit fliegender
Verdrahtung wird wohl auch nichts zu machen sein ...
Ach ja ... zu erst denken - dann machen! Wie oft hatte ich das schon -
aber ich konnte mir den Spruch bis jetz nie merken ...
Gast #176784
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Ein leidlich guter Schaltregler mit einem Wirkungsgrad von 80% muss zwar
nur 2,4W vernichten - aber auch das wird er mit diesem Kühlkörper nicht
schaffen. Und mehr Platz braucht er ohnehin, die Drossel muss
schliesslich auch irgendwo hin.

Wenn Du also die Platinen retten willst, wirst Du die 3 Beine des
Reglers in Kabel zu einer separaten Platine umwandeln müssen.
Gast #176785
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Also, die Wärme kannst Du nicht in Luft auflösen. Mit der musst Du
leben.

Es gibt aber evtl. einen Ausweg für Dich: Einen (Leistungs)Widerstand
vor Deinen Spannungsregler setzen. Der entlastet dann die
Spannungsregler.

Berechnen tust Du den Widerstand so:

     Minmale Spannung vom Trafo - Minimal Spannung am Regler
R = ----------------------------------------------------------
                       Maximaler Strom

Also z.B. (12 V - 8 Volt) / 1 Ampere = 4 Ohm

Dann werden am Widerstand 4 Watt verheizt, um am Regler (Bei 5 Volt
Ausgangsspannung) "nur" noch 3 Watt.

Musst eben mal schauen, was Dein Spannungsregler mindestes für eine
Eingangspannung benötigt. Wenn die zu hoch ist, kannst Du nach einem
Pinkompatiblen Low-Drop-Spannungsregler suchen. Dann kannst Du mehr
Leistungs am Widerstand vernichten, weil der Widerstand größer sein
kann.

Aber die Wärme hast Du so oder so. Aber der Widerstand ist robuster und
nicht so zimperlich...
Gast #176787
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@Unbekannter: Solange er einen Kühlkörper verwendet, der dem Regler
nicht mehr als 2W zugesteht, ist auch mit einem Vorwiderstand kein
Blumentopf zu gewinnen. Allenfalls mit Low-Dropout-Regler und sehr
genauer Dimensionierung.
Gast #176788
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Der Vorwiderstand bringt auch nichts, wenn er im selben Gehäuse wie der
Spannungsregler sitzt. Je nach Gehäusegröße und Belüftung könnte die
Lufttemperatur im Gehäuse dann auf >> 100°C ansteigen.
Gast #176798
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Jetzt muß ich mich auch nochmal einklinken ...
Wenn der LM im Überlastungsfall die Spannung runterregelt, dann ist ja
die Differenzspannung noch größer und somit auch die Verlustleistung.
Dann bruzzeltz ja noch mehr ...
Gast #176799
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Nein, denn - einen ohmschen Verbraucher angenommen - bei sinkender
Ausgansspannung fliesst weniger Strom durch die Last...

Die Diskussion, ob es sinnvoll ist irgendwas mit ner Spannung zu
"laden" die dafür zu gering ist, ist allerdings müßig ;-)
Gast #176800
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"Dann bruzzeltz ja noch mehr"

er macht dann soweit zu dass "kein Strom" mehr fliesst.
Dadurch sinkt die in Wärme gewandelte Leistung
und er kühlt wieder ab.
Soll heissen, es stellt sich ein Gleichgewicht ein.

Kurt

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