Gast
#2444147
Hallo zusammen! Ich möchte jetzt auch gerne mal einen BLDC-Motor zum Laufen bringen und möchte mich daher gerne in die Materie einarbeiten. Ich habe mir schonmal die Hardware auf nem Breadboard zusammengesteckt (3x Halbbrücke mit Ansteuerung durch uC) - das läuft generell auch, jedoch habe ich noch ein paar Probleme mit dem gescheiten Hochdrehen des Motors. Ich habe hier einen Modellbau-BLDC und eine alte Festplatte, aus der ich die Anschlüsse für den Motor herausgeführt habe. Als Ansteuerung benutze ich das Launchpad von TI. Jetzt wollte ich die beiden Motoren erstmal auf Drehzahl bekommen, also habe ich mir erstmal einen Timer-Interrupt gemacht, der die Phasen umschaltet. Das ganze läuft noch ohne PWM und ohne BEMF-Erfassung - einfach ein Drehfeld mittels Timer. Beide Motoren bekomme ich generell auch zum laufen, aber es gehen nicht beide mit den gleichen Einstellungen. Problem hierbei ist auch die große Stromaufnahme, da gerade für den Modellbau-Motor meine Versorgung nicht mitmacht. Also erstmal die Festplatte - wenn ich den uC mit 1MHz takte und den 16Bit-Timer benutze, dann kann ich den Motor anlaufen lassen, indem ich mittels eines Tasters den Compare Wert immer weiter verkleinere (von 65000 beginnend) - die Frequenz wird also immer schneller. Der Motor zieht jedoch sehr viel Strom am Anfang, was ja auch verständlich ist. Der Motor zuckt am Anfang nur und beginnt irgendwann mit dem Drehen...immer schneller, bis er bei einem Schritt plötzlich aussteigt und nurnoch das Drehfeld hörbar weiterläuft. Die Stromaufnahme beträgt zu diesem Zeitpunkt ca. 2,8A - das ist ja auch viel zu viel...mehr als 10min kann ich dem Motor nicht zumuten, der riecht dann schon. Auf der Platte stand ein Verbrauch von unter einem Ampere - die Drehzahl ist also noch viel zu gering, aber wie gesagt, er steigt plötzlich aus. Der Modellbau-Motor kann auch mit dem Timer bei 16MHz Takt betrieben werden - der macht das mit, die Festplatte ist dafür zu träge. Aber ich möchte erstmal bei der Festplatte bleiben. Wie bekomme ich das jetzt hin, dass die Platte auch weiter hoch dreht? Ich habe von dem ganzen noch nicht viel Ahnung - durch die ganzen AppNotes weiß ich immerhin schon, wie er angesteuert wird und das geht prinzipiell ja auch. Ach ja - ist es normal, dass der Festplattenmotor auch mit nur zwei angeschlossenen Phasen ordentlich dreht? Der Motor hat 4 Anschlüsse, ich habe gelesen, einer sei der Sternpunkt - diesem habe ich versucht, durch ohmsche Messungen zu ermitteln...ich konnte einen Unterschied von ca. einem halben Ohm feststellen. Alle drei Anschlüsse haben zu diesem Anschluss 2,3R und über zwei Phasen liegen ca. 3,3R an. Ich weiß nicht, ob ich mich vom Messgerät verarschen lasse, oder ob das Ding ggf. doch anders verschaltet ist, aber generell dreht er sich. Kann mir vielleicht mal jemand einen Tip zur weiteren Vorgehensweise geben? Danke!