Gast
#2446964
Hallo allerseits, ich habe eine kleine Verstaendnisfrage, zu der ich mal euren Rat brauche: Momentan experimentiere ich zum Verstaerkerbau mit einigen Baluns herum und muss deren Eigenschaften bestimmen. Unter anderem Einfuegungsdaempfung und das Symmetrierverhalten. Dafuer steht mir ein Netzwerkanalysator mit 50Ohm Ports zur Verfuegung. Balanced: Port1, Unbalanced: Port2 und 3 Beim 1:1 Balun ist die Sache noch relativ durchsichtig: Ich vermesse alle moeglichen Pfade, wobei der jeweils Unbenutzte mit 50 Ohm abgeschlossen wird und kann dann z.B. mit S21/S31 berechnen, wie gut der Balun symmetriert. Klar ist dabei, dass der Balun selbst eine gewisse Fehlanpassung sieht, weil eine Seite (BAL) immer 100 Ohm, statt der erwarteten 50 sieht. Das macht aber offenbar zumindest fuer die Bestimmung der Balance so nichts, weil S21 und S31 ja nur die tatsaechlich in Port1 hinein gelaufene Leistung beruecksichtigen. Die Fehlanpassung duerfte ja somit nur dann ins Gewicht fallen, wenn ich beispielsweise S11 fuer Gegentaktsignale bestimme. Denn fuer diese sieht man in Port1 durch den Balun hindurch ja 100 statt 50 Ohm. Irgendwie laesst sich das aber sicher auch rechnerisch wieder korrigieren, wenn man Reflexion und Transmission aller 6 Pfade kennt, oder? Etwas verworrener wird die Sache nun, wenn ich Baluns mit Transformationseigenschaft vermessen moechte. Wie gehe ich hier am besten vor? Kann ich einfach weiter brav mit 50 Ohm abschliessen? In meinen Augen waere es bei einem 50OhmBal->2x6.25OhmUn die Unbalanced Ports durch Festwiderstaende so "vorzubelasten", dass sie zusammen mit den 50 Ohm (entweder NWA Eingang oder der 50 Ohm Abschlusswiderstand) dann letztendlich ihre Traumimpedanz gegen Masse sehen. Vielleicht kann irgendwer etwas Licht in die Sache bringen :) Viele Gruesse André