Ich hab folgende Daten:
Vin=12V
rL=100m (Drosselwiderstand)
RLast=4.8Ohm
Uout=48V
Wie welchem Dutycycle d wird die maximale Ausgangsleistung erreicht? Wie
hoch ist diese?
Es muss nur der Drosselwiderstand brücksichtigt werden, Mosfet und
Diode(Mosfet) nehme ich vorerest als ideal an (sind auch um Faktor 20
niedrohmiger).
Die übertragbare Leistung ist bei idealen Bauelementen prinzipiell
unbegrenzt.
In der Realität wird sie vor allem limitiert durch den Sättigungswert
der Spule und den Flussverlusten der Diode. D.h. für deine reale
Betrachung solltest du dir die Stromform zeitlich (statisch) berechnen
und dann die Verluste abschätzen und insbesondere den Peak des Stromes
beobachten.
Unter der Annahme, das dein Konverter tief im CCM arbeitet (Strom ist zu
Anfang und zum Ende einer Schaltperiode verschieden von null), ist der
Tastgrad fest vorgegeben mit:
Delta = (ua-ui)/ua=36V/48V=0,75
Ausgehend davon kannst du dir nun die Stromform berechnen, insofern
Schaltfrequenz und Induktivitätswert gewählt wurden.
Die induktivität ist groß genug das der Wandler im CCM bleibt. Es ibt
keine Diode sondern niederohmige Mosfets dessen Widerstand viel kleiner
als die Drossel ist.
Auf deine Kindergarten Berechnung mit 0,75 Dutycycle 1/(1-d) bin ich
auch gekommen, nur das kann einfach nicht stimmen. Ich habe extra den
Drosselwiderstand von 100Ohm mitangegeben. Wie hoch ist die Maximale
Leistung die man mit der Drossel rausziehen kann?
Noch mal die Daten:
- Vin=12V
- rL=100m (Ohmscher Drosselwiderstand)
- RLast=4.9Ohm
Lastwiderstand ist 4.9Ohm (satt 4.8)
Wieviel Watt kann man mit 4.9Ohm Lastwiderstand und einem
Drosselwiderstand von 100mOhm bei 12V Eingangsspannung unter Annahme
idealer Halbleiter und nichtsättigender Drossel aus dem Boostkonverter
ziehen?
Falls du das ESR meinst, dann wird die Leistung halt durch die RMS
Verluste in der Spule limitiert. Falls diese deiner Meinung nach nicht
sättigt. Du kannst dir ja auch in LTSpice nen Boost anschauen, dazu gibt
es hunderte ICs von LT.
>Falls du das ESR meinst, dann wird die Leistung halt durch die RMS>Verluste in der Spule limitiert.
Ja ESR der Spule.
Das die Leistung begrenzt wird, dass ist mit auch klar. Deshalb auch die
Frage. Aber wenn du es weist, dann sag doch einen Zahlenwert. Wieviel
Watt. Und simulieren will ich nicht, kann ja jeder (und wenn mach ich
mit nicht den Umstand eines Ics). Aber ich möchte es berechnen können.
Das kann doch nicht schwer sein (ja für mich als Anfänger schon).
Hier gibts doch viele selbsternannte Leistungselektroniker...
Also, die Spule wird 1/4 der Zeit entlanden und 3/4 der Zeit geladen.
Der Ausgangsstrom ist 10A, der Ladestrom ist 13A. Und jetzt kommt nach
der ESR der Spule hinzu ... Dann wird der Lastwiderstand erniedrigt.
Mach mal.
Sneim schrieb:
>Delta = (ua-ui)/ua=36V/48V=0,75
Es sollte dir einleuchten, dass diese Berechnung bei nur 4.9Ohm Last
(also 470W Ausgangsleistung) und 100m in der Drossel nur Unsinn sein
kann...
>Also, die Spule wird 1/4 der Zeit entlanden und 3/4 der Zeit geladen.
Aber nicht wenn man die Maximalleistung aus dem Wandler zieht.
>Der Ausgangsstrom ist 10A
Es können mit diesem Drosselwiderstand niemals 10A durch 4.9Ohm Last
fließen.
Der Eingangsstrom beträgt bei Maximalleistung schon 60A.
MFG
Fralla schrieb:
>Der Eingangsstrom beträgt bei Maximalleistung schon 60A.
Ist das nicht sehr hoch?
>Es können mit diesem Drosselwiderstand niemals 10A durch 4.9Ohm Last>fließen.
Hallo Fralla,
Du scheinst es ja zu wissen, also wie hoch ist die Maximalleistung? Und
wieso?
Bei einem idealen Converter, der aus 12V 48V macht und 10A am ausgang
haben muss, benoetigt sodann 40A am Eingang. Weil 10A*48V = 40A*12V
Nun muss der gesammte Eingangsstrom aber waehrend 3/4 der Zeit erbracht
werden, macht also /0.75 macht 53A, ohne verluste bei recheteckigem
strom. Dh mit dreieckigem strom wird's schon 60A
>Bei einem idealen Converter, der aus 12V 48V macht und 10A am ausgang
haben muss, benoetigt sodann 40A am Eingang
Ideal weiß ich selbst auch. Es geht um den realen mit 100m
Drosselwiderstand.
>Nun muss der gesammte Eingangsstrom aber waehrend 3/4 der Zeit erbracht>werden, macht also /0.75 macht 53A,
Selbst beim idealen Boost Konverter stimmt das nicht. Denn wenn 10A am
Ausgang sinds 40A am Eingang und nicht mehr. Nichts mit /0.75!
Da steht immer noch Tastverhältniss 75%,was nicht stimmen kann wenn man
die Drossel berücksichtigt. Vergiss mal die 48V.
Die Last hat 4,9Ohm, die Drossel 100m und Uin=12V. Wieviel Watt kann man
maximal rausziehen? Klare Frage.
Und um wieviel ist der Strom größer als beim idealen Wandler? Und nicht
den Spitz des Dreiecks angeben (die Drossel ist hinreichend groß das der
Strom als konstand angenommen werden kann) den linearen Mittelwert.
Fällt niemanden etwas auf?
48V kann der Wandler selbst mit idealen Halbleitern niemals an 4.9Ohm
erreichen. Mehr als 360W bei 42V ist pysikalisch absolut unmöglich. Mehr
als Faktor 3,5 kann der Wandler die Spannung nicht hochboosten. Erhöht
man weiter das Dutycycle so steigt der Eingangsstrom(=Eingangsleistung)
während die Ausgangsleistung aber wieder abnimmt. Bei Pout=360W ist der
Peak erreicht. Und die Schulbuchformel 1/(1-d) stimmt hier nicht mehr.
Denn bei 42V ist das Dutycycle nicht d=71,5%. Wenn ein Widerstand dabei
ist, und die Drossel ein R-L Glied ist, kann man eben nicht mehr mit den
einfachen Dreiecken/Trapezen und linearen Rampen rechnen...
Das bei maximaler Leistung schon Leistungsanpassung mit dem
Drosselwiderstand vorliegt, und somit die doppelte Leistung aufgenommen
wird, sollte auch klar sein. Also praktisch unrealistisch, aber eine
theoretisch völlig korrekte Fragestellung.
>>Der Eingangsstrom beträgt bei Maximalleistung schon 60A.>Ist das nicht sehr hoch?
Stimmt schon so, bei 60A sind 720W am Eingang, somit die doppelte
Peak-Ausgangsleistung. Leistungsanpassung gilt auch in der
Leistungselektronik (nur machts keinen Sinn wenn der Wirkungsgrad 50%
Beträgt)
>Nun muss der gesammte Eingangsstrom aber waehrend 3/4 der Zeit erbracht>werden, macht also /0.75 macht 53A,
Der Eingangsstrom ist genau der Drosselstrom. Immer und unabhängig vom
Dutycycle, zumindest bei Boost Konverter um den es hier geht.
Finds immer wieder Lustig wie manch Leute bei einer genau definierten
Frage (Uin, RL, RLast gegeben, Pout,max gefragt) drum herumreden anstatt
konkrete Antworten zu geben. Maximalleistung ist exakt 360W und fertig.
MFG Fralla
>Mich würde mal interessieren, wie du auf die 360W kommst bzw. Das bei>42V Ende ist?
Weil bei weiterer Erhöhung der Spannung und damit der Leistung
(R=const)immer mehr Spannung an der Drossel abfällt(Eingagsstrom
steigt), sodass für den Ausgang nichts mehr übrig ist.
>Alles eine Frage einer Simulation...
Bei Leistungsanpassung ist schluss, mehr Leistung geht nicht. Da braucht
man gar nichts simulieren. Aufgrund des Spannungsabfalls an der Drossel
ist auch klar, dass bei 42V ein höheres Dutycycle notwendig sein muss.
Kann man auch berechnen und muss nichts simulieren...
MFG Fralla
>48V kann der Wandler selbst mit idealen Halbleitern niemals an 4.9Ohm>erreichen. Mehr als 360W bei 42V ist pysikalisch absolut unmöglich. Mehr>als Faktor 3,5 kann der Wandler die Spannung nicht hochboosten.
Danke, Genau das wollte ich wissen. Es gibt also ein absolutes Limit und
d=0,75 stimmt nicht. Kannst du mir noch das dutycycle sagen, welches für
42V notwendig ist nennen? Die 71,5% sind ja falsch. Und welche Spannung
kommen bei d=0,75 aus dem Wandler? Wovon hängt der Wirkungsgrad ab? Von
den Spannungen? Wiederständen? Dutycycle?(eine exakte Formulierung µ(..)
) nicht "von den Drosselverlusten" oder so blala.
>Es gibt also ein absolutes Limit
Exakt, Die Maximalleistung hängt nur allein von der Eingangsspannung und
dem Drosselwiderstand ab. Weder von Ausgangsspannung, Lastwiderstand
noch Dutycycle. Um genau zu sein gilt: Pmax = Uin²/(4*rL).
>Kannst du mir noch das Dutycycle sagen, welches für>42V notwendig ist nennen?
d=85,7143% Dabei fließen 60A in den Wandler, welche an der Drossel für
360W(=Ausgangsleistung) Verluste sorgen.
>Und welche Spannung kommen bei d=0,75 aus dem Wandler
Uout=36,1846V bei einem Wirkunsgrad von 75,38%
>Wovon hängt der Wirkungsgrad ab?
Dieser hängt nur vom Lastwiderstand, dem Drosselwiderstand und dem
Dutycycle ab, von sonst nichts -> µ=µ(d,rL,Rlast). Je kleiner das
Dutycycle umso höher der Wirkungsgrad. Klingt komisch, ist aber so wenn
der Wandler nur mit ESR modeliert wird. Bei d=0 ist er nicht definiert
(div durch 0, also was für die Philosophen).
MFG Fralla
Hi Fralla!
>>Kannst du mir noch das Dutycycle sagen, welches für>>42V notwendig ist nennen?>d=85,7143% Dabei fließen 60A in den Wandler, welche an der Drossel für>360W(=Ausgangsleistung) Verluste sorgen.
Sehr interessant deine Ausführungen und vorallem hast du als einziger
die Abhängigkeiten präzise formuliert (das was mich intersiert hat).
Dass die Maximalleistung von Dutycycle unabhängig ist und nur von
Eingangsspannung und Drosselwiderstand abhängt und dabei Anpassung
vorliegt war mir neu. Die Ströme sind in der Simulation bei nierigem
Wirkungsgrad weit von linearen Rampen entfernt. Wie rechnest du?
Es scheint als sind die Zahlenwerte so gewählt, dass einfache Ergebnisse
herauskommen. Eine Hausübung?
>Die Ströme sind in der Simulation bei nierigem Wirkungsgrad weit von >linearen
Rampen entfernt
Zum rechnen zwei Tipps:
1. Bei der Wirkungsgrad/Leistungsbetrachtung braucht man die
Induktivitäten, Kapazitäten nicht berücksichtigen da nur der
"steady-sate" betrachtet wird. Rechne nur mit linearen Mittelwerten und
L ist ein Kurzschluss, C offen. Das ein Dreieckartiger Strom mehr RMS
Verluste macht ist klar, jedoch wenn weit im CICM ist der Unterscheid
nicht groß. (Wenn man wil kann man dem linearen Mittelwert noch den
Riplle Überlagern)
2. Jeder PWM Wandler ist nur ein DC-Transformator.
MFG
>Es scheint als sind die Zahlenwerte so gewählt, dass einfache Ergebnisse>herauskommen. Eine Hausübung?
Ja so in der Art.
>1. Bei der Wirkungsgrad/Leistungsbetrachtung braucht man die>Induktivitäten, Kapazitäten nicht berücksichtigen da nur der>"steady-sate" betrachtet wird. Rechne nur mit linearen Mittelwerten und>L ist ein Kurzschluss, C offen. Das ein Dreieckartiger Strom mehr RMS>Verluste macht ist klar, jedoch wenn weit im CICM ist der Unterscheid>nicht groß. (Wenn man wil kann man dem linearen Mittelwert noch den>Riplle Überlagern)>2. Jeder PWM Wandler ist nur ein DC-Transformator.
Die Ergebnisse sind richtig, danke!
Doch wie sieht dies Grafisch aus?
>Legst du auch so einen Ton an den Tag, wenn dir jemand gegenübersteht?
Was meinst du? Ich war etwas genervt, denn so schlaue Aussagen wie "die
Leistung wird durch die Verluste oder Sättigung limitiert" helfen gar
nicht, bzw gelten immer und bei jedem Wandler.
>Rechtschreibung scheint auch nicht gerade deine Stärke zu sein...
Das ist wohl war.
Das kam eben recht frech rüber für einen Mitleser und ich für meinen
Teil kann sehr übel reagieren, wenn mir fremde Menschen in der
Wirklickeit so begegnen.
Es gibt ganz wenige Foren, wo die meisten Beiträge qualifiziert sind und
die Leute ordentlich miteinander umgehen.
Ich schätze mal auch hier sind 90% der User irgenwelche Wichtigtuer, die
zwar viel wissen, damit jedoch überhaupt nichts anfangen können, mit der
Zeit kriegt man ein Gespür wer echt Ahnung hat , praktische Erfahrung
hat von dem was er redet.
Gruss
>Ich schätze mal auch hier sind 90% der User irgenwelche Wichtigtuer, die>zwar viel wissen, damit jedoch überhaupt nichts anfangen können, mit der>Zeit kriegt man ein Gespür wer echt Ahnung hat , praktische Erfahrung>hat von dem was er redet.
Stimmt auch. Aber es gab ja dann doch jemanden, der als einziger alle
meine Fragen beantworten konnte....Vielen Dank nochmal!