Hi! Ich suche für ein kleines Projekt ein Positioniersystem auf Funkbasis. Dabei geht es darum, in einem würfelförmigen Raum von max. 20 m Kantenlänge die Position eines Objektes (meinetwegen gekoppelt mit Sender od. Empfängerhardware) festzustellen. Die "Auflösung" sollte so bei 1 bis 10 Zentimetern liegen. Bisher habe ich das versuchsweise in Matlab per webcam und motion-capture gelöst (ir-bacons, tracking mit webcam). Sehr einfach und bequem, nur ist nun das Problem dass Gegenstände im Raum auftauchen können(bis zu 4 Sperrholzwände hintereinander). Meine Idealvorstellung wäre: 1. Platine (am Objekt befestigt) 2. Platine (am Computer) -> Platinen tauschen sich irgendwie aus, dann gibt die 2. am Computer über serielle schnittstelle relativ zu sich selbst die Position der 1. Platine aus Gibt es eine billige fertige Lösung für so etwas? Alternativ könnte ich mir auch vorstellen, sowas selbst zu improvisieren (z.B. eine Art Kreuzpeilung nach dem Leuchtturm-Prinzip), aber wenn es das fertig zum Studentenbudget gäbe, wäre das natürlich toll. Grüße CPL
vergiss es, Da wirst du nicht mal mit Microwellphasendetektoren hinkommen. Dein Ansatz scheitert an den Physikalischen Grundlagen, als da wären Wellenlänge, Interferenz, Mehrwegortung. Entweder dein Bot lernt koppeln (Vektoraddition), was mit bodengekoppelten Bewegungssytemen leicht ist, oder du musst den Boden mit einem magnetischen Raster auslegen, auf dem er sich orientieren kann. Laufzeitdifferenzen auf so kleinem Raum sind auch nicht leicht zu auszuwerten, wenn Hindernisse nicht in die Signalwegberechnung aufgenommen werden können. Namanste
Gast
#2557588
Ich beschäftige mich u.a. mit Indoor Lokalisierung und sehe momentan keinen technischen Lösungsansatz mit Funk eine solche Auflösung zu realisieren. Es gibt ein System auf 2.4GHz Funkbasis für ca 10000.- Euro (kann man in der Smart Factory in Kaiserlautern live sehen) mit dem man Auflösungen im Bereich von ca 3 m erreichen kann in einer Zellengrösse von 20mx20m. Es gibt ein Projekt auf Funkbasis von der Uni in Rostock mit Auflösungen im Bereich eingen Metern. Hier stecken jedoch auf Mannentwicklungsjahre drin. Ein Bezug von Komponenten gibt es. m.W. nicht. Die Firma Agilion bietet ein System auf 2.4GHz Funkbasis an, dessen Genauigkeit und Entwicklungsstand ich aktuell nicht überblicke. Die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit haben mich vor ca 1 Jahr nicht überzeugt. By the way: Indoor GPS funktioniert aus prinzipiellen natürlich nicht. Eine relativ wichtige Frage ist auch die Aktualisierungsgeschwindigkeit. Wenn man viel Zeit hat bis sich ein solches System einen reproduzierbaren Wert liefert hat kann man die Genauigkeit erhöhen.
Na, scheint ja echt nicht so einfach zu sein. @Herr J.: Koppeln kann er bereits, sogar im dreidimensionalen. Das angedachte System ist überhaupt nur dazu da, die Koppelfehler zu beseitigen. @Thosch: ja GPS hab ich garnicht erst in Erwägung gezogen. Wäre mir auch eh zu ungenau. Ich kenne diverse optische Systeme, die das problemlos erledigen (teils mit sub-mm-Auflösungen in Räumen von Lagerhallengröße), allerdings sind ALLE auf direkte Sichtverbindung ausgelegt (was bei mir nicht infrage kommt). Zudem bräuchte ich schon Aktualisierungsraten von min. 0.3 Hz, da das in ne regelung reingeht. Ok, mit Studentenbudget scheint das nicht kaufbar zu sein. Dann überleg ich mir was anderes. Dennoch danke für alle Antworten.
@ Andreas, Hast du freie Sicht nah oben ? Könntest du eine Optik zum Hallendach ausrichten? Dann kannst du im beibringen die Hallendeckenstruktur als Orientierungspunkte auszuwerten. Drei Fixpunkte geben einen dreidimensionalen Standort. Erfordert allerdings so etwas wie eine kopfstehende optisch Maus oder wenns aufwendiger sein darf mache es mit Videobjekterkennung. Am besten er kann seine Fixpunkte autonom auswählen. Viel Glück
(Ultra-) schall wäre auch noch denkbar, aber die Reflexionen in einem Raum hängen sehr stark von der Beschaffenheit der Wände ab. Der zu Ortende sendet US-Piepser und drei Mikros empfangen. Der DSP im Empfänger könnte dann die Reflexionen rausrechen und per Laufzeiten orten. Um eine Zeitreferenz zu bekommen, könnte der Sender zeitgleich einen Funkpieps piepsen.
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