Spule - Ftest angabe

Gast #2578875
Lesenswert?

Alle Ferrite haben einen deutlichen Frequenzgang der Induktivität. Je 
nach Sorte kann das dazu führen, dass sie bei höhen Frequenzen ihre 
Induktivität auf Bruchteile des Nennwertes reduzieren oder nur noch als 
ohmsche Verluste arbeiten.

Die Eigenresonanz solcher Spulen entsteht durch kapazitive Effekte, weil 
bei den kunststoffgebundenen Ferriten durch das hohe ε_r des 
Bindematerials die Wicklungskapazität sich erhöht. Jenseits der 
Eigenresonanz gibt es dann eine kapazitiven Bypass statt induktiver 
Drosselwirkung. Da der Hersteller angeben ist, kann man das in seinen 
Datenblättern fein nachlesen.
#2579090
Lesenswert?

Hallo,

die 77A hat durch die mehrlagige Wicklung eine sehr hohe parasitäre 
Kapazität. Brauchbar nur von ca. 1,8-8 MHz.

Falls Du den Strom von 2,5A nicht unbedingt benötigst, würde ich eher 
die MESC 100µ empfehlen. Die hat eine einlagige Wicklung und die 
Eigenresonanz beträgt 20MHz. Die Impedanz der MESC 100µ beträgt zwischen 
1,8 und >50 MHz mehr als 1kOhm.

Bei höherem Strombedarf evtl. 2 x 40 µH in Reihe schalten, dann gehen 
auch 2A drüber.

>Spannungsfestigkeit
Kupferlackdraht hat normalerweise eine Durchschlagsfestigkeit von ca. 
1kV. Bei höheren Anforderungen würde ich selberwickeln, auf Ringkern mit 
Teflonisolierung. Teflon hat ein Er=2. Da liegt dann die Eigenresonanz 
in der Regel noch deutlich höher.

>Kann mir jemand sagen, wie das aufgebaut ist?
Auf jeden Fall muß der DC-Pfad noch mit Cs abgeblockt werden.

>in seinen Datenblättern fein nachlesen.
Leider steht das so nicht drin, es gibt aber Kurven, und ganz zufällig 
sind die 100µH eingezeichnet.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren