Vielleicht nochmal kurz zusammengefasst: Man tastet mit einer hohen
Geschwindigkeit ab, Quantisierungsrauschen verteilt sich gleichmäßig
über den gesamten nutzbaren Frequenzbereich (f < fs/2), je höher die
Abtastfrequenz ist, desto geringer ist daher der Anteil des Rauschens,
der ins Nutzsignal reinfällt.
Das ganze kann man jetzt Tiefpassfiltern, so dass nur das Nutzsignal (+
Quantisierrauschen innerhalb dieses Frequenzbereichs) hindurchgelassen
wird, das out of band Quantisierrauschen wird unterdrückt, anschließend
könnte man die Abtastrate verringern und hat nun ein "besseres" Signal,
als wenn man direkt mit dieser Rate abgetastet hätte.
Im Zeitbereich kann man sich die Kette Oversampling => Tiefpassfilter =>
Dezimierung auch so erklären: Ein Tiefpassfilter führt eine Mittelung
über mehrere Werte durch, wenn man einen Wert nach der Dezimierung
herausnimmt, ist dieser also das Ergbnis einer Mittelung über mehrere
schnell abgetastete Samples. Es sollte klar sein, dass bei verrauschten
"Messungen" der Mittelwert über mehrere Messpunkte ein besseres Ergebnis
liefert als wenn man nur einen einzigen Wert einer verrauschten Messung
herausgreift.