> Warum ist ein großer Kondensator am Ausgang eines Linearreglers
> schlecht?
Warum ist ein 1000 kg Gewicht am Fuß eines Seiltänzers schlecht ?
> Wie beeinflusst er die Schaltung? Ab wann ist er zu groß?
> Mein 1000µF Kondensator ist ja dann viel zu groß.
100nF reichen. Wenn die sich entladen, ist der Regler schnell genug, um
nachzuregeln, bevor die Spannung ausserhalb des Nennbereichs kommt. Mehr
ist schlicht nicht nötig, kostet nur Platz und Geld.
> Vor ein paar Wochen hat anscheinend ein Blitz bei uns eingeschlagen.
> Alle Mikrocontroller sind dabei "abgeraucht"
Gegen Blitzschlag hilft der ganze Quatsch nicht.
Deine Eingangsspannung scheint schon aus einem Gleichspannungsnetzteil
zu kommen (Steckernetzteil?). Da ist der 2200uF und 1000uF elko am
Eingang unnötig, der 10uF reicht, und am Ausgang reicht bei 78xx ein
100nF Kerko.
Wichtiger ist, daß die Leitungen zu den KerKos möglichst kurz sind.
D1 und D4 sind überflüssig, sie haben überhaupt nur bei Ausgangsspannung
über 7V einen Effekt.
Gegen Blitz hilft der VDR. Die Z-Diode D2 eher weniger, nimm mindestens
eine Transil wenn du dem VDR nicht traust.
In Reihe zur Sicherung sollte eine Spule, eine UKW-Funkentstör-Drossel
von so 50uH. Die hält alle Spannungsstösse ab, die schneller steigen,
als die Elektronik ausregeln kann, als C6, C8 durch ihre
Eigeninduktivität und Zuleitungsinduktivität abpuffern können, als C3
annehmen kann.
Gegen Blitzschlag hilft erst mal, jedes Gerät mit nur einer Leitung
anzuschliessen.
Denn jede Leiterschleife ist eine Trafowindung.
Die wenigsten Geräte machen aber Sinn mit nur einer Leitung, meistens
braucht man 2 oder 3 (Netzleitung, Eingang, Ausgang).
Dann sollten diese Leitungen parallel geführt werden. Nicht eine in eine
Raumecke und die andere in die andere Raumecke.
Beispielsweise die Telefonleitung zusammen mit dem Netzkabel zum
Sicherungskasten, und DORT, wo die Telefonleitung von druassen
reinkommt, dort baut man einen Überspannungsschutz hin, einen
ordentlichen, mit Gasableitern und VDRs.
Sonst hilft der kleine VDR im Gerät sowieso nicht.
Gegen eine direkten Treffer hilft das natürlich nicht.
Wenn ein Blitz in der Nähe einschlägt, wird das Massepotential drastisch
schnell angehoben.
Als ob Masse plötzlich auf 500V liegt.
Dann gibt es natürlich Spannungsdiffernezen zu allen anderen Leitungen,
die grösser sind, als Elektronik aushält.
Du musst nun dafür sorgen, daß diese anderen Leitungen so dicht an der
Masseleitung liegen, daß sie EBENFALLS um diese 500V mitangehoben
werden.
Dazu hilft die räumliche Nähe und die Kapazität zwischen beiden
Leitungen, und ein paar Kondensatoren, so wie C8, C9. Allerdings darf
nicht jede Leitung (Signalleitungen) mit solchen Kondensatoren gegen
Masse abgestützt werden. Das Maximum ist noch ein Koax-Kabel. Da ist die
Leitung nahe an Masse, und kapazitiv über die ganze Länge gekoppelt.
Blitzsicher sind also immer die Geräte, aus denen lediglich ein
Kabelbündel rausgeht, und das an einem Punkt endet, der blitzsicher ist,
also z.B. komplett in ein aneres Gerät, oder in einen
Blitzschutzadapter.
Alle Geräte, von denen Kabel in alle Himmelsrichtungen laufen, an deren
Enden unterschiedliche Sachen hängen, die ihrerseits vielleicht noch
untereinander verbunden sind, sind gefährdet.
Kleine Drosseln erlauben es, daß die Spannung an einem Teil ruchartig
steigt, ohne daß das andere Teil gleich mitgezogen wird (sondern, im
Blitzmasstab, langsam).
Aber aiuch die Post, vulgo Telekom, verliert immer wieder Elektronik
dank Blitzschlag. Absolut sicher ist nur eine Blitzschutz- und
Überspannungsversicherung, manchmal bei Überspannungsteckdosen gratis
dabei.