Ich gehe mal davon aus, dass das ein bloßer Spannungsmesser ist. Absolut
ungenau und für 18€ maßlos überteuert. (Man bekommt das Gefühl Ansmann
ruht sich auf seinem gutem Ruf aus und produziert immer mehr
Bauernfängerei)
Da jeder Akku eine andere Maximalspannung hat, kann das Gerät den
Ladestand nur sehr grob schätzen.(Von der 25% Unterteilung mal ganz zu
schweigen) Eine getrennte Messung nach Batteriegröße ist nicht
notwendig, da alle einfachen NiMH oder NiCd Zellen eine ähnliche
Ladeschlussspannung haben
Die Bezeichnung "Kapazitäts-Testgerät" ist eine Frechheit, da das Gerät
sicher nicht in der Lage ist, die mAh zu bestimmen. Dazu müsste das
Gerät den Akku erst entladen, dann wieder bis zur Ladeschlussspannung
laden und die geflossene Ladung messen.
Wenn es nur darum geht, den Ladezustand eines Akkus zu messen, dann bist
du mit einem Multimeter am besten bedient. Auch das billigste
China-Multimeter sollte dafür reichen. Richtig Präzise kann man den
Ladestand sowieso nicht bestimmen, da sich das Verhältnis "Spannung -
gesp. Energie" nie gleich verhält, jeder Akku hat da seine Eigenheiten,
selbst innerhalb der gleichen Serie. Auch die Ladeschlusspannung
variiert von 1,3-1,45V, deshalb kann ein Akku mit 1,3V randvoll sein,
ein anderer mit 1,3V nur noch 75% haben. Das Gerät von Ansmann
unterliegt diesem Fehler natürlich auch.
Wenn du vernünftig mit Akkus umgehen und sie pflegen willst, dann
brauchst du ein intelligentes Ladegerät, wie z.B. das Technoline BC 700
(leider nur für AA). Es kann die Kapazität in mAh bestimmen, läd die
Akkus immer akkurat auf (per Minus-Delta-U) und zeigt die
Ladeschlusspannung an.
Auch beim Einsetzen kann die Spannung abgelesen werden, sodass du damit
den Ladestand genau schätzen kannst. Außerdem hat das Gerät eine
automatische Ent- und Aufladefunktion gegen den Memoryeffekt.
Wenn es dir auf Präzision ankommt, musst du dir eine Entladekurve(siehe
Bild) von deinen Akkus besorgen und hoffen, dass diese sich nicht durch
Alterung und Fertigungstoleranzen von deinen Akkus unterscheidet.