Bestimmung von Kapazität und Induktivität

#2794483
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Im Prinzip ja,
Du schaltest eine Induktivität mit einem bekannten Kondensator geringer 
Toleranz mit z.B. 1nF zu einem Schwingkreis zusammen. Dann speist Du aus 
dem Funktionsgenerator über einen 1-10k Widerstand ein Signal ein. Das 
Oszi wird am Schwingkreis angeklemmt, Tastkopf auf 10:1. Dann mit dem 
Funktionsgenerator das Maximum suchen. Das funktioniert bis ca. 10µH 
herunter, da liegt die Resonanz schon bei ca. 1.6 MHz.

Aus der Resonanzfrequenz kann jetzt die Induktivität berechnet werden. 
Dazu kann man sich ein Excel-Sheet erstellen oder z.B. den 
Mini-Ringkern-Rechner benutzen. Falls die Induktivität eine hohe 
parasitäre Kapazität beinhaltet, wird das Ergebnis entsprechend ungenau.

Um dieses Problem zu lösen, kannst Du zuerst probieren, ob die 
Induktivität schon ohne parallelgeschalteten Kondensator eine 
ausgeprägte Resonanz aufweist. Dann:

(Fr1 / Fr2)^2 = Cp / (Cp + Cx)

Fr1: niedrige Resonanz
Fr2: hohe Resonanz
Cp : parasitäre Kapazität
Cx : externe Kapazität

Falls das nicht funktioniert, dann mit 2 Kondensatoren á 1nF arbeiten.

Dann gilt:
(Fr1 / Fr2)^2 = (Cp + Cx1) / (Cp + Cx1 + Cx2)

Anschließend kannst Du Dir 2-3 Induktivitäten als Referenz 
bereitstellen, mit denen unbekannte Kapazitäten gemessen werden können.


Sowas ähnliches gibt es schon als kleines Messgerät zum Nachbauen:
http://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/lcmeter/lcmeter.htm

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