Z.B. ein einfaches Schleifenfilter für eine digital nachgebildete PLL
als FIR auszuführen ist natürlich quatsch.
Aber ein FIR ist "deterministischer" oder "leichter" in der Berechnung,
leichter anzupassen.
Bei einem IIR ist die Anpassungsfähigkeit beschränkt, fordert evtl. eine
andere Topologie oder von vorneherein einen komplexeren IIR.
Der einzige wirkliche Nachteil bei einem FIR den ich sehe sind die evtl.
höheren Stückkosten, die jedoch meist eine untergeordnete Rolle im
Vergleich zu Grund-, Entwicklungs- und Folgekosten spielen.
Man sollte halt nicht alles als plumpen FIR machen wie z.B. einen
Bandpass/Tiefpass bei Fs/100 und 100MHz.
Da kann man mit Multirate und Multiplizierern im Zeitbereich also
Frequenz-addierern (Multiplikation im Zeitberiech wird Konvolution im
Frequenzbereich) trotz FIR einen geringeren Aufwand bei immer noch
entsprechender leichterer Anpassbarkeit erreichen.