Gast
#3292329
Hallo, das Posting paßt eigentlich nirgendwo so richtig ins Forum aber ich dachte mir, hier könnte es am besten passen. Mich interessiert die Frage, ob elektronische Bauteile, wie z.B. MCs oder programmierbare Logikbausteine (FPGA, CPLD) heutzutage überhaupt noch wirklich so empfindlich gegen elektrostatische Aufladungen sind, wie das zu Anfängen der MOS Technologie mal der Fall war. Ich selbst bastel schon etwas länger mit Elektronik bzw. Digitaltechnik herum und kann mich noch an die Zeit erinnern, als die ersten digitalen MOS Bausteine (40xx) als Konkurrenz zu den TTL Bausteinen auf den Markt kamen. Die hatten noch überhaupt keine integrierten Schutzschaltungen und waren derart empfindlich, dass sie schon kaputt gehen konnten wenn man sie nur mal schief angesehen hat ;-) Naja, auf jeden Fall mußte man bei Berührungen mit bloßer Hand schon sehr aufpassen und ein Erdungsarmband war auf jeden Fall angesagt. Heute habe ich meine Sammlung von MCs und auch einigen CPLDs in einfachen Sortierkästen, die ich oft auspacke wenn ich was suche und fasse sie mit bloßen Händen an um sie aus- und wieder einzuräumen. Ohne irgenwelchen Schutz mit elektrisch leitendem Schaumstoff oder irgendwelchen ESD-Tütchen. Dabei ist mir eigentlich noch nichts kaputt gegangen denn die handelsüblichen Bausteine haben heutztage schon gewisse Schutzbeschaltungen bereits auf dem Chip mitintegriert. Man sollte natürlich bei trockener Wohnungsluft im Winter keine Schuhe mit Gummisohlen tragen und nach Möglichkeit vorher auch nicht die Katze gestreichelt haben ;-) Solch ein integrierter Schutz schützt natürlich auch nur bis zu einem gewissen Grad aber ich persönlich habe schon den Eindruck, dass das Thema heutzutage etwas überbewertet wird. Oder habt ihr diesbezüglich andere Erfahrungen? Gruß, Norbert