Extra Verkabelung? Umschaltung? Naja, ganz so schlimm isses nicht.
Das kann man machen, wenn man ein komplettes Inselnetz parallel baut.
Eigentlich ist das was du suchst ein inselfähiger Wechselrichter.
Bekannter sind die aber unter dem Namen USV ;-)
Im Fall der Line-Interactive- bzw. Offline-USV wird das Stromnetz zum
Verbraucher durchgeschaltet. Fällt die Einspeisung weg, so schaltet die
USV auf den Akkubetrieb um, und speist die angeschlossenen Geräte aus
einem Inverter.
Die Online- oder auch Dauerwandler-USV geht da noch einen Schritt weiter
und schaltet nicht um. Hier wird auch die Eingangsspannung erstmal
gleichgerichtet und in einen Zwischenkreis gespeist. Aus diesem wird
dauerhaft ein sauberer Sinus mit passender Ausgangsspannung generiert.
Daher auch der Name Dauerwandler-USV. An den Zwischenkreis sind per
Wandler (oder bei größeren Anlagen auch direkt) die Akkus angeschlossen.
Wenn die Versorgung zusammenbricht wird praktisch nahtlos auf die
Batteriespeisung umgeschaltet.
In beiden Fällen wird der Eingang bei Versorgungsausfall vom Rest
abgetrennt, damit keine Rückspeisung in das Netz erfolgen kann.
Wenn eine Online-USV überlastet wird, wird sie versuchen per Bypass
ihren Wandler zu überbrücken und auf den Eingang zu schalten. Das geht
natürlich nur wenn da Spannung anliegt. Wird sie im Ausfall-Fall
überlastet, wird der Wandler irgendwann (hoffentlich) abschalten, bevor
der Magic Smoke raus kommt.
Wie sorgt man nun dafür, dass man Energie aus den Akkus entnimmt? Zieh
den Stecker, bzw. schalte die Einspeisung ab.
Die elegantere Lösung ist ein rückspeisefähiges Gerät. Energie die von
einer Solaranlage ins (interne) Netz eingespeist wird, und dort nicht
verbraucht, wird zunächst genutzt um die Akkus zu laden. Wenn die voll
sind, wird sie ins öffentliche Netz durchgeleitet.
Wenn Leistung bereitgestellt werden muss, kann das erstmal aus den Akkus
erfolgen. Wenn die leer sind, nimmt man sie aus dem öffentlichen Netz.
Der Umrichter kümmert sich dabei sinnvollerweise auch um die
Umschaltung.