Hallo liebes forum,
ich hoffe mir kann hier jemand helfen.
ich bin gerade dabei, auf auftrag, eine digitalisierung zu erklären.
dies wollte ich mit einenm grafischen beispiel untermalen.
nun bin ich an dem punkt angekommen, wo es abtastungen gibt, die genau
auf dem null-punkt der amplitude liegen. siehe bild... abtastpunkt
6,9,11
wie verhält man sich dabei? kann ich mir eine regel fest legen, die
besagt, dass wenn ein signal genau auf einer quantisierungsgrenze liegt,
ich immer die obere nehme oder werden 0-abtastungen generell anders
behandelt?
danke schon einmal im vorraus.
gruß ande
Danke für die äußerst schnelle antwort.
"[...]der Nullpunktfehler [wird] zusammen mit dem Quantisierungsfehler
[angegeben]"
was der quantisierungsfehler ist, weiß ich. nämliche sind das grade die
informationen, die verloren gehen, wenn das wertekontinuierliche signal
nun wertediskret wird und nicht mehr unendlich genau beschrieben werden
kann.
der fehler berechnet sich, soweit ich mich erinnere, aus der differenz
zwischen ein- und ausgangswert.
aber wie kann ich diesen nullpunktfehler 1. bewerten bzw aufstellen und
2. mit in den qunatisierungsfehler mit einbeziehen?
grüße
Ich verstehe nicht, was du da ändern willst? Das ist doch kein Fehler.
Wenn die Kurve zum Abtastzeitpunkt wirklich die Spannung 0V hat, dann
ist das doch dein Meßwert. Genau wie positive und auch negative Signale
gemessen werden, kann doch auch 0V vorkommen.
Oder verstehe ich dein Problem falsch?
Ja, ich meinte auch nicht das das ein fehler sei, darauf bi ich nur
gekommen weil GAHST mich darauf hinwies...
ich wollte wissen für welchen quantisierungswert ich mich in solchen
sachen entscheide. da ich meine quantisierung wie im bild gewählt habe,
habe ich auch eine stufe die den wert 000 besitzt! ist hier entweder die
quantisierung ungünstig gewählt oder sollte man eine echte 0 von der
qunatisierungsstufe 000 unterscheiden?
ich hoffe ich habe mich jetzt besser ausgedrückt.
gruß andre
Okay, also wenn das auf der rechten Seite die Quantisierungsstufen sind,
dann darfst du diese Null nicht nehmen. Das würde ja auf der
abgetasteten Kurve dem maximalen negativen Spannungwert entsprechen.
Also mußt du die Quantisierungsstufe nehmen, die dem Spannungswert Null
entspricht. In deiner Zeichnung geht das nur etwas schlecht, weil die
Spannungen auf den blauen Linien liegen, also auch eine auf der
Null-Linie liegt. Aber bei deinen Quantisierungsstufen liegt keine auf
der Mittellinie. Das heißt, hier müßtest du dich zwischen 3 und 4
entscheiden (011 und 100). Und beides wäre spannungsmäßig nicht 0V.
Hast du wirklich nur 3 Bit? Wenn du das als Beispiel nehmen möchtest,
dann zeichne die Quantisierungswerte so, daß ein Wert davon auf der
Mittellinie liegt. Und dann passt das.
vielen dank, genau das war mein problem...ich kann natürlich eine länge
wortlänge nehmen oder mein signal etwas verändern. das wäre auch meine
überlegung gewesen - wollte es jedoch noch einmal von jmd der sich mehr
auskennt bestätigt haben, da solche änderungen mit latex imemr etwas
zeitintensiver sind.
vielen lieben dank :)
gru andre
Die beste Lösung ist vielleicht, daß du für die Darstellung als
Digitalwert auch einen vorzeichenbehafteten Wert nimmst. Also
beispielsweise 8Bit und das höchste ist das Vorzeichen. Die unteren 7
Bit sind dann der Meßwert. Auf diese Art und Weise hast du dann den
Digitalwert "0x00" wirklich als Nulldurchgang in deinem Sinus. Das ist
dann eindeutig.
also ich hätte es jetzt so gemacht (siehe bild)...
alle werte, die auf 0 liegen würde ich jetzt den wert 000 zuweisen.
allerdings würde dies auf für werte zutreffen, dessen spannung unter
0,125V liegen. analog würde es ja auch mit einer wortlänge von 4
passieren. Dann sind die nullabtastungen trotzdem 0000. und alles was
unter 62,5mV wird automatisch 0000. Das is dann wieder der
qunatisierungsfehler, richtig?
grüße
Quantisierungsfehler wirst du immer haben. Je nach Auflösung dann nur
weniger. Aber ich würde es so machen, daß der Quantisierungswert Null
symmetrisch zur Grundlinie liegt, und nicht nur im positiven Bereich.
Aber wie gesagt, ab einer bestimmten Auflösung spielt es keine Rolle
mehr. Kommt immer auf die Anforderungen an. Wenn du mehr Auflösung hast,
als du brauchst, kannst du das verschmerzen.
Die Nullpunkte sind deshalb Sonderpunkte, weil sie keine Information
tragen und nur in Verbindung mit Nachbarpunkten eine Funktion ergeben.
Der aussagefähigste Punkt einer Welle ist das Maximum oder Minimum. Als
absoluter Amplitudenverlauf gesehen, ist das aber egal - es entspricht
ja der Realität. Mir ist auch nicht klar, was man da ändern sollte.
>>Die Nullpunkte sind deshalb Sonderpunkte, weil sie keine Information
tragen
Das ist Quatsch. Ein bandbegrenztes Signal ist im Gegenteil 'oft' bis
auf einen Faktor durch die Zeitpunkte seiner Nulldurchgänge bestimmt.
Cheers
Detlef