IQ-Modulator, Spektrum, GNURadio

Gast #3342763
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Hallo MC-Gemeinde,

ich arbeite momentan mit GNURadio im Rahmen eines Labors. Dabei ist mir 
eine Frage aufgekommen, die ich nicht klären kann.

Wenn ich in GNURadio einen Sinus auf eine Senderquelle schicke, warum 
zeigt der Spektrumanalyser nur einen Sinus im Spektrum an?

Beispiel: Wenn ich einen 100kHz Sinus zum USRP sende, dann mischt der 
doch mittels analoger Multiplikation auf z.B. auf 625MHz hoch. Dann 
müssen im Spektrum aber zwei Sinus' sein, bei 625MHz +/- 100 kHz. Der 
Spektrumanalyser zeigt aber nur den höheren an?

Vielen Dank!
Gast #3343209
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Kommt drauf an, was du mit Sinus ans USRP schicken meinst. Wenn du nur 
den I oder den Q Kanal (einzeln) mit einem Sinus beaufschlagst, dann 
solltest du beide Seitenbänder sehen. Um eines davon auszulöschen musst 
du auf beide Kanäle das Signal legen. Dein komplexes Basisbandsignal 
muss exp(i*omega*t) sein um nur einen Träger zu bekommen.
Gast #3343702
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Das mit dem Sinus war ehrlich gestanden nur ein Aufhänger, mein 
eigentliches Problem ist nicht ein simpler Sinus sondern ein 
OFDM-Signal. Ich dachte die Frage auf diesem Umwege klären zu können, 
ich ja einfacher in einem Forum so zu fragen.

Das gesamte Problem geht wie folgt:

Ein OFDM-Signal mit 256 Kanälen wird erzeugt durch Bit-to-Symbol-Mapping 
-> IFFT. Die entstehenden Samples haben dann komplexen und reellen 
Anteil, dass wird dann in den IQ-Modulator geschickt und auf einen 
Träger moduliert.

Meine Frage ist, warum dass OFDM - Spektrum nicht symmetrisch ist, so 
wie ich es von einem Zweiseitenband-Signal bei einer AM habe?

Denn es können einzelne Kanäle abgeschaltet werden, aber wenn ich im 
Spektrum den Kanal ganz rechts deaktiviere, dann sollte doch auch der 
Kanal ganz links zu Null werden, weil das Spektrum eben symmetrisch ist 
nach der analogen Mischung.

Das ist aber nicht so. Das Spektrum ist nicht symmetrisch. Das 
Basisband-Spektrum des OFDM-Signals ist einfach verschoben, ohne aber an 
der Trägerfrequenz gespiegel zu sein.

WARUM?
Gast #3343972
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Na ja, das ist ja der Trick. Wenn du mit einem reelen Signal modulierst, 
dann hast du immer ein symmetrisches Spektrum. Muss ja symmetrisch sein, 
sonst käme nichts reeles heraus. Mit Hilfe eines IQ Modulators kannst du 
mit einem komplexen Signal modulieren (Realteil I, Imaginärteil Q). 
Deshalb hast du bzgl des Spektrums volle Freiheit und bist nicht mehr an 
die Symmetrie gebunden
#3344013
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Hai!

Alex123 schrieb:
> Denn es können einzelne Kanäle abgeschaltet werden, aber
> wenn ich im Spektrum den Kanal ganz rechts deaktiviere,
> dann sollte doch auch der Kanal ganz links zu Null werden,
> weil das Spektrum eben symmetrisch ist nach der analogen
> Mischung.

Nach einer analogen Mischung - ja.

Ein I/Q-Modulator enthaelt aber nach meinem Verstaendnis
zwei analoge Mischungen und eine Addition.

Grusz,
Rainer
Gast #3344016
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Ja, das beantwortet aber nicht, ob bei einem OFDM-Signal wirklich das 
Spektrum unsymmetrisch ist in dem Sinne, wie ich es meine.

Ich habe mal eine Grafik angehängt, die verdeutlichen soll wie ich es 
meine.

Das mittlere Spektrum zeigt, wie ich mir OFDM nach dem IQ-Modulator 
vorstelle, wenn ich mal von einer ganz simplen analogen Multiplikation 
ausgehe.

Das unterste Spektrum zeigt, wie OFDM wirklich aussieht, wenn man meinen 
Spektrumanalyser trauen kann.

Meine Frage auf den Punkt:

Sieht ein OFDM-Spektrum wie das unterste aus, wenn man sie Elemente 
Bit-to-Symbol -> IFFT -> IQ-Modulator nutzt, oder wie das mittlere?
Angehängte Dateien:

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