Wenn du keine Ladeschaltung vorsehen willst, wie ist dann die
Spannungsversorgung bei Unterbrechung der Versorgungsspannung
realisiert? Willst du Batterien oder extern geladene Akkus verwenden,
oder alternativ Goldcaps? Willst du nur kontrolliert herunterfahren,
oder willst du längere Zeit überleben können?
Der einfachste Ansatz wäre m.E. wie folgt:
- Netzteil auf 9V oder 12V
- Pack mit fünf bis sechs Batterien/Akkus (d.h. 6..7V)
- Beide über parallele Schottkydioden mit gemeinsamer Kathode
zusammenhängen. Wenn du jetzt Strom ziehst, wird die Spannungsquelle mit
der höheren Spannung den Strom liefern - das ist bei funktionierendem
Netzteil dieses, bei ausgefallenem das Batteriepack.
An dieser Stelle wäre ein größerer Pufferelko sicher nicht von Schaden.
Von diesem Punkt aus kannst du nun deinen Schaltregler aufbauen, ob mit
dem alten MC33063 oder was Modernem, ist dir überlassen. Am Ausgang den
Pufferelko wieder nicht vergessen.
Für Power-Good kannst du einen einfachen Widerstandsteiler vom
Netzteilausgang zu einem GPIO des Raspi nehmen. Wenn du es ganz gut
machen willst, spendierst du noch eine Zenerdiode als Eingangsschutz.
Fertig. Kritisch am Ganzen ist eigentlich nur, ob der Schaltregler den
Eingangsspannungssprung beim Abstecken des Netzteils schnell genug
ausregeln kann, bevor der Raspi in den Brownout geht. Puffer-Cs helfen.
Max
P.S.: Für die große Lösung würde ich vom Netzteil mit Step-Down auf 1,5V
gehen, den 1,5V-Zwischenkreis mit einem Supercap puffern und dann per
Step-Up wieder auf 5V hoch. Das ist aber mehr Aufwand, weil man zwei
Schaltregler braucht.
EDIT OK, den Supercap nehme ich zurück. 50 Ohm Innenwiderstand bei 700
mA@5V, also rund 2A bei 1,5V geben einen Spannungseinbruch um 100V. Das
passt nicht wirklich zu 1,5V :-(