Gast
#3494197
Hallo, ich musste kürzlich auf Basismaterial (FR4) von Bürklin zurück greifen und möchte kurz meine Erfahrungen schildern. 1. Bestellung Innerhalb von 48h zugestellt. Leider nur UPS, daher keine Packstation möglich. 2. Erster Eindruck Basismaterial ist einzeln in einem braunen Papierkuvert verpackt. Kein Aufdruck "Haltbarkeitsdatum" wie z.B. bei Bungard. Dafür aber aufgedruckt, welche Normen eingehalten werden. Der Schutz für die Fotoschicht besteht aus einer Art grünen Kartonage welche zur Fotoschicht hin schwarz gummiert ist. 3. Abziehen der Schutzfolie Die Schutzfolie lässt sich etwas schwerer abziehen wie eine Bungard-Folie und ist "gefühlt" halb so stark. Der Fotolack scheint nicht so gleichmäßig aufgetragen zu sein, wie bei Bungard-Material. Es ergeben sich feine gleichmäßige längsgerichtete Streifen. Nach dem Ätzen erklärt sich aber einiges, siehe unten. Der Fotolack erscheint tief violett, fast braun/schwarz. Zu den Rändern hin ist der Fotolack einige zehntel Millimeter ausgefranzt. Ist aber für mich unkritsich. 4. Belichtung Hier können die gleichen Parameter benutzt werden, wie bei Bungard-Material. 5. Entwickeln Hier können die gleichen Parameter benutzt werden, wie bei Bungard-Material. Der Fotolack scheint sich besser zu lösen. Es bleibt der unbelichtete tief violette Fotolack übrig und es lassen sich die Konturen der Leiterplatte schon recht gut erkennen. 6. Ätzen Hier können die gleichen Parameter benutzt werden, wie bei Bungard-Material. Kein Lochfraß, alles bestens. 7. Entfernung des restlichen Fotolacks Jetzt lässt sich erkennen, warum der Fotolack "streifig" aussieht. Das Kupfer ist ebenso auf dem Trägermaterial FR4 aufgebracht. FAZIT Aufgrund der gleichen Parameter wie bei Bungard-Basismaterial kann sofort in die Herstellung von Leiterplatten eingestiegen werden, ohne Belichtungsreihen etc. Das Basismaterial kann nach meinen Erfahrungen uneingeschränkt empfohlen werden. Gruß HF-Papst