Gast
#3663269
Hallo Mikrocontrollerfreunde, ich hab da mal eine Frage. Es gibt ja diese schönen digitalen Modulationsverfahren. ASK, PSK, deren Derivate wie QPSK, und dann gibts noch OFDM und QAM und ... und ... und ..... es gibt also tausende Möglichkeiten, jeweils ein paar Bits zu einem Symbol zusammenzufassen, dann einen Impulsformer zu benutzen und fertig. In der Theorie ist das alles gut und recht, aber trotzdem habe ich einige Fragen dazu. 1. Ist meine Überlegung richtig: normalerweise macht man die Zuordnung von Bits zu Symbolen im Basisband, bei möglichst geringer Frequenz. Auch die Impulformung mit z.B. digitalen Gaussfiltern o.ä. wird im Basisband gemacht. Anschliessend mischt man das ganze auf die gewünschte Trägerfrequenz hoch. Richtig? 2. wenn 1. zutrifft, dann stellt sich mir die Frage: wie wird das z.B. bei WLAN gemacht? Dort habe ich Übertragungsraten von 50 oder 100 MBit (oder noch mehr, bin da nicht so auf der Höhe was aktuell ist). Das würde bedeuten, dass ich im Basisband meine Bits mit mindestens 600 MHz durch einen DAC jagen müsste, denn ich muss ja noch ein wenig überabtasten, damit ich die Impulse gescheit formen kann? ich kann aber nicht glauben, dass in einem popligen WLAN Modul ein 600 MHz DAC drin sein soll. Also wie wird es gemacht? 3. Ich würde gerne diese Theorien einmal ausprobieren. Dazu möchte ich mit meinem AVR z.B. einen String ausgeben, der dann moduliert wird und -- damit ich nicht so hohe Frequenzen benutzen muss -- über ein Kabel zu einem zweiten AVR übertragen wird. Der soll den String dann empfangen. Jetzt die Frage: wenn ihr in der Praxis ein solches System entwickelt, wie geht man da vor? damit man trotz der aufwendigen Signalverarbeitung noch eine einigermassen gescheite Datenrate hinbekommt. Ich wäre jetzt in meinem Fall über ein paar kBit/s schon froh. Konkret dachte ich daran, eine QAM Modulation zu machen, dann eine Impulsformung mit Cosinusrolloffimpulsen, und dann hoch mischen auf z.B. 1 MHz. Dann durchs Kabel, wieder runter mischen, und dann ... jaaa, um den Empfänger kümmere ich mich später, erst mal muss ich ja jemanden haben, der was sendet, das ich nachher empfangen kann ;-) oder kann man solche Sachen nur noch mit FPGAs lösen? wie hat man es früher gemacht, bevor man alles mit einem FPGA erschlagen konnte? Gruss.