Hier
nochmal.
Merke: Einigermassen 'schöner' Quellcode hat auch damit zu tun, dass man
Fehler einigermassen gut sieht und ist keineswegs nur Selbstzweck.
Mir ist klar, dass man am Anfang erst mal zu seiner Linie finden muss.
Aber im Moment ist dein Code hauptsächlich unübersichtlich und du
findest selbst keine (bzw. kaum) Fehler da drinnen. Und das liegt zu
einem nicht unerheblichen Teil darin, dass du noch optisch viel zu dicht
schreibst. Seit du 6 Jahre alt bist, hast du dein Gehirn darauf
trainiert, dass zwischen Wörtern Leerraum steht. Benutze diesen
Automatismus, den du dir eintrainiert hast. Dann brauchst du nicht
zusätzliche Kapazität aufwenden, um erst mal in beispielsweise
mühsam entziffern zu müssen, wo ein 'Wort' aufhört und wo das nächste
anfängt.
Auch solltest du dich konsequent(!) an die Regel halten: abhängige
Anweisungen kommen in die nächste Zeile und werden konsequent und immer
gleich eingerückt. Vom Umdrehen der Bedingung halte ich persönlich
überhaupt nicht viel. Sie widerspricht unseren gewohnten Denkschemata,
wonach wir den variablen Teil meistens zuerst 'denken' und dann das
womit verglichen wird. Wir denken nun mal: Wenn die Anzahl der Socken
mehr als 50 ist, dann passen sie nicht in die Schublade. Wir denken aber
nicht: Wenn 50 kleiner als die Anzahl der Socken ist, dann ....
Um wieviel leichter ist
zu erfassen.
In der Programmierung geht es auch darum, einmal Geschriebenes schnell
und sinnerfassend lesen zu können. Jede beliebige Codezeile wird einmal
geschrieben und mglw. ein paar mal geändert. Sie wird aber im Laufe der
Programmentwicklung viele male wieder und immer wieder gelesen. Es lohnt
sich also, eine Schreibform zu wählen, die leicht ZU LESEN ist, auch
wenn das etwas Aufwand für ein optisch leicht zu lesendes Ergebnis
bedeutet. Der Aufwand fürs Schreiben ist hingegen vernachlässigbar.
In diesem Sinne: mit ein wenig Übung sieht man dann auch aus 3 Meter
Entfernung, dass bei
etwas nicht stimmen kann. Dein optischer Mustererkenner im Gehirn
spricht irgendwann darauf an, dass da kein einsames "= Wort" stehen
kann, sondern dass es
lauten muss. Unter anderem auch dadurch, dass du aktiv nicht mehr
darüber nachdenken musst, welches eigentlich die 'Wörter' in
sind. Ein paar Leerzeichen machen da einen enormen Unterschied in der
Erfassbarkeit.