Hallo Leute!
Ich befasse mich gerade mit einer Ladeschaltung mit dem Charger IC
MAX17435. Die Schaltung ist im Prinzip genau gleich aufgebaut wie laut
Datenblatt empfohlen (siehe Bild) mit einem kleinen aber feinen
Unterschied: bei Q1B wird anstatt eines selbstleitenden P-Kanal ein
selbstsperrender P-Kanal MOSFET verwendet. Der gesagte MOSFET soll
zwischen Batterie und Adapter - Versorgung umschalten. Die Schaltung
laut Datenblatt (selbstleitender P-Kanal) macht dabei durchaus Sinn, da
PDSL 8V über die Eingangsspannung gepumpt wird wenn ein Adapter anliegt
(dh. Q1B sperrt und der Adapter wird verwendet) und auf GND wenn keiner
anliegt (Q1B leitet und daher wird der Akku verwendet). Wenn statt eines
selbstleitenden ein selbstsperrender verwendet wird dann wird der MOSFET
meiner meinung nach nie durchschalten, und daher sollte die Umschaltung
auf Akku nicht funktionieren. Soweit die Theorie...
Wenn ich die Schaltung in Betrieb nehme funktioniert sie jedoch, auch
die Umschaltung auf Akku. Nach längerem überlegen bin ich zu dem
Entschluss gekommen das es nur "zufällig" funktioniert weil sich über
die Spule und die Revers-Diode von N1 ein leitender Pfad ergibt.
Da es sich bei selbstleitenden P-Kanal MOSFETS ja um die Einhörner unter
den Transistoren handelt (ich habe noch nie einen in freier Wildbahn
gesehen) wollte ich wissen wie MAXIM das im Evaluation Kit des MAX17435
löst, und habe mit entsetzen festgestellt das dort laut Datenblatt auch
ein selbstsperrender P-Kanal verwendet wird.
Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären wie der selbstsperrende
in dieser Schaltung jemals durchschalten sollte, allerdings bezweifel
ich auch das Maxim einen Evaluation Kit vertreibt der nur durch "Zufall"
über eine Revers-Diode funktioniert. Und selbst wenn das so gewollt wäre
dann könnte man doch den besagten Q1B gleich weglassen.
Vermutlich habe ich aber einfach nur ein Brett vorm Kopf, und deshalb
bitte ich euch mich zu erleuchten was sich Maxim dabei gedacht hat. Ich
freue mich schon auf eure Antworten :) Besten Dank