Danke für den Hinweis, pap1,
in AN1200.14 schreibt Semtech:
"LoRa, Semtech’s proprietary modulation is a spread spectrum technique
... As with other spread spectrum modulation techniques LoRa uses the
entire channel bandwidth to broadcast a signal, making it robust to
channel noise."
"Channel bandwidth" - in "Designer’s Guide AN1200.13" ist der "LoRa
Calculator" aif 500 kHz eingestellt.
Vorläufige Bewertung:
1. Spread Spectum ist eine bewährte Technik zur Steigerung der
Reichweite einer Funkverbindung, wobei die Bandbreite vergrößert wird.
Denselben "Trick" verwendet der UKW-Runkfunk gegenüber dem AM-Rundfunk.
Gewöhnlich haben solche Tricks auch ihre Risiken und Nebenwirkungen,
über die Produktmanager natürlich gern schweigen. Aber wenn man fragt,
kann man nach einem Geschäft aufgrund einer falschen Antwort klagen.
2. Ob diese Bandbreiten in den ISM-Bändern weltweit erlaubt sind, habe
ich noch nicht nachgeschlagen.
3. Natürlich werden andere Funkverbindungen in Reichweite
beeinträchtigt, ihre Reichweite lässt nach.
4. Eine Schwachstelle dürfte die Synchronisation von Tx und Rx mittels
der Preamble sein. Denn wenn die gestört wird durch ein anderes
ISM-Signal, dann muss das Datenpaket erneut gesendet werden.
5. Dass der Empfängereingang weit offen ist und damit anfällig für
Störungen, wird ihn nicht schlechter machen als andere Billig-Rx, die
genauso aufgebaut sind. Wahrscheinlich nach einem Vorverstärker ein
Quadraturmischer. Ein einziger Dauerton im Empfangsbereich reicht aus,
den Mischer zu übersteuern.
6. Probieren kann man immer. Aber wenn im EMV-Labor, dann auch störende
Sender da hinein packen wie Autoschlüssel und andere Funkverbindungen.
Das ist das Ergebnis einer kurzen Schau - und nach Pathologen-Weisheit
im TV-Krimi: "Nähere Informationen erst nach der Obduktion des Opfers."
Ciao
Wolfgang Horn
P.S.: Spread Spectrum ist hoch interessant für militärische
Verwendungen, um seine Ausstrahlung vor der Elektronischen Aufklärung zu
tarnen.
W.H.