Gast
#4392147
Hallo allerseits ich habe ein Problem. Und zwar möchte ich eine Patchantenne entwerfen, simulieren und dann auch bauen. Es soll eine Microstrip-Patchantenne mit einem Inset Feed sein, also so etwas: http://mwrf.com/site-files/mwrf.com/files/archive/mwrf.com/Files/30/6993/Figure_01.gif Ich habe also nun in einem Antennenbuch die Gleichungen heraus gesucht, um die optimalen Abmessungen zu berechnen, damit ich bei meiner gewünschten Frequenz von 3.5 GHz eine möglichst gute Anpassung (S11) bekomme. Danach habe ich die Antenne simuliert und so herausgefunden, dass die Abmessungen natürlich nicht ganz optimal sind und die Resonanzfrequenz leicht verschoben war. Also habe ich in der Simulation die Antennenabmessungen optimiert, bis S11 bei 3.5 GHz auf -30 dB gesunken ist, es hatte also einen sehr scharfen Resonanz"peak". Soweit so gut. Die Antenne habe ich dann fertigen lassen. Die Fertigungstoleranzen sollten sehr klein sein, die sind eigentlich besser als 0.05 mm. Also werden meine vorgegebenen Abmessungen recht genau eingehalten. Trotzdem habe ich festgestellt, dass die gefertigte Antenne nicht mit der Simulation übereingestimmt hat, sondern die tatsächlich gemessene Resonanzfrequenz lag 70 MHz über der von der Simulation prognostizierten von 3.5 GHz. Diese Abweichung ist mir zu gross. Ich will eine möglichst realitätsnahe Simulation. Warum ist die Realität so abweichend? In meiner Simulation habe ich berücksichtigt: - endliche Abmessung der Groundplane - Verlustfaktor des Dielektrikums - Abmessungen auf 0.05 mm gerundet Was ich nicht berücksichtigt habe: - den exakten Leitwert von Kupfer; die Leiter habe ich als "perfect electric Conductor" modelliert - die Dicke des Kupfers, welche ca. 18 um beträgt Kann die Vernachlässigung dieser beiden Grössen eine so signifikante Verschiebung der Resonanzfrequenz zur Folge haben?