Hi,
sehr interessante Fragestellung!
Ich kann vielleicht teilweise weiterhelfen.
Eigentlich ist es bei einem stabilem CW-Signal egal mit welcher
Bandbreite Du misst. Sofern der SNR ausreichend groß ist, kommt da in
der Spitze doch immer die gleiche Feldstärke raus. (Oder?)
Wenn Du nun UMTS mit einer zu geringen Bandbreite misst, wird das Signal
natürlich unterbewertet. Ob Deine Formel dann gültig ist, weiß ich nicht
genau, ergibt meines Erachtens aber durchaus Sinn. Vielleicht hilfts ja,
wenn Du mal nach "Helmut Keller: Bewertung rauschartiger Impulse
moderner
Kommunikationssysteme" recherchierst. Auch UMTS zählt darunter...
Feldsonden verhalten sich meines Wissens nach aber wieder total anders.
Normalerweise basieren die auf Dioden oder Thermokoppelelementen. Das
heißt sie richten beim Empfangen alles gleich und zwar ultrabreitbandig
von z. B. 10 kHz bis 10 GHz. Hinter der Sonde bekommst Du also eine
Spannung/Leistung, weißt aber nicht durch welche Frequenz sie erzeugt
wurde. (...außer Du hast das Signal z. B. im EMV-Labor mit bekannten
Daten selbst eingespeist.)
Natürlich gibt es auch einige Spezialsonden, die
Spektrumanalyse-Funktionen haben, aber ich glaube von sowas sprichst Du
weniger...oder?
Achso, und jetzt noch zum Leistungswert der von diesen Sonden ausgegeben
wird. Normalerweise ist das ein Effektivwert, je nach Duty Cycle (z. B.
Radar mit geringer Drehgeschwindigkeit) evtl. auch PEP/PAPR (bin mir
gerade nicht sicher).