Gast
#4652587
Ich studiere und lebe aktuell in Deutschland, hätte aber ein Jobangebot eines deutschen Unternehmens in Österreich in Aussicht. Mit dem IG-Metall Tarif bin ich vertraut. Auch das Lohnniveau mit dem Bachelor hier in DE ist mir bekannt, bei den Bewerbungsgesprächen kamen immer knapp 50.00 all in raus. Jetzt als Master hoffentlich etwas mehr. Als ich mir den Tarifvertrag angesehen habe, hatte ich keinen Plan wo ich als Ingenieur eingestuft werden könnte (http://www.kollektivvertrag.at/kv/elektro-u-elektronikindustrie-ang/elektro-u-elektronikindustrie-rahmen/4046305?language=de). Das die monatlichen Beträge etwas niedriger sind, da es immer 14 Gehälter sind sowie das Steuersystem etwas mehr netto lässt, ist mir bereits klar. Dennoch habe ich kurzerhand die Gewerkschaft angeschrieben, welche Einstufung bei meinem Lebenslauf man annehmen kann. Nach nur 3 Wochen kam auch die Antwort: Gruppe E mit ca. 2.300€ mtl., ohne Berufserfahrung noch mal 5% weniger. Aus 3 Gründen war ich am verzweifeln: - 2.300€ als Tarifgruppe ist gerade mal 50% des deutschen Tariflohnes (IG-Metall EG9), im Ernst? - Für 2.300 mtl. geht niemand als Ingenieur Arbeiten, somit würde immer über Tarif bezahlt werden, der Tarif wäre damit ab absurdum geführt. - In Tarifgruppe G (ca. 3.000 mtl.) steht wiederum "Für Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger nach Abschluss der Hochschulausbildung kann das Mindestgehalt dieser Beschäftigungsgruppe für höchstens 18 Monate um bis zu 5 % unterschritten werden.". Somit wäre Tarifgruppe E völlig falsch. Weiss die Gewerkschaft selbst nicht was die da vereinbaren oder interpretier ich das falsch? Um nicht völlig ahnungslos in eine mögliche Gehaltsverhandlung zu gehen: was könnte man in Österreich erwarten? Kann mir kaum vorstellen, dass die Bezahlung so weit von Deutschland weg ist, ansonsten würde dort alles abwandern bzw. kein Deutscher dort arbeiten. 45.000€ wäre mein absolutes Minimum (mit 14 Gehälter), wobei in Deutschland jedoch bestimmt mehr drin ist.