Newbie-Frage: Atmel Controller

Gast #357787
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Hallo,
ich bin absoluter Elektronik-Anfänger, und würde gerne etwas mit
MIkrocontrollern experimentieren. Ich hab' gesehen dass die Controller
an sich (z.B. Atmel ATtiny) spottbillig sind, allerdings kostet z.B. ein
 passendes Board (STK500) 99 Euro.
Gibt es günstige Alternativen, bzw. günstige ISP-Programmer?

Ciao
Chris
Gast #357791
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Klar gibts die. Kannst ja mal im Internet nach stk200 kompatiblen
Programmieradaptern (AVRISP) suchen. So ein AVR braucht auch nur ganz
wenig externe Bauteile. Hier im Tutorial müsst auch ein Minimaler
Schaltplan drinnen sein. Als "absoluter Elektronik-Anfänger" würd ich
aber erst mal "einfachere" Sachen machen, z.B. kleinere
Analogschaltungen wie einstufiger Transistorverstärker,
Transistorinverter, Astabile Kippstufe mit Transistoren,
"Grundschaltungen" halt.
So ein STK500 ist aber schon ne feine Sache, weil man eine ausgereifte
und wie ich find durchdachte Lösung für alle AVRs (im DIL-Gehäuse) hat.
-> einfach Controller in den richtigen Sockel, Taster/LEDs an den Port
anhängen und schon geht's los (ohne große Löterei).
Außerdem kann man mitm STK500 auch HV-Programmieren, wenn man sich mal
"ausgesperrt" hat.
Gast #357794
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Für 39 Euro gibts auch einen AVR-Programmer bei Reichelt. Ich hab auf
sowas zurückgegriffen, um mich auf die Programmierung des AVR zu
konzentrieren, anstatt stundenlang Fehlersuche zu betreiben, warum
meine selbstgebastelte Programmierschaltung nicht funktioniert. Ist
sehr komfortabel, weil alles zusammenpasst. Komplette Software wird
mitgeliefert. Auspacken, einstöpseln, loslegen.

Mit so einem Projekt könntest du dann einsteigen, um dich vertraut zu
machen:
http://www.wikidorf.de/reintechnisch/Inhalt/AVRProjekt-9V-LED-Lampe
#357797
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> Soweit ich weis haben ale typen einen internen oszilator

Das stimmt nicht ganz, viele AT90Sxxxx haben keinen internen Oszillator
für den MCU-Takt, sind aber trotzdem AVRs.

Die moderneren ATTinys und ATMegas haben interne Taktquellen die bei
Auslieferung eingeschaltet sind. Externe Taktquellen (Quarz,
Quarzoszillator) braucht man, wenn es auf Konstanz der Taktfrequenz
ankommt, z.B. bei Benutzung der UART-Schnittstelle.

Um einen AVR zu betreiben benötigt man eigentlich kein teures
Evaluationsboard, es genügt ein Stück Lochrasterplatine, auf der AVR
und seine Grundbeschaltung (und die für den Einsatzzweck benötigte
Peripherie) Platz findet. Geht es nur um's Lernen, ohne dass die
Schaltungen in der Praxis eingesetzt werden sollen, dann genügt sogar
ein Steckbrett. Da viele moderne PCs keine LPT-Schnittstelle mehr
haben, lohnt sich der Kauf eines ISP-Programmers mit "eigener
Intelligenz" (eigenem Mikrocontroller, der das Brennen übernimmt).
Denn diese arbeiten meist auch recht gut mit vielen (nicht allen!)
USB-Seriell-Adaptern zusammen. Empfehlenswert ist der AVR-ISP von ATMEL
(serielle oder USB-Version), der wächst nämlich mit, erlaubt also
Firmware-Updates, die mit jeder Version von AVR-Studio mitgeliefert
werden.

Grundlagen kannst Du Dir erarbeiten, indem Du das AVR-Tutorial (Link
oben links) durcharbeitest und die Datasheets einiger AVRs liest und zu
verstehen versuchst. In diesen Datasheets findest du auch die nötige
Minimalbeschaltung, die elektrischen Grenzwerte und Parameter sowie die
Beschreibung der Architektur und des kompletten Befehlssatzes. Weitere
wissenswerte Dinge findet man im Downloadbereich auf www.atmel.com.
Dort gibt es neben AVR-Studio, AVR-Instruction-Set und Datasheets noch
jede Menge Applications-Notes, die wissenswerte Tips enthalten. Bei den
Datasheets bitte darauf achten, die vollständige Version ("complete")
herunterzuladen und nicht die gekürzte BWL-Version. ;-)

Ein Blick in die Online-Kataloge einiger Elektronik-Versender zeigt
Dir, welche AVRs derzeit verfügbar sind. Es bringt also nix, sich auf
einen Typ zu stürzen, den es derzeit überhaupt nicht zu kaufen gibt.

...
Gast #357798
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Ich versuche auch mal in der Mikrocontrollertechnik Fuss zu fassen.. und
kämpfe mich grade (nachdem ich sie gefunden habe) durch einige
Tutorials.. Vorkenntnisse in sachen Elektrotechnik hab ich allerings
bereits, da diese aber nich sonderlich ausgereift sind, habe ich hier
mal einige elektrotechnische Fragen:

@Timmo H.
Auf deiner Platine ganz oben, über den LEDs is was langes schwarzes..
das sind doch sicher vorwiderstände für die LEDs.. das Bauteil hab ich
schonaml gesehen.. aber wie sieht die beschaltung als LED
vorwiderstände aus?

@...HanneS... Lux
Du erwähnst in deinem Beitrag Quarzoszillatoren und Quarze... Also wie
Quarzoszialltoren funktionieren.. kann ihc mir vorstellen (Spannung
anlegen und Signal abgreifen) aber Quarze ham doch nur 2 Pins.. wie
kriegt man aus denen nen Takt raus?

Würde mich mal interessieren
Gast #357799
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Hallo, die Quarze mit 2 Pin werden bei AVRs an entsprechene Pins
angeschlossen (XTAL1, XTAL2). Die Interne Beschaltung von diesen Pins +
Quarz bilden einen Schwingkreis. Es wird eine Sinus-Schwingung erzeugt
und intern wird daraus ein Takt generiert.

Ach ja, es ging hier eigentlich um nen Programmer und einfachen und
günstigen Einstieg. Ich kann diesen Programmer empfehlen:
http://home.arcor.de/andrejwe/
Den kann man auch bei E-Bay kaufen und es ist eigentlich mehr als ein
Programmer.
Gast #357801
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Hallo,

was man beim STK500 nicht vergeeen sollte: Du steckst den Controller
zum Programmieren rein und danach kannst Du aber das Board auch für
tests nutzen. Für einfachere Spielereien sind LEDs und Taster dran und
was wichtig ist - alle Signale des Controllers sind herausgeführt auf
Steckleisten. Für erste Tests einfach eine Buchse aufsteken mit
angelötetem Kabel und schon hat man die Signale für seine Schaltung
verfügbar.

Gruß

Wolfgang

www.ibweinmann.de

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