Faktor 0,7 in Schaltungen

Gast #409842
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Hallo,

in vielen Schaltungen wie einer astabilen Kippstufe oder ein Monoflop
kommt in der Formel der Faktor 0,7 vor.

In den Schaltungen ist dann auch immer ein Kondensator und ein
Widerstand enthalten, damit müsste das etwas zu tun haben.

Weiss jemand woher das kommt und warum man das gerade mit 0,7
multiplizieren muss?

gruß matthias
Gast #409851
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die -3dB-Grenzfrequenz ist z.B. für einen RC-Tiefpass die Frequenz, bei
der Xc = R wird und die Phasenverschiebung 45 Grad ist. Im
Zeigerdiagramm   hat man eine Diagonale in einem Quadrat, und die ist
bekanntlich Wurzel(2) der Kantenlänge lang, da ist der Faktor 1,414
bzw. 1/0,707 auch wieder zu finden.
#409852
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Hier kommts aber wirklich von der Kondensatorentladung, also der
e-Funktion:

ln(2) = 0,693

Das gerne Schwellen von 1/2 genommen werden, liegt daran, daß es
einfacher ist, 2 gleiche Widerstände herzustellen, als 2
unterschiedliche.

Die Transitorschaltung entlädt den Kondensator von -VCC auf 0V mit
Widerstand gegen +VCC, ist also auch die Hälfte (die 0,7V
Schwellspannung mal unberücksichtigt).


Peter
Gast #409856
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>Wo ein Hersteller die Schaltschwelle seines Monoflop hinlegt ist
>mathematisch nicht vorherbestimmt

Deswegen wurde ja auch der NE555 angesprochen.
CMOS hat doch aber eigentlich auch 1/3 und 2/3 als Schaltschwelle zur
Erkennung der logischen Pegel (<1/3 => 0 ; >2/3 => 1).
Die Wurzel(2) zwischen Effektiv- und Spitzenwert hängt dann ja wieder
mit der Integration zusammen...
http://de.wikipedia.org/wiki/Effektivwert
Gast #409858
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> Aber nicht nur im NE555 kommt darin der Faktor vor!

Das verursacht eine unheimlich, mächtige Kraft des Universums. Das ist
echt mysteriös.

Schau Dir mal die "1" an. Sie ist ein Produkt aus 0,7 und 1,43. Und
wenn Du nun von 1,43 wieder die Hälfte nimmst und 0,014 abziehst, hast
Du schon wieder die 0,7. Und wenn Du die 0,014 halbierst, bekommst Du
0,007 also 0,7 nur um einen kostanten Faktor verkleinert!

Das ist schon unheimlich, oder?

Darum sollst Du jeden Morgen die mächtige 0,7-Kraft mit 0,7 Kniebeugen
anbeten. So mache ich das zumindest.
Gast #409859
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Die sieben ist eine ganz außergewöhnliche Zahl. Sie steht für
Vollkommenheit und Vollständigkeit. In 7 Tagen erschuf Gott die Welt
und in Tibet spricht man von den sieben Chakren. Und waren es nicht die
sieben Zwerge, die Schneewitchen umsorgten? Die 7 hält unser Universum
zusammen ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Numerologie
http://de.wikipedia.org/wiki/Sieben
Gast #409862
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Es gibt aber den wissenschaftlichen Nachweis, dass Zahlen, die mit einer
niedrigen Ziffer anfangen, häufiger sind als mit höheren. Das wird mit
in der Physik häufig logarithmisch verlaufenden Skalen erklärt. Dort
sind die Zahlen zwischen 1 und 2 stärker gedehnt. Beispiel aus der
Elektronik: Widerstandsreihe E24
Damit ist die Sieben aber schon unter den selteneren Zahlen
Gast #409866
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Gab's nicht auch mal einen Schlager, irgendwas mit "setz' auf die
Sieben, die Sieben gewinnt!" ?


Oder in Erinnerung an meinen Numerik-Prof:


Das Zählregister zählt: Null, eins,
zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieb'n und: keins;
    das macht, es zählt oktal.

Es ist beschränkt wie mancher Mann
der nur bis sieben zählen kann
    und merkt es nicht einmal.

                                   KLEN

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