Wer ätzt mir 3 Platinen?

#413561
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Hallo zusammen,
Ich habe mich hier schon ein Weilchen umgeschaut und gesehen,
dass einige von euch auch für andere Platinen ätzen.
Wer würde mir diese Platinen ätzen??

Wie teuer wäre es und wie gut?

Sind diese beiden vom Layout überhaupt zu gebrauchen?
Ich frage deshalb,da es meine ersten sind.

Grüsse Rico
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Gast #413564
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Hallo,

die Layouts sehen ganz vernünftig aus. Ich würde allerdings den
Isolierabstand der Masseflächen etwas erhöhen (Help Polygon ...
Isolate), dann wird es etwas unkritischer. Ausserdem ist es
empfehlenswert das ULP "drillaid" zu verwenden, wenn man die Platinen
selber bastelt, dann hat man nicht die blöden Leiterzüge in
Bohrlöchern.

Ansonsten noch eine Frage zu den Transistoren, da alles dicht beisammen
steht, Kühlkörper werden nicht notwendig? Nicht das danach zu wenig
Platz dafür bleibt.

Beim Ätzen kann ich leider nicht dienlich sein, habe meinen Belichter
verborgt (so eine Art Dauerleihgabe).
Gast #413567
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Hi!

Also ich habe in letzter Zeit einige Platinen geäzt und das geht
einfach - wirklich!
Ich nutze die Laserdrucker/Bügel-Methode:
1 - Layout ausdrucken (auf möglichst glattem Laser-Papier, gibts in
Copyshops oder im Fachhandel)
2 - aud saubere (Aceton!) CU-Platte legen und gut, mit Druck und heiß
aufbügeln (lappen dazwischen!)
3 - mit Wasser und Badreiniger das Papier (vorsichtig)ablösen und
abrubbeln. (Wenns nicht hält, entweder heißer bügeln oder anderen
Drucker verwenden), mit Edding/CD-Marker ausbessern, oder mit Nadel
Brücken abkratzen.
4 - Eisen-III-chlorid (~100g / 100ml Wasser) anrühren, am besten schon
direkt mit heißem Wasser. in nem großen Glas oder ner passenden Schale,
"stehende Platine" ist besser.
5 - Platine rein und abundzu schauen wie weit sie ist. Man sieht nach
einiger Zeit deutlich die Auflösung an den Rändern, danach gehts dann
recht flott. Am Ende mit Aceton oder einem Abrazzo
6 - Wenn fertig, abwaschen, optisch kontrollieren und auch elektronisch
- Durchgangsprüfer basten, o.Ä..
7 - Verzinnen mit "Weichlötpaste" - gibts im Baumarkt bei den
Lötsachen. Is ne graue Schmiere die man aufpinselt und dann mit dem
Kolben oder mit der Heißluftpistole (bei großen Masseflächen besser)
schmilzt. haftet nur auf dem Kupfer. Wenn fertig wieder gut abwaschen,
die Reste sind wasserlößlich.
7 - Bohren - sollte man mit einem 0,8mm auf nem Dremel für normale
Bauteile - Größe der Lötaugen beim Erstellen beachten!
8 - Ätzmittel SICHER wegräumen (Eisen-III-Chlorid kann dicht
verschlossen werden, beim nächsten mal kann man es gut im Wasserbad im
Marmeladenglas wieder erhitzen). NICHT INS KLO KIPPEN! Entsorgung über
Schadstoffmobil oder Müllsammelstelle sind kostenlos!
9 - fertig.

Diese Methode funktioniert erstaunlich gut, und eine Platine ist "mal
eben schnell" geäzt! Unbeschichtetes Platinenmaterial gibts auch sehr
billig, z.b. bei Pollin 1kg für ca. 4 Euronen.

Wir haben heute grade zum ersten Mal eine 2-seitige Platine gemacht -
und es hat funktioniert! 1. Layout aufgebügelt, Passkreuze sauber, dünn
angebohrt, auf Rückseite mit nadel das Layout in die Kreuze gepinnt und
dann mit Tesa fixiert.
Ist fast perfekt geworden, gebohrt und durchgetestet - mit 2
14-beinigen ICs - und die Sockel passen perfekt!

Wer gerne bastelt, sollte auch ätzen ;)
Die Ausstattung kostet keine 20 Euro.
#413569
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@ Florian

ich fasse das nicht als Kritik auf, sondern als Ratschlag, den ich
umsetzen werde.

@ Stefan Z

Frage zu den Laserausdruck...
Das könnte das Problem werden, da ich keinen Laser habe,nur auf
Arbeit.
Muss das Layout gleich nach dem drucken auf die Platine oder habe ich
da etwas Zeit?
Den Laser auf Arbeit könnte ich schon dafür nutzen, aber nicht gleich
bügeln.

Grüsse

Rico

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