Erdung an beiden Enden?

OP #7349254
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Server allerseits

In meinem neuen Haus (das etwas abseits liegt und das ich hoffentlich in ein paar Monaten beziehen werde) habe ich keinen Stromanschluss und werde diesen mit Solarpanels und WR erzeugen. In etwa 80m Entfernung habe ich einen Nachbarn, der sich ein 2-Zimmer-Häuschen gebaut hat und dieses mehrmals in der Woche benutzt; meist auch mit Übernachtung. Seine Elektrifizierung besteht aus 2 Panels und einem 12V/100Ah Aku. Da dieser Nachbar aus ca. 5km Entfernung eine Wasserleitung gelegt hat, aus der reines Quellwasser sprudelt, fühle ich mich etwas in seiner Schuld, weshalb ich ihn als Kompensation an meinen WR anschliessen möchte (kleiner Kühlschrank, der nur im Sommer benutzt werden soll).

Meine Frage hinsichtlich der Erdung:

  • Reichen L und N, wobei die Erdung nur beim Nachbarn erfolgt?
  • Muss ich meine Erdung mitführen?
  • Braucht es zusätzlich eine Erdung beim Nachbarn, die dann mit meiner Erdung verbunden wird?

(Die Leitungen werden übrigens im Boden verlegt)

Gast #7349292
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Christian M. schrieb:

bei 80 metern auf jeden Fall nochmal Erden

Völliger Quatsch, sonst müsste jeder Kabeltrommel ja zwingend ein Erdspieß beigelegt werden.

und vor allem viel Querschnitt in der Leitung wegen dem Spannungsabfall (230V)!

Tut zwar beim Lesen weh, ist aber inhaltlich völliger Blödsinn. Es geht um einen (Zitat:) kleinen Kühlschrank. Selbst mit 1,5mm Kabel ist der Spannungsabfall ungefähr 1V!

Nimmst du aber 12V zur Übertragung, vergiss es, weder Erdung notwendig noch wird es überhaupt funktionieren.

Der TO schrieb, dass er seinen Nachbarn über L und N an seinen Wechselrichter anschließen möchte. Wie kommst du auf die Idee, dass er den Eingang des WR meint und +/- der 12V jetzt in L/N umbenennen will?

#7349309
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Mehmet K. schrieb:

Meine Frage

Offenkundig nicht Deutschland, wer weiss hier schon, welche Vorschriften bei dir gelten.

Selbst wenn die Leitung unterirdisch verlegt ist, knallen Blitz und elektromagnetische Effekte deutlich rein. Die verschieben das Erdpotential bei ihm gegenüber dir, was über eine Erdleitung zu erheblichen Strömen führen kann.

Bei 80m ist auch der Spannungsabfall relevant, selbst 2.5mm2 sind für nur 6A schon zu viel. Jedenfalls die Abschaltbedingung der Sicherung wäre bei 2.5mm2 für B oder C Sicherungen erfüllt, bei 1.5mm2 nur für B.

Zudem sind Kühlschränke notorische Wechselrichterkiller auf Grund hoher Einschaltströme und hohe Induktivität, und bleiben bei zu hohem Spannungabfall im Startmoment gerne hängen (Dauer-Startphase).

Egal wie du's machst, du handelst dir also Probleme ein.

Aber ob man nun 2 oder 3 adrig verlegt sollte keine Frage sein, die billigen Kabel sind immer dreiadrig, alles andere ist doch Sonderproduktion. Die Frage ist eher, ob 2.5 oder 4mm2 und da ist man schnell bei der Preisfrage.

Gast #7349508
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Ob das mit dem "kleinen" (Kompressor?-)Kühlschrank vom Nachbarn funktionieren wird, hängt entscheidend davon ab, was für ein Kaliber von Wechselrichter du bei deiner Anlage installiert hast. Der Anlaufstrom von Kompressor-Kühlschränken erreicht exorbitante Höhen und stellt damit die übelste Last für einen Wechselrichter dar. Mit schwachbrüstigen Leichtgewichten vom Discounter wird das nichts.

OP #7349536
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Heiner W. schrieb:

Ob das mit dem "kleinen" (Kompressor?-)Kühlschrank vom Nachbarn funktionieren wird, hängt entscheidend davon ab, was für ein Kaliber von Wechselrichter du bei deiner Anlage installiert hast.

Voltronic Axpert VM III 5kW Wird - soweit ich es verfolgen konnte - vorallem in Südafrika unter allen möglichen Brands benutzt. In den dortigen Foren hält sich die Kritik im positiven Bereich. Die "Surge Power" wird mit 10.000VA angegeben. Leider fehlt die Angabe, für welche Zeitdauer dies garantiert wird.

#7349553
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Percy N. schrieb:

remuneratorusche Svhenkung

Häh?

Percy N. schrieb:

eine Vergütung für den Wasseranschluss dar

Und wer soll das nachweisen?

Bestimmt hat der TO dafür einen Vertrag auf dem Amtsgericht hinterlegt.

Kopfschüttel.

Da nächste Mal kommst du und willst mich anzeigen, weil ich meinem Nachbarn einen Akkuschrauber geliehen habe. Noch besser, wenn der Akku voll war und der Nachbar ihn halbvoll zurückgibt habe ich ihm auch noch Strom geliefert.

Am besten zeige ich mich selbst an.

#7349577
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Udo S. schrieb:

Percy N. schrieb:

remuneratorusche Svhenkung

Häh?

Pardon: remuneratorische Schenkung

Percy N. schrieb:

eine Vergütung für den Wasseranschluss dar

Und wer soll das nachweisen?

Eines von beiden dürfte vorliegen.

Bestimmt hat der TO dafür einen Vertrag auf dem Amtsgericht hinterlegt. Kopfschüttel. Da nächste Mal kommst du und willst mich anzeigen, weil ich meinem Nachbarn einen Akkuschrauber geliehen habe.

Ich weiß nicht, welcher Rechtsordnung Deine Gedankenwelt folgt, aber die dürfte prima mit irgendwelchen Blaulicht-Court-Reality-Shows aus dem Dosenbier-TV zusammen passen.

Noch besser, wenn der Akku voll war und der Nachbar ihn halbvoll zurückgibt habe ich ihm auch noch Strom geliefert. Am besten zeige ich mich selbst an.

Wie soll das gehen? Anzeigen kann man einen Vorgsng bzw die Beobachtung desselben, aber keine Person. Was also möchtest Du uns mitteilen?

Und was hat das alles mit der Frage zu tun, ob Strom über eine Grundstücksgrenze geliefert wurde?

Manchmal gibst Du wirklich schwierige Rätsel auf!

Gast #7349587
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Hallo Mehmet, habe es Dir mal berechnen lassen. Siehe Bild. Erdung auf beiden Seiten sinnvoll. Jedoch würde ich empfehlen bei Dir und beim Nachbarn zusätzlich einen Erdungsstab zu setzen und die Erdung des Verbindungskabels damit zu verbinden. Damit wird die Betriebssicherheit erheblich verbessert. Ein 3x 2,5 mm2 Kabel ist ausreichend. Empfehlenswert wäre ein LSS (10A) und RCD ( 20A ) auf Deiner Seite. Das Kabel sollte in ein 1/2“ PVC eingezogen werden, das erhöht den mechanischen Schutz des Kabel. Bei uns gibt es diese Rohre in 100 m Ringen, evt. gibt es diese auch bei euch. Die sind perfekt für solche Installationen, da sie "endlos" sind. Viel Erfolg!

Angehängte Dateien:
#7349615
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joergk schrieb:

Beide Seiten Erden. Erdleiter mitführen. Ist ja kein Aufwand.

Eben, der größte Aufwand ist den Graben für das Kabel zu graben. Ob du dann ein 3x1.5 mm2 oder 5x2.5 mm2 oder sonst was rein legst ist die gleiche Arbeit. Je nach dem wie langfristig das sein soll würde ich aber auch ein Leerrohr und sogar 5x2.5 mm2 nehmen. Erdung auf beiden Seiten sollte zumindest nicht schaden ;)

OP #7349715
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OldMan schrieb:

Jedoch würde ich empfehlen bei Dir und beim Nachbarn zusätzlich einen Erdungsstab zu setzen und die Erdung des Verbindungskabels damit zu verbinden.

Meine Erdung ist gemäss den Vorschriften, wobei ich mich hier auf die Fundamenterdung beziehe. Den WR plane ich damit zu Verbinden.

Du meinst also, ich soll vor meinem Haus noch einen Erdungsstab einsetzen und diese mit dem Kabel zum Nachbarn verbinden, der auch bei sich einen Erdungsstab haben soll. D.h., dann hätte ich 2 Erdungen, die miteinander verbunden wären. Habe ich das so richtig verstanden?

#7349719
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Mehmet K. schrieb:

Können wir uns bitte auf die eigentlich Frage konzentrieren: wie soll ich es mit der Erdnung machen?

wie alle normalerweise: Im Kraftwerk wird geerdet und in deinem Haus auch!

Ausnahme können sein Kabelfernsehen, Antennenverstärker, Stereoanlagen. Dort können sich sogenannte "Brummschleifen" ergeben die schwer zu knacken sind (Mantelstromfilter, Audiotrennübertrager, Netztrenntrafos).

Je nach dem was hilft ohne tödlich zu werden.

#7349727
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Mehmet K. schrieb:

Meine Erdung ist gemäss den Vorschriften

Die hängen davon ab wo du das machst. Wenn auf deiner Seite schon eine ordentliche Erdung existiert dann brauchst du da keinen extra Erder. Aber an dem anderen Haus wäre eine zusätzliche Erdung empfehlenswert.

Mehmet K. schrieb:

D.h., dann hätte ich 2 Erdungen, die miteinander verbunden wären.

Genau. In einer Ortschaft/Stadt, hat auch jedes Haus einen Erder, die sind alle über den PEN Leiter des Versorgungskabel miteinander verbunden.

Gast #7349746
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Mehmet K. schrieb:

Du meinst also, ich soll vor meinem Haus noch einen Erdungsstab einsetzen und diese mit dem Kabel zum Nachbarn verbinden, der auch bei sich einen Erdungsstab haben soll. D.h., dann hätte ich 2 Erdungen, die miteinander verbunden wären. Habe ich das so richtig verstanden?

Ja, so habe ich das gemeint. D.h., da Du einen Fundamenterder hast, sollte dieser mit dem extra Erdungsstab für das Kabel verbunden sein. So mache ich es hier seit einiger Zeit und es hat sich bewährt. Ich hatte vorher schon den Fall gesehen, dass eine lange Strecke eines Erdkabel Überspannung über die PE Ader in das Haus gebracht hatte und die daran angeschlossene Steuerung beschädigt wurde. Das war allerdings nicht meine Installation.

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