In meinem neuen Haus (das etwas abseits liegt und das ich hoffentlich in ein paar Monaten beziehen werde) habe ich keinen Stromanschluss und werde diesen mit Solarpanels und WR erzeugen.
In etwa 80m Entfernung habe ich einen Nachbarn, der sich ein 2-Zimmer-Häuschen gebaut hat und dieses mehrmals in der Woche benutzt; meist auch mit Übernachtung. Seine Elektrifizierung besteht aus 2 Panels und einem 12V/100Ah Aku. Da dieser Nachbar aus ca. 5km Entfernung eine Wasserleitung gelegt hat, aus der reines Quellwasser sprudelt, fühle ich mich etwas in seiner Schuld, weshalb ich ihn als Kompensation an meinen WR anschliessen möchte (kleiner Kühlschrank, der nur im Sommer benutzt werden soll).
Meine Frage hinsichtlich der Erdung:
Reichen L und N, wobei die Erdung nur beim Nachbarn erfolgt?
Muss ich meine Erdung mitführen?
Braucht es zusätzlich eine Erdung beim Nachbarn, die dann mit meiner Erdung verbunden wird?
bei 80 metern auf jeden Fall nochmal Erden und vor allem viel Querschnitt in der Leitung wegen dem Spannungsabfall (230V)! Nimmst du aber 12V zur Übertragung, vergiss es, weder Erdung notwendig noch wird es überhaupt funktionieren.
Die 12V hat mein Nachbar. Ich beabsichtige ihn an meinen WR anzuschliessen, also 230V. Wegen dem Kabelquerschnnitt muss ich mal schauen, was für einen Kühlschrank er sich anlacht und dann mal den Anlaufstrom messen.
Völliger Quatsch, sonst müsste jeder Kabeltrommel ja zwingend ein Erdspieß beigelegt werden.
und vor allem viel
Querschnitt in der Leitung wegen dem Spannungsabfall (230V)!
Tut zwar beim Lesen weh, ist aber inhaltlich völliger Blödsinn. Es geht um einen (Zitat:) kleinen Kühlschrank. Selbst mit 1,5mm Kabel ist der Spannungsabfall ungefähr 1V!
Nimmst du
aber 12V zur Übertragung, vergiss es, weder Erdung notwendig noch wird
es überhaupt funktionieren.
Der TO schrieb, dass er seinen Nachbarn über L und N an seinen Wechselrichter anschließen möchte. Wie kommst du auf die Idee, dass er den Eingang des WR meint und +/- der 12V jetzt in L/N umbenennen will?
Probier es erstmal einfach mit einer/zwei Kabeltrommeln ob und was geht. Wenn das gut klappt auf die feste Installation umbauen.
Auch wenn es Erdkabel ist, steck es trotzdem in ein Rohr.
Erdung schadet nicht.
Überlege dir, wie du die Sache absichern möchtest. Was musst du tun, um die Abschaltbedingungen einzuhalten? Dann klärt sich, ob du nochmal erden musst und welchen Querschnitt die Leitung haben muss.
Offenkundig nicht Deutschland, wer weiss hier schon, welche Vorschriften bei dir gelten.
Selbst wenn die Leitung unterirdisch verlegt ist, knallen Blitz und elektromagnetische Effekte deutlich rein. Die verschieben das Erdpotential bei ihm gegenüber dir, was über eine Erdleitung zu erheblichen Strömen führen kann.
Bei 80m ist auch der Spannungsabfall relevant, selbst 2.5mm2 sind für nur 6A schon zu viel. Jedenfalls die Abschaltbedingung der Sicherung wäre bei 2.5mm2 für B oder C Sicherungen erfüllt, bei 1.5mm2 nur für B.
Zudem sind Kühlschränke notorische Wechselrichterkiller auf Grund hoher Einschaltströme und hohe Induktivität, und bleiben bei zu hohem Spannungabfall im Startmoment gerne hängen (Dauer-Startphase).
Egal wie du's machst, du handelst dir also Probleme ein.
Aber ob man nun 2 oder 3 adrig verlegt sollte keine Frage sein, die billigen Kabel sind immer dreiadrig, alles andere ist doch Sonderproduktion. Die Frage ist eher, ob 2.5 oder 4mm2 und da ist man schnell bei der Preisfrage.
Völliger Quatsch, sonst müsste jeder Kabeltrommel ja zwingend ein
Erdspieß beigelegt werden.
bei 80m schadet es nie sowas zu machen, zumal er ja auch ein neues Stromnetz im "Haus" verbaut das grundsätzlich geerdet sein sollte. Bei 12V allerdings nicht.
Völliger Quatsch, sonst müsste jeder Kabeltrommel ja zwingend ein
Erdspieß beigelegt werden.
Fun Fact, JA, müsste man bei gewissen Geräten eigentlich machen weil der Schleifenwiderstand von PE sonst zu groß wird. Macht aber natürlich niemand...
Ob das mit dem "kleinen" (Kompressor?-)Kühlschrank vom Nachbarn funktionieren wird, hängt entscheidend davon ab, was für ein Kaliber von Wechselrichter du bei deiner Anlage installiert hast. Der Anlaufstrom von Kompressor-Kühlschränken erreicht exorbitante Höhen und stellt damit die übelste Last für einen Wechselrichter dar. Mit schwachbrüstigen Leichtgewichten vom Discounter wird das nichts.
... fühle ich mich etwas in seiner Schuld, weshalb ich ihn als
Kompensation an meinen WR anschliessen möchte (kleiner Kühlschrank,
der nur im Sommer benutzt werden soll).
Rechtlich ist das sehr dünnen Eis. Du lieferst damit Strom über deine Grundstücksgrenze.
Ob das mit dem "kleinen" (Kompressor?-)Kühlschrank vom Nachbarn
funktionieren wird, hängt entscheidend davon ab, was für ein Kaliber von
Wechselrichter du bei deiner Anlage installiert hast.
Voltronic Axpert VM III 5kW
Wird - soweit ich es verfolgen konnte - vorallem in Südafrika unter allen möglichen Brands benutzt. In den dortigen Foren hält sich die Kritik im positiven Bereich.
Die "Surge Power" wird mit 10.000VA angegeben. Leider fehlt die Angabe, für welche Zeitdauer dies garantiert wird.
Bestimmt hat der TO dafür einen Vertrag auf dem Amtsgericht hinterlegt.
Kopfschüttel.
Da nächste Mal kommst du und willst mich anzeigen, weil ich meinem Nachbarn einen Akkuschrauber geliehen habe.
Noch besser, wenn der Akku voll war und der Nachbar ihn halbvoll zurückgibt habe ich ihm auch noch Strom geliefert.
Bestimmt hat der TO dafür einen Vertrag auf dem Amtsgericht hinterlegt.
Kopfschüttel.
Da nächste Mal kommst du und willst mich anzeigen, weil ich meinem
Nachbarn einen Akkuschrauber geliehen habe.
Ich weiß nicht, welcher Rechtsordnung Deine Gedankenwelt folgt, aber die dürfte prima mit irgendwelchen Blaulicht-Court-Reality-Shows aus dem Dosenbier-TV zusammen passen.
Noch besser, wenn der Akku voll war und der Nachbar ihn halbvoll
zurückgibt habe ich ihm auch noch Strom geliefert.
Am besten zeige ich mich selbst an.
Wie soll das gehen? Anzeigen kann man einen Vorgsng bzw die Beobachtung desselben, aber keine Person. Was also möchtest Du uns mitteilen?
Und was hat das alles mit der Frage zu tun, ob Strom über eine Grundstücksgrenze geliefert wurde?
Hallo Mehmet,
habe es Dir mal berechnen lassen. Siehe Bild.
Erdung auf beiden Seiten sinnvoll. Jedoch würde ich empfehlen bei Dir und beim Nachbarn zusätzlich einen Erdungsstab zu setzen und die Erdung des Verbindungskabels damit zu verbinden.
Damit wird die Betriebssicherheit erheblich verbessert.
Ein 3x 2,5 mm2 Kabel ist ausreichend.
Empfehlenswert wäre ein LSS (10A) und RCD ( 20A ) auf Deiner Seite. Das Kabel sollte in ein 1/2“ PVC eingezogen werden, das erhöht den mechanischen Schutz des Kabel.
Bei uns gibt es diese Rohre in 100 m Ringen, evt. gibt es diese auch bei euch. Die sind perfekt für solche Installationen, da sie "endlos" sind.
Viel Erfolg!
Beide Seiten Erden. Erdleiter mitführen.
Ist ja kein Aufwand.
Eben, der größte Aufwand ist den Graben für das Kabel zu graben. Ob du dann ein 3x1.5 mm2 oder 5x2.5 mm2 oder sonst was rein legst ist die gleiche Arbeit. Je nach dem wie langfristig das sein soll würde ich aber auch ein Leerrohr und sogar 5x2.5 mm2 nehmen. Erdung auf beiden Seiten sollte zumindest nicht schaden ;)
Jedoch würde ich empfehlen bei Dir und beim Nachbarn zusätzlich einen Erdungsstab zu setzen und die Erdung des Verbindungskabels damit zu verbinden.
Meine Erdung ist gemäss den Vorschriften, wobei ich mich hier auf die Fundamenterdung beziehe. Den WR plane ich damit zu Verbinden.
Du meinst also, ich soll vor meinem Haus noch einen Erdungsstab einsetzen und diese mit dem Kabel zum Nachbarn verbinden, der auch bei sich einen Erdungsstab haben soll.
D.h., dann hätte ich 2 Erdungen, die miteinander verbunden wären. Habe ich das so richtig verstanden?
Können wir uns bitte auf die eigentlich Frage konzentrieren: wie soll
ich es mit der Erdnung machen?
wie alle normalerweise:
Im Kraftwerk wird geerdet und in deinem Haus auch!
Ausnahme können sein Kabelfernsehen, Antennenverstärker, Stereoanlagen.
Dort können sich sogenannte "Brummschleifen" ergeben die schwer zu knacken sind (Mantelstromfilter, Audiotrennübertrager, Netztrenntrafos).
Die hängen davon ab wo du das machst.
Wenn auf deiner Seite schon eine ordentliche Erdung existiert dann brauchst du da keinen extra Erder.
Aber an dem anderen Haus wäre eine zusätzliche Erdung empfehlenswert.
Du meinst also, ich soll vor meinem Haus noch einen Erdungsstab
einsetzen und diese mit dem Kabel zum Nachbarn verbinden, der auch bei
sich einen Erdungsstab haben soll.
D.h., dann hätte ich 2 Erdungen, die miteinander verbunden wären. Habe
ich das so richtig verstanden?
Ja, so habe ich das gemeint.
D.h., da Du einen Fundamenterder hast, sollte dieser mit dem extra Erdungsstab für das Kabel verbunden sein.
So mache ich es hier seit einiger Zeit und es hat sich bewährt. Ich hatte vorher schon den Fall gesehen, dass eine lange Strecke eines Erdkabel Überspannung über die PE Ader in das Haus gebracht hatte und die daran angeschlossene Steuerung beschädigt wurde. Das war allerdings nicht meine Installation.