Herbert schrieb:
Kann man die Zeitkonstante einfach mit τ=L / (R + R_L) berechnen?
Da sieht mir eher nach einer geratenen Formel aus. Und ist falsch.
Herbert schrieb:
Sprich τ = 1 / (R * L + R_L * L)
Hier hätte schon ein kleiner Einheiten-Check erbringen können, dass das nicht richtig sein kann.
U. B. schrieb:
Betrachtung zur Zeit t=0:
Zeitkonstanten in einem (linearen, zeitinvarianten) System hängen nicht von der Zeit ab. Der Ansatz führt nur in die Irre ...
Herbert schrieb:
einfach L/Rges.
also:
L/((R * R_L)/(R + R_L)) = (R * L + R_L * L)/(R * R_L)
Hm, naja, Rges ist nicht so recht definiert, oder? Reihenschaltung, Parallelschaltung, oder nochmal was anderes? Aber der Vergleich mit deiner e-Funktion war nun - im Gegensatz zu oben - richtig.
Noch eine kleine Anmerkung (siehe beigefügte Rechnung, die recht flott von der Hand geht, wenn sie im Frequenzbereich durchgeführt wird) - siehe Anhang. Dazu:
- tau wie bei dir, die Zeitkonstante kann in der gewählten Schreibweise/Normalform direkt abgelesen werden.
- Die Übertragungsfunktion hat einen Durchgriff (Zählergrad = Nennergrad), d.h. die Ausgangspannung springt, wenn die Eingangsspannung springt.
- Aufgrund des Durchgriffs gibt es auch noch eine Nullstelle; ich habe mir keine Mühe mir mehr gemacht, wo die in der (rücktransformierten) Differentialgleichung sichtbar wird.
- Die Verstärkung ist eins.