Widerstandsschaltung Würfel-Beidseitige-Pyramide

Gast #7363490
Lesenswert?

Dazu hatte sich Dave (EEV Blog) schon mal ausgelassen, wenn ich mich richtig erinnere.

Zuerst umzeichnen, als "normales" Schaltbild, dann Wird einiges klarer. Vieles kürzt sich raus. Im Ergebnis fliesst in bestimmten Quadranten kein Strom.

(Firma: L-E-A) #7363520
Lesenswert?

Mario M. schrieb:

Das fällt ja in die Kategorie "Widerstand ist zwecklos". Letztlich handelt es sich um eine Parallelschaltung der Widerstände R3 bis R6. Alle anderen Widerstände sind kurzgeschlossen un damit unwirksam.

...was ja bereits der dezente Wink mit dem Zaunpfahl aus der ersten Frage vermuten lässt. Nette Aufgabe, aber leider im Prüfungsstress vermutlich nicht ganz so offensichtlich.

Grüßle, Volker

(Firma: L-E-A) #7363571
Lesenswert?

Leopold K. schrieb:

und wie würde es sich verhalten hätte ich in der oberen pyramide noch 4 zusätzliche widerstände R1?

Meinst Du in die vier Verdingungsleitungen von Y zu B,C,F und G?

——> würde sich nichts ändern oder

Sicher? Glaubst Du, dass durch die vier neuen Widerstände die gleichen Ströme fließen würden? Wenn ja, warum?

und wenn ich verschiedene Widerstände einbauen würde?

Kommt auf die Widerstände an :-)

Habt Ihr die Stern-Dreiecks-Transformation schon behandelt?

Grüßle, Volker

(Firma: Autotronic) #7363576
Lesenswert?

Leopold K. schrieb:

und wenn ich verschiedene Widerstände einbauen würde?

Ob du für R1 100R oder 100k einbaust, ist egal. Stell dir vor du lötest Weißblechdreiecke zwischen die Drähte. Auf beiden Seiten von R1 herrscht das gleiche Potential, somit fließt kein Strom durch R1 und es entsteht auch kein Spannungsfall an ihm.

Du kannst ihn also bequem mit dem Seitenschneider aus dem System rausknipsen, ohne dass sich elektrisch etwas ändert.

Die Widerstände dienen quasi nur als Streben zur mechanischen Verstärkung, damit das Pyramidensystem nicht zu labberig wird.

Angehängte Dateien:
#7363588
Lesenswert?

Fachlich nicht hunderprozent korrekt, aber als grobe Faustregel ganz brauchbar: Verbindungen übertragen Potentiale, Bauteile sorgen dafür, dass sich unterschiedliche Potentiale einstellen können.

Vom Punkt y geht je eine Verbindung zu den Iwderständen R1, also wird das Potential von Punkt Y auf beide Seiten von den Widerständen gelegt. Wenn nun an einem Widerstand auf beiden Seiten das selbe Potential liegt, ist die Potentialdifferenz null und somit fließt kein Strom.

(Firma: L-E-A) #7363606
Lesenswert?

Leopold K. schrieb:

zum Thema Potential: wie genau erkenne ich das es sich hier um ein gleiches Potential handelt bzw wie kann ich das Formeltechnisch festhalten?

Indem Du die Potentialdifferenz über dem Bauteil bestimmst. An jedem der beiden Anschlüsse bestimmst Du dessen Potential gegen einen willkürlich gewählten Bezugsknoten. Du ermittelst also die elektrische Spannung mit einem Voltmeter ziwschen dem Bauteilanschluss und dem Bezugsknoten.

Für die Widerstände R1 wäre in diesem Fall Y der einfachste Bezugsknoten.

Welche Spannungen würdest Du zwischen Y und B sowie zwischen Y und C messen?

Welche Spannung würdest Du dann zwischen B und C messen? Welche Potentialdifferenz liegt also über dem R1 zwischen B und C?

Grüßle, Volker

#7363654
Lesenswert?

Andreas M. schrieb:

Sonst macht ihr doch auch keine "analogen Hausaufgaben" von Schülern.

Grins …

Na ja, es ergibt sich ein Unterschied ob man den Schüler auf etwas hinweist über das er etwas intensiver nachdenken sollte, oder ob man die Lösung fertig vorrechnet und niederschreibt.

Ich habe das Gefühl eines von Beiden ist lehrreicher, bin mir aber nicht völlig sicher. ;-)

#7363688
Lesenswert?

Norbert schrieb:

Na ja, es ergibt sich ein Unterschied ob man den Schüler auf etwas hinweist über das er etwas intensiver nachdenken sollte, oder ob man die Lösung fertig vorrechnet und niederschreibt.

Ja, sehe ich weitgehend auch so. Aber: Wie würde man denn vorgehen, wenn der Schüler zur Nachhilfe neben einem sitzt? Erst mal mit Tipps auf die Spur bringen, final dann doch vorrechnen, wenn die Bemühungen mit zielführenden Hinweisen nicht reichen!

Letztlich ist es mir aber egal, ob ein Schüler eine fertige Lösung bekommt oder beim Mitschüler abschreibt und keinen eigenen Beitrag leistet - in der Klassenarbeit oder Prüfung kann er mich nicht fragen. Falls es Faulheit war: das rächt sich irgendwann ...

#7363697
Lesenswert?

Klaus H. schrieb:

Ja, sehe ich weitgehend auch so. Aber: Wie würde man denn vorgehen, wenn der Schüler zur Nachhilfe neben einem sitzt? Erst mal mit Tipps auf die Spur bringen, final dann doch vorrechnen, wenn die Bemühungen mit zielführenden Hinweisen nicht reichen!

Meistens braucht's nur einen kleinen Schubs in die passende Richtung. An den folgenden Fragen erkennt man schnell, ob das Lehrmaterial insgesamt dem Schüler zu weit voraus geeilt ist. Da hilft Vorrechnen aber auch nicht weiter, es muss dann zwangsläufig einen oder mehrere Schritte zurück gehen.

#7363826
Lesenswert?

Norbert schrieb:

Meistens braucht's nur einen kleinen Schubs in die passende Richtung.

Wenn er nicht faul ist, sondern nur in dem Thema nur Defizite hat, ja.

Da hilft Vorrechnen aber auch nicht weiter, es muss dann zwangsläufig einen oder mehrere Schritte zurück gehen.

So genau kennen wir üblicherweise die Vorkenntnisse nicht und es ist auch immer schwer zu sagen, woran es denn klemmt.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren