Was setzt man als Grenzfreqenz für einen RC-Filter am ADC an, wenn man einen Sensor mit t0,9 = 0,3s hat und der Filter soll das nicht schlechter als t0,9 = 0,5s machen? Details:
- Man soll am Eingang des ADC ADS1120 einen "firstorder passive RC filter" vorsehen, wie im Bild
- Der Temperatursensor hat eine Ansprechzeit t0,9 = 0,3s in Wasser, d.h. nach einem Temperatursprung ist der neue Messwert in 0,3s zu 90% erfasst
- Es werden am Ende zwei Messwerte pro Sekunde benötigt. Der Filter darf aus t0,9 = 0,3s also t0,9 = 0,5s machen
- Der ADC läuft in seinem langsamsten Modus, 20SPS, 10 Conversions/Sekunde. 5 werden jeweils gemittelt.
- Für die Berechnung der R/C-Werte gibt es eine Formel im Datenblatt, in die man die gewünschte Grenzfrequenz einsetzen muss. Aber was wäre die zu benutzende Grenzfrequenz, wenn man obige Ansprüche hat, d.h. t0,9 soll nicht über 0,5s steigen?
Die Appnote zum Chip* enthält eine Fasutformel: "The bandwidth of the differential input filtering [should be] set to be at least 10 × higher than the data rate of the ADC". Ist diese Regel für mich ausreichend? Die Werte aus dem Datenblatt (100N + 2 x 10N + 2 x 820 Ohm) ergeben f = 1 / [2π · (RF1 + RF2) · CDIF] = 970 Hz Cut-Off-Frequenz. Das wäre 50 mal mehr als 20SPS.
