Defekte Glimmlampe - Stromverbrauch

OP #7405588
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Guten Morgen,

ich habe hier eine alte Knürr-Steckdosenleiste, die ausgemustert wurde, weil eine der zwölf Dosenabdeckungen gebrochen und die Glimmlampe defekt ist. So weit so schön. Für die Abdeckung wird sich Ersatz finden, und wegen der Glimmlampe frage ich.

Ich habe auch einen Anwendungsfall dafür, hinter einem Schrank, d.h. sie soll permanent eingeschaltet bleiben, der Schalter wird eigentlich nicht benötigt.

Leider habe ich kein vertrauenswürdiges Leistungsmeßgerät zur Hand. (Ich gehe davon aus, dass eine eventuelle Stromaufnahme nicht-Ohmsch wäre.)

Braucht eine defekte Glimmlampe noch Leistung, resp. setzt sie Wärme frei? (Ich kenne den Versagensmechanismus nicht.)

Wenn ja, würde ich den Schalter durch einen nicht-beleuchteten ersetzen, ansonsten bleibt das so. Das Gehäuse scheint verstemmt zu sein, also knifflig zu öffnen.

Persönliche Seite #7405603
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Wenn die Glimmlampe nicht mehr zündet, fließt auch kein Strom. Der absolute Ausnahmefall: Kurzschluss selbiger, ist mir noch nicht untergekommen, widerspricht auch dem Verschleißbild der Glimmlampen. Im Neuzustand (Glimmlampe noch sehr hell) spürt man die Wärmeentwicklung noch, später bleibt der Schalter kalt. wenn es bei dir auch so ist, würde ich mir keine Gedanken machen.

OP #7405610
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Ingo W. schrieb:

Der absolute Ausnahmefall: Kurzschluss selbiger, ist mir noch nicht untergekommen

Der wird hier nicht vorliegen. Die Steckdosenleiste hat die DGUV-Prüfung bis auf die Sichtprüfung bestanden. (Ich habe den Elektriker gebeten, das durchzuziehen, obwohl schon die Sichtprüfung nicht bestanden ist.)

Inzwischen ist noch eine zweite Knürr-Steckdosenleiste ausgemustert worden, also habe ich jetzt auch eine Abdeckung.

Vielen Dank für Eure Einschätzung!

#7405693
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Leider habe ich kein vertrauenswürdiges Leistungsmeßgerät zur Hand.

Und auch kein Multimeter mit einem AC-Strommessbereich? Oh, du Aermster. Damit haettest du der guten Tugend folgend, naemlich selber messen koennen. Und nicht zu meinem Gespoett hier um Erleuchtung betteln muessen.

Leute gibts.

#7405933
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Lass Dich auch nicht entmutigen, sollte ich nicht zeitnah reagieren!

Ganz bestimmt nicht. Mir waere es allerdings suspekt, mich in Fragen der eigenen Sicherheit auf "Hoerensagen" zu verlassen und wuerde daher in jedem Fall nachmessen und ggfs. auch den nun unnuetzen Schalter nebst der funktionslosen "Schalterbeleuchtung" entfernen.

#7405962
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Motopick schrieb:

waere es allerdings suspekt

Ja, Dir.

Gürtel und Hosenträger.

Stell dir vor, die Knürr Steckdosenleiste wäre von Anbeginn an eingeschaltet hinter der Schrankwand verschwunden.

DU würdest die Schrankwand auch jedes Jahr abbauen um nachzugucken ob an dem Qualitätsprodukte die Glimmlampe immer noch leuchtet.

Sei froh, dass andere Menschen nicht solche Hosenscheisser sind.

#7405987
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Stell dir vor

ich habe hier im lokalen Disounter ein Verlaengerungskabel gekauft. Das den entscheidenden Fehler hat, dass es eine direkte Verbindung von einem der beiden Steckerstifte zum Schutzleiter der Steckdose hat. Da hat doch jemand den Schutzleiter am Stecker mit einer Phase vertauscht. Und das bei industrieller Fertigung. Dank

Gürtel und Hosenträger

habe ich vorher geprueft.

Der

Hosenscheisser

und laberkopp bist wohl eher Du, der blind durchs Leben laeuft. Tun Briefkaesten eigentlich weh?

#7406221
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●DesIntegrator ●. schrieb:

schmeiss weg den Kram und bau selbst!

Das erzählt ausgerechnet Deutschlands größter Schrottsammler, der sich sogar in mehreren Foren zu Schau stellt.

Walter T. schrieb:

Inzwischen ist noch eine zweite Knürr-Steckdosenleiste ausgemustert worden, also habe ich jetzt auch eine Abdeckung.

Vom inneren Aufbau her sind die Knürr solide, ich habe hier Leisten im Blechprofil in Betrieb, die ich auf Anfang der 70er oder älter schätze. Aber alle Knürr, die ich kenne, lassen sich vollständig öffnen.

Aus der Firma mit abgeschnittenen Netzleitungen geerntet. Aufmachen, optische Kontrolle, neues Kabel dran und die Dinger haben das ewige Leben.

Die brechenden Abdeckungen sind eine Knürr-typische Pest. Da sind wohl die Gehäuse null-komma-irgendwas Millimeter zu hoch, sodass die Abdeckung unter mechanischer Spannung steht. Also die Mittelschraube nur ganz locker eindrehen, vielleicht auch eine Unterlegscheibe zwischen.

Mario M. schrieb:

Selbst wenn die Glimmlampe einen Kurzschluss hätte, würde durch den Vorwiderstand nicht mehr als ein viertel Watt aufgenommen. Ein Ferraris-Zähler dreht sich unter 10 Watt gar nicht

Bei den typischen 100kOhm ein halbes Watt, bis der Widerstand aufdampft. Deine 10 Watt interessieren nicht, da der Zähler wegen anderweitiger Last eh am drehen ist.

Motopick schrieb:

Stell dir vor

ich habe hier im lokalen Disounter ein Verlaengerungskabel gekauft. Das den entscheidenden Fehler hat, dass es eine direkte Verbindung von einem der beiden Steckerstifte zum Schutzleiter der Steckdose hat. Da hat doch jemand den Schutzleiter am Stecker mit einer Phase vertauscht. Und das bei industrieller Fertigung.

Ganz übel. Kannst Du das Produkt bei der BNetzA oder dem Landesgewerbeamt melden?

Dank

Gürtel und Hosenträger

habe ich vorher geprueft.

Gut gemacht, aber für normale Endverbraucher leider nicht möglich.

#7406325
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Ganz übel. Kannst Du das Produkt bei der BNetzA oder dem Landesgewerbeamt melden?

Das waere sinnarm. Ich habe 2 Kabel gekauft und davon eins damals gebraucht. Das habe ich "vor dem Gebrauch" geprueft. Das zweite, defekte sollte erst kuerzlich verwendet werden. Fuer eine "Produktwarnung" waere es also zu spaet. Aber man muss sicherlich damit rechnen, dass es eben kein Einzelfall war/ist.

Fuer einen rechtsbeugenden Streithammel, waere so ein defektes Kabel, dass noch zweifelsfreie Merkierungen ueber den Inverkehrbringer traegt, wohl eher wie ein Lottogewinn. Die Stecker sind umspritzt, eine Manipulation waere also erkennbar. Das Kabel muss also in der Form verkauft worden sein. Und wurde augenscheinlich eben keiner Endpruefung unterzogen.

für normale Endverbraucher leider nicht möglich

Ein einfacher Durchgangspruefer hat gereicht.

OP #7406327
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Manfred P. schrieb:

Vom inneren Aufbau her sind die Knürr solide, [...] Die brechenden Abdeckungen sind eine Knürr-typische Pest.

Ich finde den Aufbau gar nicht so toll - zwölf per Daisy-Chain durch die Schrauben hintereinandergeschaltete Steckdosen passt irgendwie mehr zu einem Einfamilienhaus aus den 70ern als zu einer grundsoliden Konstruktion. Das haben sie auch selbst gewußt, und deshalb zumindest PE mit einem durchgehenden Draht gemacht.

Die brechenden Abdeckungen - ja, die sind typisch.

Für ihren ursprünglichen Einsatzfall - fest verbaut in 19"-Schränken - sind die Dinger super, vor allem auch, weil sie sich richtig gut blind stecken lassen und Platz für Steckernetzteile ist. Als freiliegende Steckdosenleisten sind sie nahezu unbrauchbar, weil die Becher so schnell brechen.

Manfred P. schrieb:

Aber alle Knürr, die ich kenne, lassen sich vollständig öffnen.

Gut zu wissen. Bei meiner war es allerdings jetzt nicht nötig - eine Stunde unter Strom mit Verbraucher und alles ist kalt geblieben.

#7408879
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Die Glimmlampen sind oft gar nicht kaputt, sondern lediglich innen schwarz beschichtet vom verdampften Metall. Da stellt sich dann die philosophische Frage, ob eine Lampe, die dunkel bleibt, leuchtet.

Was man oft machen kann bei solchen Schaltern: -den Kippeinsatz zerstörungsfrei aushebeln ohne den Schalter auszubauen -den ganzen Schalter ohne Öffnen der Leiste aushebeln

In beiden Fällen kann man sich der Glimmlampe widmen. Die ist meist zusammen mit dem Vorwiderstand und den Anschlußdrähten kunstvoll in die Wippe eingeflochten, so daß die Drähte direkten Kontakt geben. Es gibt auch Varianten, wo zwei Vorwiderstände als nackte Melfs in Röhrchen sitzen und über die Federn der Wippe kontaktiert werden.

So habe ich schonmal eine solche Leiste mit durch den Tower-PC abgebranntem Schalter repariert, wobei es sicher Zufall war, daß der Schalter mit Kabelschuhen kontaktiert war und die Kabel nicht angeschweißt.

Ein halbes Watt macht auch Mist, zumal man heutzutage einen Stall solcher Leisten hat.

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