[V] Differential Probe

OP #7408544
Lesenswert?

Verkaufe eine Differential probe zum Anschluss an ein Oszilloskop.

Diese ist notwendig, wenn man mit seinem Oszilloskop masseunabhängige Messungen oder z.B. Messungen am 230V Netz durchführen möchte, ohne sein teures Scope dadurch zu zerstören oder sich in Lebensgefahr zu begeben.

Diese habe ich mir irgendwann mal gekauft, setze aber mittlerweile eine teure Profiprobe für >1000 Euro ein, deshalb kann sich jemand anderes drüber freuen. Der Anschluss an das Oszilloskop geschieht per BNC Kabel (nicht dabei); der Anschluss an das zu messende Objekt per normaler Leitung. Hier würde ich empfehlen, noch Buchsen für Bananenstecker ins Gehäuse einzubauen, dann kann man normale Laborkabel einfach einstecken (2 solcher Buchsen liefere ich mit).

Technische Daten:

· Umschaltbar 1:10 / 1:100

· Im Innern aufwändig abgeschirmt

· Eingangswiderstand ca. 2 MOhm

· U In differential max: 450V peak / 450V rms

· U In common mode max: 700V peak / 500V rms

· Bandbreite: 20 Mhz (100:1) bzw. 15 Mhz (10:1)

· CMMR: 80dB bis 100khz; 60dB (bis 1 Mhz); 40dB (bis 10 Mhz)

· Genauigkeit: 0,6% (100:1)

Die Schaltung basiert auf einer Elektor-Schaltung. Den entsprechenden Artikel in hoher Auflösung mit Schaltplan, Layout etc lege ich der Probe-Sendung bei.

Preis: 45 Euro inkl. Versand

Privatverkauf ohne Garantie oder Rückgabe, die Probe funktioniert aber einwandfrei.

OP #7408582
Lesenswert?

Bevor ich noch mehr Anfragen bekomme: Nein, ich kann euch nicht den Elektor-Beitrag mit Schaltplan etc. zusenden. Ich will keine Probleme mit Elektors Anwälten bekommen (deswegen sind die Bilder ja auch so gering aufgelöst - man kann dort keine verwertbaren Informationen herausziehen).

Aber ich vermute mal, man findet die auch so im Netz. Daher ein paar Details für die Suche (vielleicht setzt dann ja hier jemand einen Link, wenn er den Beitrag offen findet): Der englische Beitrag erschien in der Elektor Electronics im May 1994. Üblichweise dann auch in der deutschen Elektor um den gleichen Zeitraum herum (manchmal einen Monat eher oder später). Titel: "Differential probes for oscilloscopes" Der Autor heißt "H. Bonekamp".

Im September 2010 gibt es eine Elektor Beitrag (wieder englisch) mit abweichender, aber grundsätzlich ähnlicher Beschaltung. Titel: "High Voltage Probe, Home made and differential too" Autor damals "Alfred Hesener". (der ist vermutlich Deutscher, daher gibt es sicher auch einen deutschen Elektor Beitrag).

Viel Glück!

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7408888
Lesenswert?

Es ist schon reichlich gewagt, so winzige Abstände zwischen den 230V-Leitungen und der Massefläche zu realisieren. Zwar erfolgt bei den meisten Oszilloskopen dann noch eine Schutzleiterverbindung über den Masseanschluss, aber natürlich muss solch ein Tastkopf auch ohne geerdetes Messgerät dahinter elektrisch sicher sein. Es wäre überhaupt kein Problem gewesen, die Netzspannungsseite entsprechend großzügig auszusparen. Ich kann auch nicht sehen, dass die Litzen der Anschlussleitung mit isolierten Aderendhülsen ausgeführt sind. Zusammen mit der fehlenden Zugentlastung ist das doch schon ein erstklassiger Witwenmacher.

#7408950
Lesenswert?

Andreas S. schrieb:

Es ist schon reichlich gewagt, so winzige Abstände zwischen den 230V-Leitungen und der Massefläche zu realisieren. Zwar erfolgt bei den meisten Oszilloskopen dann noch eine Schutzleiterverbindung über den Masseanschluss, aber natürlich muss solch ein Tastkopf auch ohne geerdetes Messgerät dahinter elektrisch sicher sein. Es wäre überhaupt kein Problem gewesen, die Netzspannungsseite entsprechend großzügig auszusparen.

Das ist wahr, Elektor hat auch nachgebessert (Seite 15/57 des verlinkten PDF-Dokuments im Original und in meiner Übersetzung):

"Bij de print die ontworpen is voor de differentiële probe blijkt de isolatie-afstand tussen de primaire en sekundaire zijde van de nettrafo niet te voldoen aan de veiligheidseisen die hieraan gesteld worden. Dit wordt veroorzaakt door de aanwezigheid van het massavlak aan de bovenzijde van de print. Daarom is de layout aangepast, het massavlak onder de trafo is hierbij verdwenen. De gemodificeerde layout van het massavlak drukken we hierbij nog eens af."

"Bei der PCB, die für die Differenzialprobe entworfen wurde, entspricht der Isolationsabstand zwischen der Primär- und Sekundärseite des Netztransformators nicht den Sicherheitsanforderungen. Dies ist verursacht durch das Vorhandensein der Massefläche an der Oberseite der PCB. Daher wurde das Layout angepasst, die Massefläche unter dem Transformator ist verschwunden. Das geänderte Layout der Massefläche drucken wir hier noch einmal ab."

https://ia800605.us.archive.org/0/items/Elektuur36619944/Elektuur%20366%201994-4.pdf

Martin

#7409046
Lesenswert?

Andrew T. schrieb:

Jörg R. schrieb:

W.P. K. schrieb:

Bevor ich noch mehr Anfragen bekomme: Der englische Beitrag erschien in der Elektor Electronics im May 1994.

Ist aber wohl die niederländische Ausgabe:

https://archive.org/details/elektormagazines?&and%5B%5D=year%3A%221994%22

Bevor jemand im Mai sucht, der Tip:

In NL ist es die April Ausgabe (nr.4, ab p34ff).

Die Ausgabe fällt eigentlich gleich ins Auge wenn man den Link aufruft. Erste Reihe, 2te Ausgabe von rechts. Im Mai suchen, oder in anderen Monaten, kann man auf der Website übrigens nicht;-)

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren