Verstärker verdrahtung - welcher Draht

OP #7416570
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Hallo forum,

ich muss einen 20W Verstärker in einem Gehäuse verdrahten/umbauen. Was für einen Draht oder Litze nehme ich dafür? Vor der Endstufe sollten 0,8mm reichen, aber was nach der Endstufe? Z.B. der Draht zu den Ausgangsbuchsen. Sollte ich für alles vor der Endstufe geschirmte Leitungen nehmen, obwohl es im Gehäuse ist?

#7416601
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Robert A. schrieb:

Vor der Endstufe sollten 0,8mm reichen, aber was nach der Endstufe?

Da reichen auch 0,8mm². Außer man kann in das Gehäuse reinsehen, dann schaut das natürlich blöd aus, wenn nur 0.8mm² zu den Klemmen führen, und nach den Klemmen dann 2.5mm² zu den Lautsprechern.

Zum Nachrechnen: 20cm 0.8mm² Kupfer haben ~0.004 Ohm, dasselbe in 2.5mm² ~0.001 Ohm. Beides vernachlässigbar gering.

Robert A. schrieb:

Sollte ich für alles vor der Endstufe geschirmte Leitungen nehmen, obwohl es im Gehäuse ist?

Macht Sinn, vor allem wenn der Verstärker (Class-D) selber Störungen aussendet. Und sinnvolle Masse-Verlegung (Sternpunkt) ist auch wichtig.

#7416630
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Robert A. schrieb:

ich muss einen 20W Verstärker in einem Gehäuse verdrahten/umbauen. Was für einen Draht oder Litze nehme ich dafür

Was du da hast. 20W sind nicht viel, bei 12V z.B. nicht mal 2A, und deine 1.5mm2 Hausinstallation schafft 16A, als Einzeldraht frei hängend in der Luft sogar 25A, es reicht 0.14mm2 Modellbahnlitze oder Klingeldraht.

Du kannst Starrdraht nehmen, denn im Gehäuse bewegt sich nichts, du kannst auch Litze nehmen wenn du deren Enden nicht lötest, sondern vercrimpst oder schraubst. Die Lautsprecherleitung braucht nicht geschirmt werden, deren Signale sind kräftig genug, aber die Eingangsleitung / Leitung zum/vom Lautstärkeregler sollte geschirmt sein, denn deren Störungen werden verstärkt, am wichtigsten ist aber die brummfreie Sternverdrahtung der Bezugsmasse. Denn das blödeste ist ein Verstärker der schwingt.

#7417016
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0,5m2 sollten reichen,da fließt doch relativ wenig Strom. An einem meiner DC- Elekro Motore sind auch nur 0,75m2 dran die etwas 15cm lang sind. Selbst bei Strömen von über 25 A konnte ich keinen Spannungsabfall messen. Das Kriterium ist die Länge. 0,5m2 passt schon für deine 20 Watt NF.

#7417018
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Michi S. schrieb:

welches Problem siehst Du da bei Lötverbindungen?

Das übliche: das Flussmittel kriecht die Litze hoch und die Litzendrähte sind so fein, dass das Flussmittel sie mit den Jahren durchfrisst, dann fällt das Kabel ab.

Noch schlimmer wenn etwas wackelt: dann bricht der Draht am Übergang von verlötet zu Litze weil die Kraft jeden Litzendraht einzeln bricht.

#7417088
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Michael B. schrieb:

Noch schlimmer wenn etwas wackelt: dann bricht der Draht am Übergang von verlötet zu Litze weil die Kraft jeden Litzendraht einzeln bricht.

Eigenen Erfahrungen beim löten von Litzen gebe ich gerne weiter.Litze ist nicht gleich Litze. Bevor jemand so wie ich die Idee hat Flachbandkabel in einzelne Stränge zu zerlegen und die zum verdrahten zu nutzen möge er meine Zeilen lesen. Flachbandkabel die zum verpressen gemacht sind werden beim anlöten nicht lange halten.Da reichen fünf verbiegungen über 90 Grad und schon war es das. Der Litzenaufbau und die Kupfer Härte sind bei Flachbandkabel zum verpresssen anders als es die Litzen zum anlöten sind und auch sein müssen. Nachdem ich das bemerkt habe musste ich eine komplette Verdrahtung neu machen. Beim entfernen des Schrumpfschlauches an den Potis zb.sind mir dann auch schon die Litzen abgebrochen... noch ehe ich sie ablöten konnte. Ich mache das nie wieder! Ps: Litzen aus Flachbandkabel sind auch schlecht ab zu isolieren. Die Isolierung ist wohl für das verquetschen mit diesen Leisten optimiert.

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