Thomas O. schrieb:
Ich vermute das die Magnastat Teile eher ein Bimetall hatten. Bei
der
Metcal geschieht dies nach dem Indunktionsprinzip ab einer bestimmten
Temp verliert das Material seine Ferromagnetischen Eigenschaften (Curie
Effekt) wodurch das heizen unterbrochen wird, es gibt also keinen
Temperatursensor und Regelung mehr das macht die Spitze alleine.
Fraglich warum die Geräte dann so teuer sind. Sind ja eigentlich nur
Schaltnetzteil mit höherer Frequenz.
Thomas, das mit dem Bimetall, stimmt nicht. Die Magnastatspitze hat am Ende einen speziellen Legierten Knopf der bei Erreichen einer bestimmten Curie Temperatur, je nach Spitzennummer, dann schlagartig unmagnetisch wird. Das Innere des Lötkolbenheizers ist hohl und wird vom Magnastaten Baugruppe und Schalter ausgefüllt. Dieser Magnet wird durch den Spitzenknopf normalerweise angezogen und schließt die Schaltkontakte. Dieser Schalter am anderen Ende ist mit einem Stössel am Magneten befestigt der bei Unterbrechung des magnetischen Flusses dadurch lose wird und die Schaltkontakte öffnet. Dieser Magnet bewegt sich also ruckartig je nach Zustand des Spitzenkopfes um 1-2mm hin und her. Sobald die Curie Temperatur unterschritten wird, verbindet sich der Magnet wieder mit dem Ende der Spitze und drückt den Stössel zu den Schaltkontakten und schließt wieder den Kontakt zum Wiederaufwärmen der Spitze. Ich finde das Prinzip eigentlich genial (einfach). Die Temperaturkonstanz ist gar nicht so schlecht.
Wenn Du dir eine Magnastat Lötspitze genau ansiehst, erkennst Du, daß ein kleiner Metalpfropfen mit einer Nummer hinten angekrimpt ist. Dieser Pfropfen ist so legiert, daß er eine bestimmte definierte Curie Temperatur aufweist die mit Spitzennummer im Einklang ist. Eine "7" steht für 700 Grad Fahrenheit. Über der Curie Temperatur wird dieser Pfropfen dann schlagartig unmagnetisch. Das bewirkt wie vorher beschrieben, daß sich der Magnatstatbaugruppen Magnet hin und her schieben kann. Die Federkraft der Kontakte bewirkt, daß der Magnet leicht vom Pfropfen angezogen werden kann.
Natürlich kann der Magnastat wegen des schlechten Spitze auf Heizungsübergang nicht mit JBC direkt geheizten Spitzen konkurieren. In meiner Jugend in den 70ern war der Magnastat für mich ein "High-Tech" Lötgerät. Dank Fortschritt vermag es JBC durch Direktheizung noch viel besser.
Ich hoffe das war nicht zu langatmig. Jedenfalls verstehe ich so die Arbeitsweise des Magnastaten. Für mich ist der Magnastat eine brilliante Ingenieur Meisterleistung einer früheren Ära.