Senden mit der Ur-Diode von 1924

Gast #7435400
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Zahlendreher? Ich hätt jetzt die erste (Halbleiter-)Diode, damals als Richtdetektor tituliert, auf 1942 taxiert:

https://berlin.museum-digital.de/object/56797?navlang=en https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_ed702.html

Und Zinkoxid wird doch eher nach Schottky- statt Tunnel- sortiert ?!

Und wenns alt sein soll, dann dem Pyrit-Detektor nicht vergessen: https://www.jogis-roehrenbude.de/Kristall.htm https://www.b-kainka.de/bastel19.htm https://wiki.edu.vn/wiki17/2021/01/04/kristalldetektor-wikipedia/

#7435873
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Den Kristalldetektor als Verstärker und Schwingungserzeuger zu verwenden, ist sehr alt, um 1922 hat der Russe Lossew, der auch den Leuchteffekt von Kristallen entdeckte, was heute in LED's genutzt wird, damit experimentiert. Erzeugt wird der Effekt durch ein Stueck Kennlinie mit steigender Spannung und abfallendem Strom = "Kennlinie negativen Widerstands", der vberstärkend/ entdämpfend wirken kann, und auf dem die Tunneldiode beruht.

Eine historische Bauanleitung, mehrere Kristall- Detektorempfänger- Schaltungen, sowie der "Schwingdetektor" nach Lossew, am Ende des Heftes ist der realisierte "Verlags- Schwingdetektor- Empfänger" zu sehen. Interessant: Tabelle mit geeigneten Materialien fuer Kristall- Detektoren.

https://docplayer.org/198780626-Detektor-fernempfaenger-lossev-schwingdetektor-u-a.html

Wer einen Kristalldetektorempfänger bauen will- hier Fotos Anregungen- ein Radiofreund hat fuer mich einen handwerklich exzellenten Kristalldetektor angefertigt, mit dem man auch verschiedene Kristalle einsetzen kann, im ersten Bild eine oxydierte Zinkplatte, dann ein Kristall aus Pyrit ("Katzengold", "Idiotengold") und ein optisch wundershcöner Rotzinkerz- Kristall. Kristalle bekommt man ueber Ebay, ein Anbieter gießt die Kristalle soger schon in niedrigschmelzendes "Wood- Metall" ein (im Foto der Rotzinkerz- Kristall ist so vorgearbeitet), nach Einstecken sofort anwendbar.

#7436350
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Michael B. schrieb:

Die Schaltung ist meiner Meinung nach falsch, die Diode gehört in Sperrrichtung, ist hier aber in Leitrichtung.

Das ist ein Streit um des Kaisers Bart. Auch Tunneldioden leiten in Sperrrichtung zunächst besser als in Leitrichtung. Wenn man bei der Tunneldiode mittels geeigneter Dotierung den Höcker unterdrückt, nennt sich das Teil Back(ward)-Diode und eignet sich zum Gleichrichten kleinster Wechselspannungen, weil ab 0V ein hoher Sperrstrom fliesst, der umso kleiner wird, je näher man der Dioden-Flußspannung kommt.

Um einen Schwingkreis zu entdämpfen und so ungedämpfte Schwingungen anzufachen braucht man einen negativen differentiellen Widerstand. Das kann z.B. in "Leitrichtung" der Tunneleffekt sein, oder in Sperrichtung ein Lawineneffekt. Bei manchen Materialien, z.B. GaAs, braucht man für einen negativen Widerstand gar keine Sperrschicht, weil dort die Elektronenbeweglichkeit mit der Feldstärke sinkt. Selbst PTC eignen sich u.U.

Fakt ist, dass ZnO ein II-VI-Halbleiter ist. Wen wunderts dann, dass er entsprechende Eigenschaften zeigt. Technisch schon lange genutzt wurde auch die Photoleitung dieses Materials in Form von ZnO-gefüllten Papieren für Fotokopierer. Weitere schon lange bekannte und technisch genutzte II-VI-Halbleiter sind z.B. das für Leuchtschirme benutzte Zinksulfid, ZnS, und das in Photowiderständen benutzte Cadmiumsulfid, CdS. Auch die Gleichrichterwirkung der altbekannten Selengleichrichter beruht genau betrachtet auf einer CdSe-Sperrschicht.

Ein Blick ins Periodensystem erschliesst weitere, nicht so bekannte, Elementpaarungen die auch für Halbleiter genutzt werden.

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