ich bastle gerade daran eine alte mechanische Schreibmaschine zu elektrifizieren
und suche einen Mechanismus, um von unten an einer Taste über ein Nylon-Seil
zu ziehen.
Die angegebenen 25N des Zugmagneten scheinen auf keinen Fall zu stimmen, bei
ein bisschen Last bewegt sich da gar nichts mehr...
Habt ihr vielleicht eine Empfehlung für einen stärkeren 12V Zugmagnet, der
einen Zugstrecke von ca. 1.7 cm hat? Bei genug Kraft reicht möglicherweise
auch weniger, wenn die Taste dadurch genug Momentum hat.
Oder ist ein Zugmagnet hier vielleicht die falsche Entscheidung, um an einer
Taste zu ziehen mit variabler Kraft?
Ich bin recht unerfahren, was Elektronik angeht, deshalb wäre ich für eure
Hilfe dankbar!
ich bastle gerade daran eine alte mechanische Schreibmaschine zu
elektrifizieren
Nimm lieber einen alten Typenraddrucker, der kann das besser.
und suche einen Mechanismus, um von unten an einer Taste über ein
Nylon-Seil
zu ziehen.
Ob das so sinnvoll ist? Für jede Taste ein Magnet?
des Hubmagneten mittels PWM kontrollieren und bei längerer Aktivierung
die Spannung senken möchte, um eine Überhitzung zu verhindern.
Welche längere Aktivierung? So ein Anschlag dauert keine 100ms. Du braucht nicht nur Kraft, auch Geschwindigkeit.
Die angegebenen 25N des Zugmagneten scheinen auf keinen Fall zu stimmen,
bei
ein bisschen Last bewegt sich da gar nichts mehr...
Das ist die Kraft im angezigenen Zustand! Nicht im nicht angezogenen Zustand, die ist da deutlich kleiner, weil der Magnetkreis viel Luft hat.
Habt ihr vielleicht eine Empfehlung für einen stärkeren 12V Zugmagnet,
der
einen Zugstrecke von ca. 1.7 cm hat? Bei genug Kraft reicht
möglicherweise
auch weniger, wenn die Taste dadurch genug Momentum hat.
Ansteuerung mit deutlicher Überspannung, aber halt nur für kurze Pulse.
Oder ist ein Zugmagnet hier vielleicht die falsche Entscheidung, um an
einer
Taste zu ziehen mit variabler Kraft?
Ich bin recht unerfahren, was Elektronik angeht, deshalb wäre ich für
eure
Hilfe dankbar!
Oder ein Troll? Was soll das WIRKLICH?
pietor1
Vorname Peter
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Angemeldet seit 16.06.2023 13:05
Beiträge 1
suche einen Mechanismus, um von unten an einer Taste über ein
Nylon-Seil
zu ziehen.
Hört sich für mich nach einem mechanischen Problem an.
Ich nutze dazu ein 12V 20A Netzteil und eine IBT-4 H-Brücke, da ich die
Kraft
des Hubmagneten mittels PWM kontrollieren und bei längerer Aktivierung
die Spannung senken möchte, um eine Überhitzung zu verhindern.
Wozu musst du dafür den Magneten in allen 4 Quadranten ansteuern können?
Ich könnte mir gut vorstellen, dass 1 Quadrant und damit 1 Mosfet samt PWM austeicht.
Wie wäre es mit diesen Motoren für PKW-Zentralverriegelungen?
zum Beispiel: https://www.ebay.de/itm/202816891048
Ich habe die auch schon zweckentfremdet.
Wenn man 25N Hub über 17mm will, muss man den mit 20facher Nennleistung betreiben, also 4,5facher Nennspannung. Das sollte man nur so viele ms anlegen, wie der Hub braucht. Man muss die Mechanik so einstellen, dass der Arbeitsweg genau am Magnetanschlag endet, dann hat man mit Reduzierung auf vielleicht 25% Leistung noch 25N Haltekaft.
Also ein Netzteil mit etwa 5x Nennspannung und 5x Nennstrom, nach einigen ms reduzieren auf PWM 1,x%. (je nach Strom aufgrund der Induktivität, um zu 25% Leistung zu kommen)
Oder ein Troll? Was soll das WIRKLICH?
pietor1
Angemeldet seit 16.06.2023 13:05
Natürlich ein Troll.
Kein normaler Mensch kommt auf die Idee, wie viele Tasten hat eine Schreibmaschine? Bekommt die dann für die vielen Magneten ein Unterteil in der Dimension einer Waschmaschine?
Jetzt bleibt mal auf dem Boden. Wenn man es nicht besser weiß versucht man mal etwas aus Unkenntnis und lernt daraus.(hoffentlich)
Wen hat nicht schon mal etwas angegangen und dann festgestellt, dass das so nicht funktionieren kann? Manche Erfindung wurde gemacht weil jemand ohne Internet etwas probiert hat.
Schonmal vielen Dank für die vielen Antworten!
Ich bin tatsächlich recht neu auf dem Gebiet und habe auch nur
wenig Ahnung von Mechanik und Elektronik, ich bin eig eher in der Informatik-Ecke
zu Hause ;)
Kein normaler Mensch kommt auf die Idee, wie viele Tasten hat eine
Schreibmaschine? Bekommt die dann für die vielen Magneten ein Unterteil
in der Dimension einer Waschmaschine?
Mein Plan ist natürlich nicht für jede Taste einen Magneten zu verwenden, sondern die Kraft des einen Magnet mit einem Mechanismus auf die jeweilige Taste
zu verteilen mit einer Art mechanischem Multiplexer. Dafür muss der Magnet nur
stark genug sein.
Wie der Multiplexer aussieht, ist bisher noch eher ein Gedankenkonstrukt...
Ich habe bisher die Schreibmaschine auf ein Gerüst aufgebockt, sodass ich von
unten an den jeweiligen Tasten mit einer Nylon-Schnur ziehen kann. Mittels
Umlenkrollen würde ich die Schnüre auf eine Ebene parallel zum Boden bringen.
Wie ich jetzt die Zugraft des Magneten auf die Schnüre schnell verteile ist jetzt
die Frage. So 4 bis 5 Tastenanschläge/Sekunde sollten schon irgendwie drin sein.
Ich habe schon mit der Idee gespielt, eine Gantry-Slider Platte eines 3D-Druckers
zu nehmen und darauf den Magneten hin und her zu der jeweiligen Taste fahren zu
lassen. Das ist aber wahrscheinlich zu langsam.
Wenn man 25N Hub über 17mm will, muss man den mit 20facher Nennleistung
betreiben, also 4,5facher Nennspannung. Das sollte man nur so viele ms
anlegen, wie der Hub braucht. Man muss die Mechanik so einstellen, dass
der Arbeitsweg genau am Magnetanschlag endet, dann hat man mit
Reduzierung auf vielleicht 25% Leistung noch 25N Haltekaft.
Also ein Netzteil mit etwa 5x Nennspannung und 5x Nennstrom, nach
einigen ms reduzieren auf PWM 1,x%. (je nach Strom aufgrund der
Induktivität, um zu 25% Leistung zu kommen)
Hm, also verstehe ich das richtig, dass ich dann ein ca 60V Netzteil brauche? Überhitzt der Magnet dann nicht, wenn ich den mit 20facher Nennleistung betreibe?
Klar, ist er nur für ein paar ms aktiv für den Tastendruck und dazwischen eine
Pause. Aber wenn die Schreibmaschine durchgehend hämmern soll, stell ich mir das
schwierig vor.
Die Walze und den Schlitten mit dem Blatt kann ich schon per Arduino ansteuern,
ich habe mir ein paar passende Halterungen für Stepper Motoren 3D-gedruckt, und steuere diese mit einem CNC-Shield an.
Das ganze Projekt steht und fällt mit der Mechanik!
Vielleicht kann man mit einem kleinen Hämmerchen auf das gespannte Nylonseil klopfen. (ähnlich wie bei einem Klavier)
Das Hämmerchen wird mit einer Feder mit Hilfe eines Motors vorgespannt und arretiert (ähnlich wie der Abzug eines Gewehrs).
Ein kleiner Hubmagnet reicht aus um die Arretierung zu lösen und des Hämmerchen schnalzt auf das Nylonseil. Die Energie für die Betätigung der Taste steckt in der gespannten Feder. Aufgabe des Motors ist die Federn zuspannen.
Hm, also verstehe ich das richtig, dass ich dann ein ca 60V Netzteil
brauche? Überhitzt der Magnet dann nicht, wenn ich den mit 20facher
Nennleistung betreibe?
60V passen, wenn es ein 12V Magnet ist. Bei 20facher Nennleistung und 5 Anschlägen/s darf der Puls nur 10ms dauern. Ob das mechanish reich muss man probieren,sonst geht es so nicht.
Verträgt die Schreibmaschine denn überhaupt 300 Anschläge/min ohne zu klemmen?
Nur weil 25N reichen um eine Taste langsam zu bewegen, wird das aber nicht reichen um einem Anschlaghebel in 10ms zu bewegen! Um das Hebelwerk so schnell zu beschleunigen ist erheblich mehr Kraft nötig!
Es braucht einen viel größeren Elektromagneten und mehr Zeit.
In einer bzw. mehreren uralten Ausgaben der c't wurde mal solch ein Umbau einer Schreibmaschine beschrieben. Dort wurde aber ein Tastaturaufsatz mit jeweils einem Stößel pro Taste verwendet.
ich bastle gerade daran eine alte mechanische Schreibmaschine zu
elektrifizieren
und suche einen Mechanismus, um von unten an einer Taste über ein
Nylon-Seil
zu ziehen.
Mal in der Vergangenheit kramen ...
Elektrifizierte Schreibmaschinen gab es schon und heute kann man die im Museum bestaunen.
Nennt sich 'Fernschreibmaschine'.
Dort wird der Tastenanschlag aber nicht mit Hubmagneten gemacht, weil Kraft und Zeit nicht reichen.
Die kinetische Energie für Tastenanschläge bis 300 Anschläge pro Minute und mehr wird von einer rotierenden Welle geliefert, die von einen kräftigen Motor angetrieben wird. Die Wandlung vom 5-stelligen Fernschreibcode erfolgt über Nocken mit kleine Hubmagneten.
Über die einzeln arretierbaren Nocken wird dann der zugehörige Hebel durch die rotierende Welle betätigt.
Besorge Dir eine alte Fernschreibmaschine und programmiere Deinen Arduino auf den Fernschreibcode (bei 60V).