Umbau eines Elektro Rollstuhls

OP #7455408
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Hallo Leute, ich habe mich gerade angemeldet und wollte mal sehen, ob ihr mir hiermit weiterhelfen könnt: Meine Frau ist gehbehindert und wir haben einen elektrischen Rollstuhl geschenkt bekommen (von Otto Bock - angeblich der "Mercedes unter den Rollstühlen"). Die Akkus sind alle und das Ladegerät fehlt und Ersatz für letzteres gibt es nicht mehr. Die Akkus sind zwei in Reihe geschalteten Blei-Akkus von Panasonic. Ich habe mal versucht, sie mal getrennt mit einem 12 Volt Ladegerät zu laden, sie haben auch etwas mehr als 12 Volt erreicht - die Steuerung vom Rollstuhl blinkt aber nur "kein Saft". Bevor ich jetzt neue Bleiakkus besorge (die gibt es noch) und ein Ladegerät dazu suche, habe ich mir überlegt, ob es nicht Sinn macht, gleich auf was moderneres als Blaiakkus umzustellen. Ob meine Frau mit dem Teil später umgehen kann oder ob ich das Teil dann verkaufe ist noch nicht geklärt, aber ohne Akkus und Ladegerät kann ich es ja auch nicht gut verkaufen. Was haltet ihr von einem derartigen Umbau? Kann ich ansonsten einfach ein Ladegerät für 12V/24V besorgen? Braucht ihr dazu noch irgendwelche Daten oder bin ich hier im Forum damit eh falsch?

#7455441
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PeteR D. schrieb:

sie haben auch etwas mehr als 12 Volt erreicht

Das reicht nicht.

Ein Bleiakku-Ladegerät hat bis mindestens 13.8V, kurzzeitig auch 14.4V erlaubt, zu laden, und wenn man den Akku abklemmt und nach 1 Tag die Spannung misst sollte die bei 12.8V liegen.

Deine Akkus sind hin, kauf neue, das ist nun nicht so teuer, und kaufe ein 24V Ladegerät dazu.

Umbau? Es gibt fertige LiFePO4 Akkus als Ersatz die mit Bleiakkuladegeräten ladbar sind. Der Vorteil: leichter und langlebiger. Der Nachteil: deutlich teurer. Dazu muss man gar nicht umbauen, nir passend neu kaufen und darauf achten, dass sie für Reihenschaltung von 2 solchen Akkus geeignet sind, dafur brauchst du eine explizite Zusage.

#7456027
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Otto Bock ist halt seit Jahrzehnten im Markt. Wir hatten hier diverse Hersteller zum Vergleich. Bock ist stockkonservative Technik, und ein Umbau eher nicht anzuraten.

Du benötigst 2 12 Akkus, wartungsfrei, gasdicht.

Laden wenn das Original Ladegerät nicht mehr da ist: Meyra 24v 8a Automatik Ladegerät. Gibt es des öfteren gebraucht bei eBay.

Hoffe das hilft dir weiter.

#7456110
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Joachim B. schrieb:

Beachte beim Umbau auf leichtere Akkutechnik, dass die Akkus evtl auch dazu da sein könnten, den Schwerpunkt des Rollis weiter nach unten zu bringen.

Oder einfach etwas grössere akkus reinmachen?

Peter D. schrieb:

lerne richtig zitieren

Ja OK, werde das versuchen.

Meine Oma: https://www.youtube.com/watch?v=zy5rkw4SeP4

Angehängte Dateien:
#7456194
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Peter D. schrieb:

Unserer hat einen vierpoligen Neutrix Stecker.

Speakon heisst der Standard für den Anschluss kräftiger, leistungshunriger Bühnenlautsprecher gedacht.

Im weitverbreiteten XLR-Stecker befindet sich eine Drahtbrücke, die das versehentliche Losfahren trotz noch dranhängendem Ladegerät/kabel elektrisch verhindert. Das wird bei dem SpeakOn auch so sein.

#7456239
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Hi!

Nochmal bzgl Akkugewicht: Mein Vater hatte 2 Elektrorollstühle: erst einen recht handlichen, der sogar flachgelegt werden und in einem Kombi transportiert werden konnte. Akkus hinter der Hinterachse und abnehmbar -> Akkus wenigee wichtig für die Schwerpunktverlagerung. Später gabs dann einen, welcher aussieht wie ein Rentnerporsche mit aufmontiertem Autositz sowie Kinnsteuerung. Für Beteieb im Freien wurde auf 4 Rädern gefahren, zum manövrieren in engen Innenräumen wurde vorn ein zusätzliches Rad ausgefahren, der Rolli wurde zum Dreirad. Ohne die 2x 100Ah Bleiakku wäre der Rolli sehr leicht gekippt. Hatten wir mal testweise beim Akkutausch ausprobiert. Wären also ca 65kg Blei gegen 20-30 kg LiFePo gewesen.

VG

OP #7457466
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Heinrich K. schrieb:

Peter D. schrieb:

Unserer hat einen vierpoligen Neutrix Stecker.

Speakon heisst der Standard für den Anschluss kräftiger, leistungshunriger Bühnenlautsprecher gedacht.

Im weitverbreiteten XLR-Stecker befindet sich eine Drahtbrücke, die das versehentliche Losfahren trotz noch dranhängendem Ladegerät/kabel elektrisch verhindert. Das wird bei dem SpeakOn auch so sein.

Den Speakon kenne ich auch von Bühnenlautsprechern - denen würde es, glaube ich, nicht gut tun, wenn sie 24 Volt aus einer Rollstuhlbatterie bekämen. Ich habe keine rechte Vorstellung, wie diese Brücke funktionieren könnte. Am Batteriepack ist nur eine Buchse, an der, vermutlich, wechselweise Ladegerät oder Rollstuhl angeklemmt wird. Wie man mit angeschlossnere Batterie losfahren könnte, ist mir nicht so recht klar. An der Buchse sind aber vier Kabel angeschlossen, wie die mit den beiden Batteriepacks verbunden sind erschließt sich mir nicht auf Anhieb. Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich würde dann ein 24 Volt Ladegerät besorgen und einen Speakon Stecker anschließen wollen.

#7457660
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Peter D. schrieb:

Unserer hat einen vierpoligen Neutrix Stecker. Vielleicht kann mir jemand sagen warum er vierpolig ist?

Es wäre möglich dass beide Batteriepole herausgeführt sind so dass man parallel mit einem 12V Ladegerät laden kann. Oder auf zwei Polen liegt ein NTC zur Temperaturerkennung.

Da muss man mal "vorsichtig" anfangen zu messen. Also die Klemmen von der Batterie und dann mal versuchen herauszufinden womit die Kontakte im Stecker verbunden sind.

(Firma: Funkenflug Industries) #7458221
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Aus deinem Profil erkenne ich, dass du für eine einschlägige Firma arbeitest - könnt ihr mir da ein Angebot machen?

Nach einigen unerklärbaren Unfällen auf Testfahrten, die immerhin mehrere sozial eher schwierige Freistellungen überflüssig machten, sind uns vorübergehend leider die Freiwilligen ausgegangen. Wir vermuten, daß die betroffenen Personen aus Spaß im Navigationssystem das Ziel "Oblivion" eingaben, aber Genaueres dazu können wir erst bekanntgeben, wenn jemals Trümmerteile gefunden werden sollten. Wir sind uns jedoch sicher, daß unser "BumFire 88" weiterhin die Bedürfnisse unserer Kundschaft vollstens befriedigen wird und freuen uns, in Kürze eine leistungsgesteigerte Variante "GodSpeed 666" mit Nachbrenner anbieten zu können.

#7458299
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Michael B. schrieb:

Umbau? Es gibt fertige LiFePO4 Akkus als Ersatz die mit Bleiakkuladegeräten ladbar sind. Der Vorteil: leichter und langlebiger. Der Nachteil: deutlich teurer. Dazu muss man gar nicht umbauen, nir passend neu kaufen und darauf achten, dass sie für Reihenschaltung von 2 solchen Akkus geeignet sind, dafur brauchst du eine explizite Zusage.

Dazu muss er aber auch wissen, dass er für LiFePO4 Akkus einen passenden Lader besorgen muss, und das BMS integriert ist.

#7458685
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Philipp G. schrieb:

Dazu muss er aber auch wissen, dass er für LiFePO4 Akkus einen passenden Lader besorgen muss, und das BMS integriert ist.

Braucht er nicht, lesen und verstehen sind offenbar nicht Dein Ding:

Michael B. schrieb:

Es gibt fertige LiFePO4 Akkus als Ersatz die mit Bleiakkuladegeräten ladbar sind.

Der Schönheitsfehler ist der Preis dieser Akkupacks, dafür bekommt man mehrere Bleiakkus.

(Firma: --------------) #7462582
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Peter D. schrieb:

Was haltet ihr von einem derartigen Umbau? Kann ich ansonsten einfach ein Ladegerät für 12V/24V besorgen? Braucht ihr dazu noch irgendwelche Daten oder bin ich hier im Forum damit eh falsch?

Lies! https://www.meyra.de/medizinprodukte-durchfuehrungsgesetz/

Kurz gesagt, kannste formal dein Vorhaben rechtlich nur dann durchführen wenn du das Medizinproduktedurchführungsgesetz (MPDG) vollumfänglich beachtest!

Der Rest ist deine Sache.

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